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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Narrenmaul ? Nazareth.
n) Hast du genanet und zu hoch gefahren, und Böses vorgehabt:
so lege die Hand aufs Maul, Sprw. 30, 3Z. b) Sei nicht allzugottlos (häuft nicht frech Gottluftykeit, wenn
du u. 16. andre Guttlase ungestraft siehest), und narre nicht,
daß du nicht sterbest zur Unzeit (vor dem bestimmte« Lebens-
ziel), Pred. 7, 18.
Narrenmaul
Einer, der unbesonnen Unweises redet. Wer ein Narrenmaul hat, wird geschlagen, Sprw. in, 3.
Narrentheiding
Possen, ungereimte, Lachen erregende Neden, welche nicht zur Erbauung dienen, sind ein Zeichen eines nnreinen Herzens und schicken sich zu einem heiligen Wandel eines Christen gar nicht, Eph. 5, 4.
Narrheit
WaS ohne Verstand und Witz geschieht. Vernnnft-und kraftloses Geschwätz. Unvernünftige Thaten, wobei man GOttes Wort aus den Augen setzt,
1 Mos. 34, 7. Sprw. 14, 18.
HErr, mache den Rathschlag Ahitophels zur Narrheit, 2 Sam.
15, 31. Ein Narr breitet Narrheit aus, Sprw. 13, 16. c. 12, 23.
c. 14, 13. c. 15, Z. Die Zucht der Narren ist Narrheit ser führt sich und Andre in
UnglUck), Sprw. 16, 22. EZ ist besser einem Bären begegnen, dem die Jungen geraubt;
als einem Narren in seiner Narrheit, Sprw. 17, 12. Wer antwortet, ehe er höret, dem ist es Narrheit und Schande,
Sprw. 18, 13. Wie ein Hund sein Gefpeites wieder frißt; also ist der Narr,
der seine Narrheit wieder treibet, Sprw. 26, 11. Wenn du den Narren im Mörser stießest ? so ließe doch seine
Narrheit nicht von ihm, ib. c. 27, 82. Der Anfang seiner (des tlnrren) Worts ist Narrheit, Pred.
10, 13.
Ein Narr redet von Narrheit, und sein Herz gehet mit Unglück um, Gsa. 32, s.
Närrin, Närrisch
Uebel gezogen. Der sich nicht um das Heil seiner Seele bekümmert, Pred. 10, 3. Eine Närrin zerbricht es (dns Haus) mit ihrem Thun, Sprw.
14, 1.
An einem närrischen Volk (nligMtischen Heiden) will ich sie erzürnen, 5 Mos. 32, 21.
Du redest, wie die närrischen Weiber reden, Hiob 2, 10.
Ein närrischer Jüngling, Sprw. 7, ?. Mensch, c. 15, 20.
Sin Ungeduldiger thut närrisch, Sprw. 14, 17.
Auch ob der Narr selbst närrisch ist in seinem Thun; noch hält er Jedermann für Narren, Pred. 10, 3.
Nase
§. 1. Die Weinreben an Hie Nasen halten,
Ezech. 8, 17. war eiu abgöttischer Gebrauch, an den schändlichen Vacchnsfesten üblich, wo sie die Weinreben auf- und niederschwangen und auch öfters an die Nasen hielten und küßten. Und blies ihm einen lebendigen Odem in seine Nase, 1 Mos.
2, 7.
Sie haben Nasen und riechen nicht, Ps. 115, 6.
Wer die Nase hart schnauzet, zwingt Blut heraus, Sprw.
30, 33. So lasset nun ab von dem Menschen, der Odem in der Nase
hat, Esa. 2, 22. (S. Mensch ß. 9.) Ich will dir einen Ring an deine Nase legen, Esa. 37, 29. 2 Kön.
19, 28. (Deinem Trutz Einhalt thun.)
z. 2. Nasen und Dhren abschneiden^ Gzech. 23, 25. geschah bei den Egyptern den Ehebrecherinnen. GOtt will also die Inden um der geistlichen Hnre-rci willen in Schimpf und Verachtung gerathen lassen.
