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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Mumm ? Rechenschaft.
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Und er führete mich aus in den (in einen weiten) Raum, Ps.
19, 20. Du stellest meine Füße auf weiten Raum, Ps. 31, 9.
Räumen
a) Aufräumen, 1 Mos. 24, 31. Gsa. 57, 14. b) aus dem Lande, Ier. 9, 19. aus der Welt geheu, 1 Cor. 5, 10.
Raummacher
Gab sei gelobet, der Raummacher, 5 Mos. 33, 20. (Gelobet sei GC»tt, welcher Gao ausgebreitet hat, 4 Mo f. 32, 33 ff.)
Raunen
Murmeln, heimlich einander ins Ohr reden, um Einen verhaßt bei dem Andern zu machen.
Alle, die mich hassen, raunen mit einander wider mich, und denken Böses wider mich, Ps. 41, 8.
Raupe
Ungeziefer, welches das Kraut und das Grüne von Bäumen abfrißt, 1 Kön. 8, 37. Ps. 78, 46. Joel 1, 4. c. 2, 25. Amos 4, 9.
Rauschen
z. 1. I) Ein Geräusch, Getöse von sich geben. Ein rauschendes Blatt, 3 Mos. 26, 36. von Füßen, 1 Kön.
14, 6. 2 Kön. 6, 32. von Flügeln, Gzech. 1, 24. E3 rauschet, als wollte es sehr regnen, 1 Kön. 18, 41.
8. 2. II) Von Unfällen, welche wie eine Fluth einbrechen. III) Von Christi Stimme. Sein Wort ist eine Stimme, welche in die Herzen dringt, und sein Evangelium läuft schnell, Offb. 1, 15.
Deine Fluthen rauschen daher, daß hier eine Tiefe und da eine Tiefe brausen, Ps. 42, 8.
Raute
Ein Kraut, welches das Gesicht schärfen, den Magen reinigen und wider die Pest gut sein soll, Luc. 11, 42. (S. Dahinten §. 2.)
l. Reaja; 2. Reba
1) Des HErrn Seher. 1 Chr. 4, 2. 2) Vierter. Ein midianitischer Fürst, 4 Mos. 31, 8. Ios. 13, 21.
Nebe
§. 1. I) Ein Weinrebe, der am Stock hervorgetrieben wird und sich durch viele Ausgänge ausbreitet, 1 Mos. 40, 10. 12. Esa. 18, 5. Die Kundschafter schnitten einen Reben ab, 4 Mos. 13, 24.
§. 2. Nicht. 8, 2. Die Nachlese Ephraims, als sie den Midianitern nach der Schlacht Gideons nachsetzten und Oreb und Seth unter ihre Gewalt brachten.
z. 3. II) Die Israeliten, welche von der edlen Familie der Patriarchen entsprossen, in Canaan gepflanzt und zu GOttes Eigenthum angenommen waren, daß sie ihm dienen sollten; aber sie schlugen aus der Art, Esa. 5, 2. Ezech. 17, 6. 7. besonders das Königreich Iuda, Ezech. 19, 10. 11. 12. 14.
Führet ihre Reben weg, denn sie sind nicht des HErrn, Ier. 5, 10.
z. 4. III) Die Gläubigen, welche als geistliche Reben an dem geistlichen Weinstock, Christo, Frucht bringen, Joh. 15, 5. indem sie nur aus Christo die geistlichen Lebenskräfte und Triebe empfangen, und ohne ihn ersterben müßten. Heuchler stehen nicht in der rechten Vereinigung mit Christo, und tragen lauter Heerlinge. Ihre Strafe ist das ewige Feuer, Joh. 15, 6. Offb. 14, 19. (S. Weinstock.) Büchner's Hand-Eoncord.
