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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Gleiten ? Glück.
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Gleiten
Abweichen oder glitschen mit dem Fuß, Sprw. 25, 19. z. B. auf dem Eise. Es kann auch vom Austreten der Knöchel gebraucht werden. Es wird oft von sündlichcn Fehlern und Uebereilungen, Ps. 73, 2. aber anch von Strafen GOttes und Unfällen gebraucht, Ps. 121, 3. Ier. 23, 12. Sir. 28, 30.
Zu seiner Zeit soll ihr Fuß gleiten, 5 Mos. 32, 35.
Du machest unter mir Raum zu geben, daß meine Knöchel nicht gleiten, 2 Sam. 22, 37. Ps. 18. 3?.
Erhalte meinen Gang auf deinen Fußsteigen, daß meine Tritte nicht gleiten, Ps. 17, 5.
Du hast meine Seele vom Tode errettet, meine Füße vom Gleiten (Hustoßtn), Pf. 5S, 14. Pf. 116, 8.
Glied
8- 1. a) Des menschlichen Leibes; auch von Thieren, 3 Mos. 22, 23. Hiob 41,14. Keiner ^oll Priester werben mit ungewöhnlichem Gliede, 3 Mos.
21, 16. (vcssen Glieder, ;. G. Mße, Hiinde zu kurz oder zu
lang ft»o.)
Alle meine Glieder find wie ein Schatten, Hiob 17, ?. Es ist dir besser, daß eines deiner Glieder verderbe, und
nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde, Matth.
5, 29.
Begebet nicht der Sünde eure Glieder zu Waffen der Ungerechtigkeit :c. Röm. 6, 13. 19. Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, Röm. 7,
23. (Gesetz ß. 9.) Gleichwie Ein Leib ist, und hat doch viele Glieder, alle Glieder
aber Eines Leibes, wiewohl ihrer viele sind, sind sie doch
Ein Leib; also auch Christus (ists auch mit dem geistlichen
Ltibe Christi, seiner Kirche, beschaffen), 1 Cor. 12, 12. 14. 15.
16. 19. Und so Ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so Gin
Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder mit,
1 Cor. 12, 26. Also ist auch die Zunge ein kleines Glied, und richtet große
Dinge an, Iac. 3, 5. 6. Kommt es (Streit) nicht daher, aus euren Wohllüsten, die da
streiten in euren Gliedern, Iac. 4, i.
§. 2. b) Ein Glied des geistlichen Leibes Christi, nämlich seiner Kirche. Ein Gläubiger, Eph. 4, 16. 25.
Denn gleicherweife, als wir in Einem Leibe viele Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschäfte haben; also sind wir viele Ein Leib in Christo, aber unter einander ist Einer des Andern Glied, Röm. 12. 4. 5.
Wisset ihr nicht, daß eure Leiber Christi Glieder sind? Sollt ihr nun die Glieder Christi nehmen, und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne! 1 Cor. 6, 15.
Ihr feid aber der Leib Christi, und Glieder, ein Jeglicher nach seinem Theil, 1 Cor. 12, 27.
Wir sind Glieder seines Leibes lc., Eph. 5, 30. (Gebein §. 4.)
§. 3. c) Ein Glied des Leibes der Sünde; sowohl die böse Lust, als auch die wirkliche Sünde, welche beide bei den Menschen die himmlischen Gedanken ersticken. Die Sünde herrscht in den Gliedern, und bricht anch durch die Glieder aus. So tödtet nun eure Glieder, die auf Erden sind, Col. 3, 5.
§. 4. o) Ein Geschlechtsglied, 1 Mos. 50, 23. 5 Mos. 7, 9. 2 Kon. 10, 30. Hiob 42, 16. Ps. 109, 13.
Ich, der HGrr, dein GOtt, bin ein starker eifriger GOtt, der da heimsuchet der Väter Missethaten an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen, 2 Mos.
20, S.
Der du bewahrest Gnade in tausend Glied, 2 Mos. 34, 7. Alle Glieder von Abraham bis auf David sind vierzehn Glieder ic., Matth. 1, 17.
