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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Raddai ? Rath.
in Alles eingreifenden, Alles beobachtenden, und bei allem Anschein der Verwirrung doch alle durch einander laufenden Ereignisse zu Einem Ziele, ohne irgend einen Rückschritt, und zum Besten seiner Kirche lenkenden Negierung GOttes.
i. Raddai; 2. Raema
1) Herrscher. Ein Sohn Isais, 1 Chr. 2, 14. 2) Zubrecher. Ein Sohn Chus, 1 Mos. 10, 6. 7.
Raemsts
Freudendünner. Eine Stadt in Unteregypten am östlichen Ufer eines Nilarms, im Nomos Gosen; ob Heliopolis, oder Pelusmm, oder Heroopolis, ist ganz unsicher, 1 Mos. 47, 11. 2 Mos. 1, 11. c. 12, 37. Robinson, Palästina I. 88 ff. setzt diese Stadt an das Thal des alten nach Sues gehenden Canals, welcher der königliche oder heroopolitanische Canal genannt wird, wo bei dem Dorfe Abu-Krischeid noch die Ruinen von Racmses liegen. Von hier nach der Spitze des Meerbusens beträgt die Entfernung etwa 35 engl. (--- 7 deutsche) Meilen, die von den Israeliten ganz gut in drei Tagen zurückgelegt werden konnten.
Raffen
Die sich heilig und rein dünken, sollen aufgcrie» ben werden, Esa. 66, 17. (An sich reißen, Hab. 2,5.)
l. Rages; 2, Raguel
1) Schaum. Einc Stadt in Medien, Tob. 1, 16. 2) GOttes Hirte. Tobias Schwätzer, Tob. 6, 12.
Rahab
Weit ausgebreitet, a) Eine Gastwirthin, Ios. 2, 3. c. 6, 17. 22. früher der Hurerei ergeben; die aber durch Iehovas gewaltige Thaten aufgeschreckt, Ios. 2, 9. Ebr. 11, 31. Iac. 2, 25. dem heidnischen Wesen entsagte, Ios. 6, 25. und gewürdigt wurde, eine der Stammmütter des Messias zu sein, Match. 1, 5. Ruth 4, 21. b) EgYPteu, Esa. 30, 7. Ps. 87, 4.
Du schlagest Rahab zu Tode (dn hast Egypten niedergemacht wie «inen Mnnn), Ps. 89, 11.
Rahel
Sch«f.
Labans Tochter, 1 Mos. 89, 10. ist unfruchtbar, 1 Mos. 30, 23. gebiert Joseph, ib. stiehlt ihres Vaters Götzen, c. 31, 19. stirbt über der Geburt Benjamins, c. 35, 18.
Rahel beweinete ihre Kinder, und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen, Matth. 2, 13. (S. Semei-mn §. 2.)
1. Ram; 2. Rama
1) Hoch. Ein Sohn Hezrons, Ruth 4, 19. 2) Höhe. n) Eine Stadt im Stamm Benjamin, Ios. 18, 25.
b) Auf dem Gebirge Ephraim, 1 Sam. i, 1. sonst Arimathia, Matth. 27, 57.
c) Noch eine auf eben diesem Gebirge, i Kön. 15, 17. ZI.
d) Auf dem Gebirge Gilead, 1 Kön. 22, 3.
e) Im Stamm Ifaschar, i Chr. 7, 73.
f) Im Stamm Naphthali, Ios. 19, 36.
y) (OG) der Ort, wo Simson 1000 Philister schlug, Richt. 15, 17.
Ramoth
I) Eine Stadt im Stamm Gad, 5 Mos. 4, 43. Ios. 20, 8. II) Ein uubekannter Edelstem, Hiob 28, 18.
Ränke
Allerhand listige, verkehrte und wider den Nutzen des Nächsten läufende Anschläge, Sir. 29, 26. (a. 23.)
Sie erdichten Schalkheit, und halten es heimlich, sind verschlagen, und haben geschwinde Ränke, Ps. 64, 7.
Die mit bösen Ränken umgehen, werden fehlen, Sprw. 14, 22.
Ranken
Wildes Gewächs, einem Weinstock ähnlich, das bittere Frucht trägt, 2 Kön. 4, 39.
1. Rapha; 2. Raphael
1) Verdrossen. Ein Riese, 2 Sam. 21, 16. 2) GOttes Arzt. Der Name eines Eugels, Tob. 3, 25. c.5, 6. 18.
i. Raphaim; 2. Raphidim
1) Riefenthali Ios. 15, 8. 2) Handarznei. Das 11. Lager der Israeliten, 2 Mos. 17, 1. 8. c. 19, 2.
Rappuse
Etwas Preis geben, daß es raubt, wer da mag und kann, Ier. 15, 13. Gzech. 23, 46.
Rasen
Unsinnigkeit. Gottlose nannten die Propheten Rasende. 2 Kön. 9, 11.
Der HErr wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Rasen des Herzens, 5 Mos. 28, 28. vergl. Rom. i, 29. David stellete sich rasend, 1 Sam. 21, 15. Paule, du rasest, die große Kunst macht dich rasend, A.G.
26, 24.
Rasseln
Ein starkes Geräusch und Gepolter von sich geben, Richt. 5, 22. Ier. 47, 3. Joel 2, 5. Nah. 2, 5. c. 3, 2. Offb. 9, 9.
Rath
§. 1. Oousiliuin. ^) Von Menschen. I) Eine a) vernünftige Negel der Klugheit, welche aus der Beschaffenheit der Umstände der Sachen, mit denen man zu thun hat, gemacht wird, und angiebt, wie man etwas ausführen soll, daß man GOttes Ehre, seinen und des Nächsten Nutzen befördere, b) Ein unvernünftiger Nath setzt die Regeln der Klugheit, GOttes Ehre und des Nächsten Nutzen aus den Augen.
ll) Es ist ein Volk, da kein Rath ist (dem nicht zu rathen ist) und kein Verstand in ihnen, 5 Mos. 32, 26.
Bei ihm (dem Alten) ist Weisheit und Gewalt, Rath und Verstand, Hiob 12, 13.
So wird dich guter Rath bewahren, und Verstand wird dich behüten, Sprw. 2, 11.
Wo nicht Nath ist (nämlich in Reg ierungs fachen), da geht das Voll unter, Sprw. 11, 14.
Eines weifen Mannes Nath (VerNano) wird gelobet, Sprw. 12, 8.
Wer Nath gehorchet, der ist weise, ib. v. IS. c. 19, 20.
Der Weisen Mund streuet guten Nath, ib. c. 15, 7.
Anschläge bestehen, wenn man sie mit Rath führet, Sprw.
20, 18.
Die Augen des HErrn behüten guten Rath, Sprw. 22, 12. (Er aiebt Segen zu solcher Erkenntniß.)
Mit Rath muß man Krieg sühren, Sprw. 24, 6.
Ein Freund ist lieblich um Raths willen der Seele (weil er der Seele mit Rath dienen kann), Sprw. 27, 9.
Ist denn kein Rath mehr bei den Klugen? Ier. 19, 7.
Es wird weder Gesetz bei den Priestern, noch Rath bei den Alten mehr sein, Ezech. 7, 26.
Wo du Rath bedarfst, so suche es bei weifen Leuten, Sir. 9,
21. Tob. 4, 19.
Ein vernünftiger Mann verachtet nicht guten Rath, Sir.
32, 22. Thue nichts ohne Rath, so gereuet dichs nicht nach der That,
ib. v. 24.