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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Gesund - Getreu.
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Gesund, Gesundheit
§. 1. Die Gesundheit a) des Leibes ist derjenige Znstand, wo alle Theile desselben in ihrem normalen Znstande sich befinden und ihre Funclioncn leisten, so daß man sich wohl an allen Gliedern innerlich und änßcrlich befindet, und keiner unnatürlichen Veränderung unterworfen ist. Wer mäßig zu sein vergißt, richtet seine Gesundheit zu Grunde, ö) Des Gemitths, wo die Kräfte der Seele geschickt und tüchtig fiud, das auszurichten, wozu sie vou GOtt geschaffen und geordnet. Christus befreit von der Seelcukrankheit und Gewissensqual. Jene ist edel, diese noch edler; denn jene kaun gar leicht Schaden leiden, da diese von Dauer. Die leibliche vergleicht Scriver einem Glas, das bald zerstoßen wird. Den Seelenwohlstand aber mit dem Golde, das im Fallen nicht zerbricht, im Feuer nur geläutert und unter den Hammcrstreichen nur uallkommener wird. Viele lassen mit der Rotte Korah bei gesundem Leibe ihre Seele verloren gehen. Gebet ist das bewährte Mittel, beide zu erlangen.
Es ist nichts Gesundes (wegen de« Stindengifts) an meinem Leibe vor deinem Drohen, Pf. 33, 4.
Das wird deinem Nabel gesund sein, und deine 'Gebeine erquicken, Sprw. 3, 8. (Vie Gesundheit wird sich Vermittelst ocs Nabels, als des Mittelpunkts, m alle EingeweiÄe nusbrkiten. Hnd. Wie ftch dem Embryo durch deu Nabel die Nahrung mit-theilt. Hnd. Mr deu ganzen Leib.)
Von der Fußsohle an bis aufs Haupt ist nichts Gesundes an ihm, Efa. i, 6.
Lobe den HErrn, weil du lebest und gesund bist, Sir. 7, 27.
Gesund und frisch sein ist besser denn Gold, und ein gesunder Leib ist besser, denn großes Gut, Sir. 20, 15.
Es ist kein Reichthum zu vergleichen einem gesunden Leibe, ib. v. 16.
Mein Kind, prüfe, was deinem Leibe gesund ist, Sir. 37, 30.
Möchte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund, Matth. 9, 21. 22.
Und alle, die da (ih») anrühreten, wurden gesund, Matth.
14, 36.
Dein Glaube hat dtch gesund gemacht, Marc. 5, 34.
Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken,
Luc. 5, 31. Fürchte dich nicht, glaube nur, so wird sie gesund (ihr geholfen
«irden), Luc. 6, 50. Giner unter ihnen, da er sahe, daß er gesund geworden war,
kehrete um und pries GOtt Zc., Luc. 17, 15. Siehe zu, du bist gesund geworden: Sündige fort nicht mehr,
Joh. 5, 14. Bekenne Einer dem Andern seine Sünde, und betet für einander,
daß ihr gesund werdet, Iac. 5, 16.
§. 2. Gesund sein im Glauben :c. heißt, solche reine dem Evangelium gemäße Grundsätze im Glauben haben, die theils das Zeichen eines läutern Herzens sind, theils auf Herz und Leben einen heilsamen Einflnh haben.
Um der Sache willen strafe sie scharf, auf daß sie gesund sein im Glauben, Tit. 1, 13. c. 2, 2.
§. 3. Gesund machen, einen üblen Zustand in einen bessern verwandeln. Durch ordentliche Mittel oder göttliche Kraft einen von Krankheit befreiend
HGrr, mein GOtt, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund,
Ps. 30, 3. Siehe, ich will sie heilen und gesund machen und will sie des
Gebets um Friede und Treue gewähren, Ier. 33, 6. c.
30, 17.
Wenn du krank bist, bitte den HErrn, so wird er dich gesund
machen, Sir. 38, 9. 14. Machet die Kranken gesund 2c., Matth. 10, 8. Einem Andern die Gabe gesund zu machen, i Cor 12, 9.
29. 30.
Von Histia, 2 Kön. 20, 5. 8. Efa. 38, 9. 21.