§. 3. Von GDtt. Dessen Mißfallen an der Sünde und die daher rührende gerechte Strafe,
2 Sam. 22, 9. 16. Ps. 18, 16.
8. 4. Von der Kirche, Hohel. 7, 4. die Gabe 5es heiligen Geistes, die Geister zu prüfen, von
Christi Zukunft und Verdienst recht zu lehren, 1 Cor. 12, 10. und Alles geistlich zu richten,. 1 Cor. 2, 13?15.
Nasir
Auserlesen, vortrefflich, gekrönt, 1 Mos. 49, 26. 5 Mos. 33, 16. Joseph hatte vor seinen Brüdern einen großen Vorzug.
Nathan
Geschenkt. 1) Ein Sohn Davids, 2 Sam. 5, 14. 2) eiu Prophet, der David wegen Ehebruchs strafte, 2 Sam. 12, 1.
SalomonB Lehrmeister, 2 Sam. 12, 35. salbt Salomo zum Könige, i Kön. 1, 34.
Nathanael
Van GDtt gegeben. Des Johannes Jünger, aus Cana, Joh. 21, 2. wird von IGsu gerühmt, Joh. 1, 47. Beispiel eines ehrlichen offenen Zweiflers, der nur aus herkömmlichen Vorurtheilen, nicht aus bösem, dünkelvollem Herzen zweifelte, und der daher nicht Zweifler blieb, sondern bald vom HErrn gewonnen wurde.
Natur
§. 1. I) Die Geburt und Zeugung, Gal. 2,15. II) Der verderbte Herzenszustand, in welchem der Mensch ohne die Einwirknng der göttlichen Gnade sich befindet. III) Das Wesen einer'Sache. IV) Die dem Menschen eingepflanzte Kraft der Erkenntniß und des Gewissens, Röm. 2, 14. 1 Cor. 11, 14.
2) Und waren auch Kinder des Zorns uon Natur, gleichwie auch die andern (Heiden), Eph. 2, 3. Rom. 11, 24.
3) Zu der Zeit, da ihr GOtt nicht erkanntet, dienetet ihr denen, die von Natur nicht Götter sind, Gal. 4, 8. (S. Erkenne» 8. 7.)
§. 2. Glaubige werden der göttlichen Natur theilhastig, 2 Petr. 1, 4. denn sie werdeu mit GOtt verewigt, und GOttes Bild wird in einer wiedergebornen Seele abgedrückt.
Natürlich
Es sind alle Menschen natürlich eitel, Weish. 13, i.
Ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch (den in
der Natur eingepstluyten Trieb) in den unnatürlichen, Röm. 1,
26. 27. Natürliche Zweige sind die Juden, GOtteZ Eigenthum, Röm.
11, 21. Der natürliche Mensch vernimmt nichts, i Cor. 2,14. (S. Geist
3. 6.) Es wird gesäet ein natürlicher Leib ic., der nur zum niedern
sinnlichen Leben geeignet ist, i Cor. 15, 44. (S. Geistlich
s. 2.)
Nave
Wohnung^ so nennt Sirach c. 46,1. oen Iosua.
Nazaräer
Oder Nafira'er. Ein Abgesonderter oder Verlobter. Derjenige, welcher sich durch ein Gelübde entweder auf Zeit seines Lebens oder nur auf gewisse Zeit, A.G. 18, 18. von Andern abgesondert, Klaget. 4, 7. Amos 2, 11. 12. Ihr Gesetz steht 4 Mos. 6, 2 :c.
Z. B. Simson, Nicht. 13, 5. Samuel, 1 Sam. 1, 10. 1l. 2t. Johannes, der Täufer, Luc. i, is.
Nazareth
Grüner Zweig. Weil es ein geringes Städtchen in Galiläa war, so nannten die Juden Christum, indem er da erzogen, Lnc. 2, 39. Matth. 2, 23. einen Nazarener. Daß IEsns hier anfwuchs.