Er wird sein Füllen an den Weinstock binden und seiner Eselin
Sohn an den edlen Reben, 1 Mos. 49, 11. Einen jeglichen Reben an mir, der nicht Frucht bringet, wird
er wegnehmen, Joh. 15, 2. Gleichwie der Rebe kann keine Frucht bringen von ihm selber.
er bleibe denn an dem Weinstock; also auch ihr nicht, ihr
bleibet denn in mir, ib. v. 4.
Rebecca
Fette, dichte. Bei ihrer That, als sie den Segen von Esau auf Jacob brachte, 1 Mos. 27, 5 f. müssen wir auf GOtteS Regierung und Dispeusation sehen; in den Zweck GOttes stimmte der Erfolg der That; daß aber Rebecca glaubte, diesen Zweck durch selbst gewählte Mittel der Klugheit erreichen zu müssen, war sündliche Schwachheit. Bethuels Tochter. 1 Mos. 24, 24. ward an Isaac verheirathet,
c. 24. 67. unfruchtbar, c. 25, 21. fruchtbar, ib. gebiert Jacob
und Esau, v. 22. 28. ist in der zwiefachen Höhle begraben,
1 Mos. 49, 31.
Rebhuhn
Andere: Kuckuck, Aucrhahn. David sagt, GOtt werde nicht verhängen, daß sein Blut werde auf die Erde fallen, ob ihn gleich Saul wie einen solchen Vogel verfolge, 1 Sam. 26. 20.
Rechab, Rechabiten
Fuhrmann. Der Vater Ionadabs, 2 Kön. 10, 15. Ionadab aber hatte den Rechabitcn die Uebungen, Ier. 35, 6. 7. in der Mäßigkeit und Genügsamkeit ohne Einbildung besonderer Heiligkeit, und also ohne allen Aberglauben, anbefohlen. Es waren keine Mönche, wie die Papisten wollen, denn sie lebten im Ehestande. Aber ihre unverbrüchliche Treue in der auf sie vererbten väterlichen Regel beschämt die Untreue gegen GOttes Gebote.
Rechenschaft
z. 1. Genaue Rede und Antwort von dem, das man gethan, und warum man es gethan, muß man zwar den weltlichen Gerichten auch geben, Matth. 25, 19. GOtt fordert den Sünder zur Rechenschaft a) schon hier in der Zeit, I) innerlich ourchs Gewissen, II) äußerlich «) durch das göttliche Wort, besonders des Gesetzes, und durch die darin aufgezeichneten göttlichen Gerichte, Esa. 66, 15. 16. js) durch maucherlci Leiden und Strafen, Klagelieder Ier. 1, 13. 14. /) durch andere bedenkliche und angreifende Zufälle im menschlichen Leben; b) und dort in der Ewigkeit, da ist der Tod gleichsam der Gerichtsdiener, der die Menschen vor Gericht fordert.
Warum willst du mit ihm zanken, daß er dir nicht Rechenschaft
giebt alles seines Thuns? Hiob 33, 13. c. 37, 23. Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen Rechenschaft geben
am jüngsten Gerichte, von einem jeglichen unnützen Wort, das
sie geredet haben, Matth. 12, 36. So wird nun ein Jeglicher für sich selbst GOtt Rechenschaft
geben, Röm. 14, 12. Welche werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist zu richten
die Lebendigen und die Todten, i Petr. 4, 5. Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen, denn sie wachen über
eure Seelen, als die da Rechenschaft dafür geben sollen,
Ebr. 13, 17.
z. 2. a) Alle Werke, 2 Cor. 5, 10. b) alle Worte, Matth. 12, 36. ja c) alle Gedanken, 1 Cor. 4, 5. Ps. 7, 9. 10. müssen vor Gericht; denn auch die sogenannte Zollfreiheit der Gedanken findet hier keine Statt.
§. 3. Sitzen wir alle auf Rechnung, so lasset uns doch nicht nur an die gewisse, unumgängliche Nechnungsstunoe, zumal wir nicht wissen, wann wir gefordert werden, Luc. 16, 2. denken, sondern auch allezeit uns geschickt dazu halten, und daher täglich
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