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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Beuchter ? Manon.
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Leuchter
§.1. I) Cm Werkzeug, worauf man ein Licht steckt, daß dieses Men, welche im Hause sind, leuchte, Matth. 5, 15. Marc. 4, 21. (Hier ist es Vild eines Amtes, Wirkungskreises, z. B. der Kanzel, wohin GOtt schon den ohne sein Treiben stellen wird, den er zum Licht für Andere bestimmt hat; zugleich aber auch erinnert, daß es für einen solchen Pflicht ist, hervorzutreten.)
Dergleichen ließ man in Elisas Kammer setzen, L Kon. 4, 10. War im Saal Belsazers, Dan. 5, 6.
z. 2. II) Der goldene in der Stiftshütte, 2 Mos. 25, 31 ff. Ebr. 9, 2. war von Gold, mit einem Stiel und 6 Nö'hren, worauf 7 Lampen, eine auf dem Schaft und auf jeder Ro'hre eine, standen, welche des Abends angezündet wurden und die ganze Nacht brennen mußten, des Morgens aber wieder ausgelöscht wurden. Nach A. brannten sie auch bei Tage, oder wenigstens in der Stiftshütte drei, wegen Mangel des Lichts, das im Tempel durch die Fenster hineinfiel. Er ist ein Symbol des geistigen Lichts, das GOtt immer in der Kirche erhalten will; daß die Lampen nur vom heiligen Feuer des Vrandopferaltars durften angezündet werden, deutet an, wie alles wahre Licht nur dem Licht des göttlicheu Wortes entnommen sein muß. Näher beschreibt die Vedeutuug Bahr I. 412 ? 419. 439 bis 457. so: Der Leuchter, offenbar nicht bloß zur Erhellung des sonst dunkeln Heiligen bestimmt, war Symbol, aber nicht der Sonne, der sieben Planeten, was leicht auf den, dem Mosaismus ganz fremden Gestirndienst führen konnte; sondern Symbol des himmlischen Lichts, des Geistes, der die himmlische Erkenntniß giebt. Die Siebenzahl ? Symbol des Heiligen ? deutet an, daß es eine reine heiligende, von Heiligung unzertrennliche Erkenntniß sei; das Licht leuchtet nicht Allen, sondern denen, die im Hei-ligthum sind; auch das reine Oel in den Lampen, die reine helle Flamme, weist auf reine Erkenntniß. Der Leuchter, Träger, Vermittler des Lichts, ist Vild des Wortes und der ganzen Anstalt, die das Wort halt. Er hat die Fignr eines Banms: da das Wort frnchttragend ist. Die Mandelblüthenkelche bilden die Zuverlässigkeit des Wortes, über welches der HErr wacker ist, Ier. 1, 4 ff. 4 Mos. 17, 16 ff.; die Knäufe/ 2^N2I, Aepfel, der belebende,
erquickende Hauch des Wortes; die Blüthen, daß
daS Wort grünt und blüht und grünen und blühen
macht.
Salomo ließ 10 Leuchter machen, 1 Kön. 7, 49.
z. 3. III) Figürlich die Kirche. Wie ein Leuchter das Licht, so hält die Kirche das Wort, welches ein Lickt auf unsern Wegen, Offb. 1, 12. 13. 20. daher sieht Zacharias c. 4, 2.11.12. einen Leuchter, als ein Vild der Erhaltnng der Kirche durch GOttes Kraft. Christns ist Kirchenherr, Offb^ 1, 13.
z. 4. IV) Die gnädige Predigt des reinen Wortes GOttes, Offb. 2, 5. Wenn Christns den Leuchter umstößt, so ist es ein Gericht wegen Verachtung oder Nichtgebrauchs der evangelischen Predigt.
Levi
Zugethan, a) Der dritte Sohn Jacobs von der Lea, 1 Mos. 29, 34. b) der Zuname des Matthäus, Marc. 2, 14. Lnc. 5, 27. e) ein Sohn Melchis, Luc. 3, 24. a) Zieht mit in Canaan, i Mos. 31, 17. 18.
Hilft die Sichennter erwürgen, i Mos. 24, 25. zieht mit nach Ggypten, c. 46, i. zeugt 3 Söhne, c. 46, 11. stirbt, 2 Mos. o, 16. 17.
