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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Vecken ? Legen.
V91
zur Abgötterei mit einem vor Brunst laufenden Wild, dem der Odem zu enge wird, Ier. 2, 24.
verglichen.
Die Erde lechzet (ist vor Vürre aufgesprungen), weil es nicht regnet auf die Erde, Ier. 14, 4. Wie ein Fußgänger, der durstig ist, lechzet, Sir. 26, IS.
Lecken
Wird von Hunden gebraucht. Nicht. 7, 5?7. vom Feuer, welches oas Wasser verzehrt, 1 Kön. 18, 38. Den Staub lecken, ist ein Zeichen der Knechtschaft, Unterthä'mqkeit und Ehrerbietung, Ps. 72, 9. Esa. 49, 23. Mich. 7, 17. AhabB Vlut sollten die Hunde lecken, 1 Kon. 21, 19. c.
22, 38.
Leckten des LazaruZ Schwären, Luc. 16, 81. Von Ps. 68, 24. (S. Glut ß. 6.)
Ledig
z. 1. a) Frei>1 Mos. 44, 10. von der Knechtschaft, 2 Mos. 21, 2. b) einsam, 2 Sam. 13, 20. c) unverhcirathet, 1 Cor. 7, 32. Laß ledig, welche du beschwerest, Esa. 58, 6.
8. 2. Der ledige Dock. 3 Mos. 16, 8. 10. 26. heißt Asasel, und bedeutet den Teufel, dem dieser andere Bock, nachdem auch über ihu die Versöhnung geschehen, und man also von GOttes Seite nichts unterlassen, zugeschickt worden; um anzudeuten, daß wer nicht die göttliche Versöhnung durch Christum, nachdem sie ihm angeboten, annehmen wolle, besonders die Juden, dem bösen Geist solle übergeben werden, daß er ihn in der Zeit und Ewigkeit quäle. (Die Erklärung von einem Kakodä'mon, welche auch Neuere, z. B. Dretschneider Handbuch I. S. 659. Gesenms I.6X. x. 749. 750. und Andere, s. Winer Neal-Wörterbuch II, S. 765?767. haben, ist von Letzterem und von Iahn Nachträge zu seinen theologischen Werken S. 76. bestritten worden. Letztere übersetzen: den Bock zur Absonderung, oder Wegschaffung; als Zeichen der Tilgung der Sünden.) Auch Bähr, Symbolik II. S. 665-668. bestreitet die Erklärung des Asasel vom Teufel, und überfetzt mit Tholul^ Vr. an die Hebr. Beil. 2. S. 80. nach der Steigerungsform, der, I>6aiMi-Form, ?zu völliger Hiuwegschaffung", von ?s^?, removit. Da am Feste der Versöhnung die umfassendste, höchste Sühne geschah, so sollte dies anch versiunlicht werden, dadurch, daß nach der Vlutbesprengung die Sünden noch außerdem in die Wüste fortgetragen wnrden. Es war kein für sich bestehender Sühnact, sondern nur ein außerordentlicher Zusatz zu dem eigentlichen Sühnact, um das, was dieser darstellte, die Sündentilguug, noch zu verstärken. Der erste Bock stellte das Bedecken, der zweite das gänzliche Wegschaffen der zugedeckten Sünde in die Wüste dar; also an einem Orte der Oede und Leere, wo es an alle dem mangelt, wodurch sich GOtt in seiner Herrlichkeit bezeugt; also im Gegensatz, zu dem Orte, wo Iehova diese offenbart. Oähr 1. o. S. 678? 692. Hengstenlirrg, Christologie I. 1, 37. erklärt: ?Man entsagte durch diesen Act dem Reiche der Finsterniß und seinem Fürsten, man sandte ihm gleichsam die Sünden zurück, zu denen er verführt, und wodurch er sich das Volk oder Einzelne zu eigen zu machen gesucht hatte; man drückte symbolisch die Wahrheit aus, daß der, welchem GOtt Versöhnung ertheilt, frei ist von der Gewalt des Bösen." Dagegen bemerkt Mhr S. 687., daß im Mosaischen Cultus Ichova mW der Teufel nie neben einander gestellt werden, daß dies leicht in den Augen des