§. 5. In diesen 3 mal 14 Gliedern sind zwei Schwierigkeiten, a) Matth. 1. 8. Joram zeugete Ma, da ist nach 1 Chr. 3, 11.12. Amazia, Ioas und Ahasias ausgelassen. Es ist also diese Zeugung nicht unmittelbar geschehen, sondern durch den Urenkel. Was der heilige Geist eigentlich für Ursache gehabt, diese drei zu übergehen, ist uube-kannt; vielleicht ist es wegen bequemerer Zählung
der 14 Geschlechter, zur Bewirkung der Zahlengleich-heit in allen drei Abtheilungen oder auch wegen der Unwürdigkeit dieser 3 Glieder, als welche aus dem, dem Fluche verfallenen Geschlechte AHabs von mütterlicher Seite stammten, 2 Kön. 8,17. 18., geschehen, b) v. 11. muß man mit guten griechischen Exemplaren lesen: Josia zeugete IoMim, 1 Chr. 3, 15. Iojakim zeugete Iechonia. Es erfordert solches unumgänglich die Zahl der Personen, sonst kämen entweder in dem andern 14. Glied, oder im dritten Einer zu wenig; und zwei IechoniaS anzunehmen, wäre gezwungen.
Gliedmaß
a) Ein Glied des Leviathan, Hiob 41,14. b) von Menschen, 2 Macc. 7,11. 22.
Glimmend
Sowie das zerstoßene Rohr, Bild der durch wahre Buße ganz gebrochenen, geoemüthigten, in sich tVine Kraft uno keinen Muth mchr fühlenden Herzen ist, die IEsns nicht noch vollends eutmuthigen und verwerfen, vielmehr stärken und aufrickten will: so ist das glimmende Tocht Bild der SchwachMu-bigen, in denen nur noch ein ssnnke von Glaubenslicht, Matth. 5,15.16. und Hoffnung der Besserung und Rettung ist. Diesen will IEsus nicht die Hoffnuug nehmcn, sondern sie ansacken; er will auch des geringsten Keimes des Guten, der schwächsten Regung schonen, und den klauben dul'ch seinen heiligen Geist, mittelst des Evangeliums und des Sacramentes des heiligen Abendmahls mehren und stärken 2c.
Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und das glimmende Tocht wird er nicht auslöschen, Esa. 42, 3. Matth.
12, 20.
Glück
z. 1. Hielten die Heiden für eine Göttin. Aus dem geschwinden und unvermuthcten Ausganq der Dinge sieht man, ob es ein gutes oder widriqes Glück. Glück begreift alles Gute, was ein Mensch zu seines Leibes und der Seele Wohl begehren mag. Aller Segen, Heil, Wohlergehen, guter Fortgang zu einer Sache rühret von GOtt, und nach seiner all-weisen Wunderregierung elhält Dieser und Jener Gelegenheit, sich in einen erwünschten Zustand zu setzen, ilnd nach seinem Wunsch zu lebcu. Christen überlassen sich der Vorsicht ihres Schöpfers, und sind bereit es anzunehmen, es komme nach seinem heiligen Willen, wie es wolle. Der Ps. 73. ist Trost und Warnung wider das Aergerniß, das man an der Gottlosen Glück nehmen kann. Denn viele Menschen hegen das falsche Vorurtheil: wem es in der Welt glücklich gehe, der müsse ein Kind GOttes sein, und bei GOtt in besondern Gnaden stehen; wem es aber übel gehe, der sei ein Gottloser: da es doch nach dem Zeugniß der Schrift, und der täglichen Erfahrung, oft den Frommen auf der Welt übel, den Gottlosen aber wohl geht, wie besonders an Lazarus und dem reichen Manne zu sehen, Luc. 16, 19 ff. s. auch Ps. 37, 1. 2. Sprw. 1, 26. Durch Joseph ^ab GOtt Glück, 1 Mos. 39, 3. Und wirst auf demcn Wegen kein Muck haben, 5 Mos.
28, 29.
Glaubet seinen Propheten, so werdet ihr GlüF haben, 2 Chr.
20, 80.
Und der HErr, dein GOtt, wird dir Glück geben m allen Werten deiner Hände, 5 Mos. 30, 9.
Sein (des Gottlosen) Glück wird sich nicht ausbreiten im Landt, Hiob 15, 29.
Es muffe Friede sein nur in deinen Mauer», und dein Glück (Nuhe) in deinen Palliitten, Pf. 1Z2, 7. S.