IEsus macht gesund, Matth. 4, 24. c. 8, 7. 16. Marc. 5,
34. Luc. 4, 40. c. 7, 3. c. 8, 2. c. 9, 11. Joh. 5, 11.
einen ganzen Menschen an Seel und Leib, Joh. 7, 23. Die Apostel, Marc. 6, 13. A.G. 6, 7. c. 28, 8. 9. * Der das Herz erfreuet, und das Angesicht fröhlich macht, und
giebt Gesundheit, Leben und Segen, Sir. 34, 20. Und der Glaube durch ihn hat diesem gegeben diese Gesundheit
(völligen Wohlstand des geraden Leiw), A.G. 3, IS.
Büchner's Hand-Voncord.
Der Mensch war über 40 Jahr «tt, an welchem das Zeichen der Gesundheit (Heilung) geschehen war. A.G. 4, 22.
Und die Blätter dienen zur Gesundheit (Medicin) der Heiden (Völker), Offb. 22, 3. (sliMer ß. 3.)
Gethsemaue
Ocl-Kelter-Thal. Ein Maierhof unten am Oelberge, Matth. 26, 36. Ueber die jetzigen Angaben der Lage des Gartens s. Robinson I. 389 ff.
Getöne
a) ein Getös, welches aus Angst entfleht, Esa. 22, 2. ö) Des Allmächtigen, ein Donnerwetter, Ezech. 1, 24.
Getränk
z. 1. Starkes Getränk war allerlei Most oder Getränk ans Früchten, z. B. Datteln, Feia.cn, Aepfeln, Gerste auf verschiedene W.'i''e zubereitet, 5 Mos. 29, 6. An einigen Orten nn Gbräischen 4 Mol. 28, 7. scheint es den stärksten Wein zu bedeuten. Branntwein war damals noch nicht gewöhnlich. Aaron un< seine Söhne durften kein starkes Getränke trinken,
3 Mos.M», 9. Mußten sily die Nazaräer enthalten, 4 Mos. 6,3. ingl. Simsons
Mutter, Richt. 13, 4. 7. Hatte Hanna nicht getrunken, i Sam. i, 15. ingl. Johannes
nicht, Luc. i, 15. Der Wein macht lose Leute, und starkes Getränk macht wild,
Sprw. «0, i.
O nicht den Fürsten starkes Getränk. Sprw. 31, 4. Gebet starkes Getränk denen, die umtommen sollen, ib. v. s.
(Zur Erqnickung.) Gutes sstarkcs) Getränke ist bitter denen, so es trinken, Efa.
24, 9.
Dazu sind diese auch vom Wein toll geworden, und taumeln
vom starken Getränke, Esa. 28, 7. Tanmelt, doch nicht vom starken Getränke, Efa. 29, 9.
z. 2. Gsaias sagt in seiner Bußpredigt c. I, 23. Dein Getränk mit Wasser uermischt, und zielt
ohne Zweifel kuf die Menschensatzungen Matth. 15, 6. wie denn aus Christi Ermordung v. 21. offenbar, daß die Weissagung auf das N. Test. geht. (Oder richtiger: Deine Frömmigkeit ist mit vieler Unlauterkeit vermischt.)
Getreide
Feldfrüchte, die zur Erhaltung des menschlichen Lebens dienlich.
Schüttete Joseph auf in Egppten, 1 Mos. 41. 49. 35. Holten Jacobs Söhne daselbst, i Mos. 43, i ff. A.G. 7. 12. Ein Mann von Salisa brachte dem Elisa neues Getreide (frischt
«örner «och in Hiilsen), 2 Kön. 4, 42. Du lässest ihr Getreide wohl gerathen lc., Ps. 65, 10. Auf Erden, oben auf den Bergen, wird das Getreide dick stehen,
Ps. 72, is. Ich will dein Getreide nicht mehr deinen Feinden zu essen gc-
ben. Esa. s2, 8. Das Getreide ist verdorben, der Wein steht jämmerlich, Ioei
i, itt. - warfen das Getreide ins Meer, A.G. 27, 36.
Getreu, s. Treue
§. 1. I) Von GOtt, dessen Treue offenbart sich in der a) Gütigkeit, ba er den Menschen alles Gute geben will; b) Barmherzigkeit, da er den Menschen im Elend beisteht und ihnen aufhilft; c) Wahrhaftigkeit, da er Treue und Glauben in seinen Versprechungen beweist; o) Allmacht, da er Alles, was nützlich und heilsam, den Menschen angeoeihen läßt.
GOtt ist getreu, der euch nicht läßt versuchen über euer Vermögen, i Cor. 10, 13.
Getreu ist er, der euch rufet, welcher wird es auch thun, i Thess. S, 24.
z. 2. II) Von Menschen a) aufrichtig in Wort und That, ohne Betrug; b) beständig.
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