Volkes den Schein einer Gleichstellung beider Wesen hätte haben, und den Monotheismus verdunkeln können. (Mau kann ihn auch als ein Vorbild von Christo ansehen, denn 1) wie demselben mit einem öffentlichen und eigentlichen Bekeuutniß alle Sünden des Volks auf sein Haupt gelegt, und er also anstatt des ganzen Volks dargestellt wurde: so ist dieses auch mit Christo geschehen, Esa. 53, 6. 2 Cor. 5, 21.; 2) wie der ledige Bock nach aufgelegter Sünde, wie ein Fluch und Fegopfer gehalten, auch gegen ihn ansgcspieen, und er als ein Scheusal aus den Augen des Volks hinweggejagt wurde: so war dies eine Figur von dem zuküuftigeu Leiden des Mcssias; und 3/daß der Bock ledig gelassen wurde, deutete auf die glorreiche Auferstehung des zuküufti-gen Weltheilandes; 4) gleichwie der Bock alle auf ihn geladenen Süuden des Volks mit sich in die Wüste hinwegnahm, also würde der Messias die Sünden des ganzen menschlichen Geschlechts nicht allein durch eine Zurechnung, als der Bürge, über sich nehmen, sondern auch hinwegnehmen, und ab-thnn, Esa. 53, 5. Joh. 1, 23.) Vielleicht hat er auch die Predigt Christi unter den Heiden bedeutet, nachdem ihn die Juden verworfen, welche ja zuvor dem bösen Geiste in den Götzen gedient.
Leer
1) Von Gefäßen, 2 Kön. 4, 3. 2) ungestalt, ungcbaut, ohne Bäume und Gras ?c. 3) verwüstet, der Einwohner, Gebäude und aller Zierde beraubt, Esa. 29, 8. 4) ohue Lohn, Geschenk und Gaben, 1 Mos. 31, 42. 2 Mos. 3, 21. 5 Mos. 15, 13. Nuth 3, 17. 1 Sam. 6, 3. 5) ohne Opfer, 2 Mos. 34, 20. 5 Mos. 16, 16. 6) arm und verlassen, Nuth 1, 21. 7) matt und kraftlos, Esa. 29, 8. 8) ohne Hülfe und Beistand, Hiob 22, 9. 9) ohne alle Wirkung, vom Worte GOttes, Esa. 55, 11.
2) Die Erde war wüste und leer, I Mos. 1, 2.
3) Der HErr macht das Land leer und wüste, Esa. 24, 1.
4) Ich will diesem Volk Gnade geben vor den Egyptern, daß, wenn ihr ausziehet, nicht leer ausziehet, s Mos.
3, 21.
Hilf dem Armen ? und laß ihn in der Noth nicht leer von dir, Sir. 29, 12.
5) Erscheinet aber nicht leer vor mir, 2 Mos. 23, 15
Legel
Ein Fäßchen, Flasche, Schlauch, aus Leder gemacht, 1 Sam. 16, 20. c. 25,18. 2 Sam. 16, 1. Ier. 48, 12. Bei Ieremias c. 13, 12. sollen alle Eiuwohncr im göttlichen Gericht verwirrt und voll, d. i. gleichsam taumelnd werden.
Legen
§. 1. Sachen, Körper an einen Ort bringen^ a) einen Grundstein, Esa. 28. 16. Röm. 9, 33. 1 Cor. 3, 10. 11. von Christo, s. Eckstein z. 1. Grund §. 5. GOtt leget die Tieft ins Verbor-gene, Ps. 33, 7. hebr. er hat die Meeresgewässer gleichsam wie in Schatzkammern, in Behältnissen, in den Abgründen der Erde aufbewahrt, daß sie nicht herausbrechen können, Sprw. 8, 29. Gph. 1, 4. der Welt Grund legen, b) Geld, als zinsli'ches Capital wo anlegen, oder aufsparen; c) etwas zurücklegen für den künftigen Gebrauch; d) einem zu tragen etwas aufleqen, 1 Mos. 21, 14. der Hagar, c. 22, 6. dem Isaac das Holz, 2 Mos. 3, 22.' die Gefäße der Aegyvter den Israeliten; e) begraben, 1 Kön. 13, 3i! Marc. 6, 29.
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