Leviaihan
Bedeutet den Wallsisch oder anch das Krokodil, und nnter dessen Bilde alle großen, ungeheuren Fische, Hiob 3, 8. c. 40, 20. Den Antichrist, Esa. 27,1. (S. Krumm.)
Leviten
z. 1^ I) Alle, die aus dem Stamm Levi entsprossen; gewöhnlich aber die, welche unter demselben nicht von dem Geschlecht Aarons waren, sondern bei dem Gottesdienst, wo sie Gesang und Musik leiteten, den Priestern zur Hand gingen, als Thürhüter und dergleichen Aufwärter fungirten und vornehmlich von dem Zehnten ihren Unterhalt hatten; fönst aber meist mit Studiren und Unterrichten sich beschäftigten. Wurden von GOtt für alle Erstgeburt genommen, 4 Mos. 3,
12. 41. c. 8, 18. Kamen vor dem 30. Jahr nicht zum Dienst und im 50. Jahr
wurden sie frei, 4 Mos. 4 und 8. Wie sie zum Dienst eingeweiht wurden, 4 Mos. 8, 6. 7. Ihr Amt und Verrichtung, 4 Mos. 1, 50 f. c. 3, 4. c. 8, 5.
5 Mos. 10, 6. Iof. 3, 6.
Werden von David in 4 Ordnungen getheilt, 1 Chr. 24?27. Hatten kein befonderes Erbe, 3 Mos. 10,12. c. 25, 32. 4 Mos.
18, 21. 24. Iof. 13, 14. Sir. 7, 31 lc. Hüte dich, daß du den Leviten nicht verlässest, fo lange du auf
Erben lebest, 5 Mos. 12, 19.
§. 2. II) Werden auch in den Prophezeiungen, wenn die Kirche N. T. mit levitischen Worten beschrieben wird, die Priester N. T. verstanden, Efa. 66, 21. Ier. 33, 18. 22. welche nach Art des N. T. opfern, vergl. Mal. 1,11. 1 Petr. 2, 5.
Leute, Leutlein
Menschen, viel oder wenig. Leutlein, A.G. 28, 2. 4. griech. Barbaren, Leute einer fremden Sprache. Die Leute zu Sodom waren böse, i Mos. 13, 13. zu Gibea,
Richt. 19, 22. Völker müssen dir dienen und Leute müssen dir zu Fuße fallen,
i Mos. 27. 29.
Wie hat er die Leute fo lieb! 5 Mos. 33, 3. Du siehest die Schatten der Berge für Leute an. Richt. 9, 36. Denn er kennet die lofen Leute (titeln Menschen), Hiob
11, 11.
Ja, ihr feid die Leute, mit euch wird die Weisheit sterben, Hiob
12, 2.
Der Geist GOttes ist in den (demüthigen) Leuten, Hiob 32, 8. Warum toben die Heiden, und die Leute reden fo vergeblich?
Pf. 2, i. Von den Leuten deiner Hand, HErr von den Leuten dieser
Welt, Pf. 17, 14. (Die uon der Welt find, Joh. 15, 19.) Ich sitze nicht bei «iteln Leuten, Pf. 26, 4. Große Leute fehlen auch, Pf. 62, 10. Die Völker freuen sich ? daß du die Leute recht richtest, Pf.
67, 5.
Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will, Pf. 95, 10. Ein Weifer nimmt sich der Leute herzlich an, Sprw. 11, 30.
(S. Annehmen §. 4.)
Vöfe Leute merken nicht aufs Recht, Sprw. 23, 5. Man lügt gerne auf die Leute, Sir. 19, 15. Alles, was ihr wollet, daß euch die Leute thun sollen lc., Matth.
7, 12.
Leutselig, Leutseligkeit
GOtt hat eine unermeßliche und unaussprechliche Liebe den armen Menschen erwiesen, Tit. 3,4. vergl. 1 Joh. 4, 9.
Libanon
Weisenberg, a) Ein großes und hohes Gebirge, welches daS gelobte Land von Phönicien und Syrien scheidet, 5 Mos. 1, 7. c. 3, 25. ss. Ceder.) b) ganz Iudäa, Esa. 33, 9. c. 37, 24. c) San-heribs Kriegsheer, Esa. 10, 34. d) das Heidenthum,