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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Sabbathtag.
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So du deinen Fuß vom Sabbath kehrest, ? so wird es ein lustiger Sabbath heißen, den HErrn zu heiligen und zu preisen, Efa. 58, 13.
Und führet keine Last am Sabbathtage aus euren Häusern, und thut keine Arbeit, sondern heiliget den Sabbathtag, wie ich euren Vätern geboten habe, Ier. 17, 22. 24. 27.
Des Menschen Sohn ist ein HErr, auch über den Sabbath, Matth. 12, 8.
IEsus lehrete am Sabbath in den Schulen, Marc. 6, 2. Luc. 4, 31. c. 13, 10. Paulus, A.G. 13, 44. c. 18, 4.
z. 2. II) Festtag. Z. V. Ostern, Matth. 28, 1. Marc. 16, 2. Joh. 19, 31. (S. Aftersabbath.) Der Sabbath des Blasens (der weltliche Neujnhrstaa), 3 Mos.
23, 24.
Der große Sabbath (der Versühnungstaa), 3 Mos.'16, 31. c. 23, 32.
Am ersten Tage ist es Sabbath, und am achten Tage ist es auch Sabbath, 3 Mos. 23, 39.
IEsus wandelte am Sabbath (innerHall, der Zabbather oder kleinen Festtage) durch die Saat, Marc. 2, 23.
Warum thut ihr, das sich nicht geziemet zu thun auf die Sabbather? Luc. 6, 2.
Aber an der Sabbather Einem (dem ersten der kleinen Gstcrtnye, oii »uch gewisse Slil>balhrellitt hatten; richt.: nm ersten Tage dn Woche, unserm Sonnlag) sehr früh 2c., Luc. 24, I. Joh. 20, i. 19.
So lasset nun Niemand euch Gewissen machen über ? Sabbather, Col. 2, 16.
z. 3. III) Der innerliche, geistliche Sabbath, dieses und des zukünftigen ewigen Lebens (s. Ruhe §.3.), Esa. 66, 23. Dieser innerliche, geistliche Sabbath begreift in sich a) die Enthaltung von den Werken des Fleisches und des verkehrten eignen Willens, Esa. 58,13. b) Ruhe der Seele in GOtt, Pf. 62, 2. 73. 25 ff. mithin das Bewußtsein der völligen Einheit mit GOtt, im Gefühl seiner empfangenen Gnade und in der innigen Zufriedenheit mit seinen Schickungen, c) die Betrachtung göttlicher Wohlthaten, der allgemeinen uuo besondern, d) das Verlangen nach dem ewigen Sabbath, Ebr. 4, 9. 10. und den Vorschmack des ewigen Lebens, Luc. 2, 29 f. Matth. 17, 4. A.G. 7,'55. 2 Tim. 4, 8. e) und daS muß ein stets währender Sabbath sein. Hierzu soll uns bewegen a) der göttliche Befehl, 2 Mos. 31, 14. b) GOttes gnädiges Wohlgefallen, c) die Nothwendigkeit, Matth. 5, 8. d) der Nutzen, Esa. 56, 2. c. 32, 17. 18. die Mittel 1) auf Seiten GOttes, insgemein die Verordnung des äußerlichen Sabbaths, und insbesondere GOttes Wort, die heiligen Sacramente, Beten, Singen, Danken, 2) auf Seiten der Menschen, insgemein die gottgefällige Feier des äußerlichen Sabbaths öffentlich und zu Hause; iusbesoudere a) Selbstprüfung und stete Wachsamkeit über seine Seele, Vorsichtigkeit und Mäßigkeit, b) tägliche Buße, Matth. 11, 28. 29. Selbstverleugnung, Verhütung alles dessen, was das Gewissen beschwert, treue Nachfolge IEsu, und c) stetes Andenken an GOtt, Stimmuug zur Andacht, Gebet, Hansandacht, rechter Gebrauch der heiligen Sacramente, Tit. 3, 5. 1 Petr. 3, 21.
z. 4. IV) Eine Woche, als die sich vom Sabbath anfängt und im Sabbath endigt, 3 Mos. 23, 15. Zwischen Sabbaths, A.G. 13, 42. heißt an den Werktagen.
§. 5. Wenn wir nach der Vernunft GOtt auch äußerlich verehren müssen, so muß sie es für gut und heilsam erkcunen, daß die Sabbathsruhe einen ganzen Tag währe. Genug, GOtt hat ihn im Paradiese eingesetzt, 1 Mos. 2, 2. 3. und die Patriarchen haben ihn allerdings heilig gehalten, wie denn Moses, 2 Mos. 16, 23. davon redet, als von einer Sache, die schon bekannt, und 5 Mos. 5, 15. hat er nur neue Ursachen, denselben heilig zu halten, hinzugethan. Die Feier Eines heiligen, aus der
Menge der übrigen ausgehobenen Tages ist offenbar nicht ein bloß localcs und temporäres Gebot, sondern ein ursprüngliches Bedürfniß der geistigen Natur des Menschen; er müßte alles Verlangen nach dem Höheren, Ucbersiunlichen verleugnen; er würde ganz ins Irdische, ja Thierische versinken ohne einen solchen Tag, und die Geschichte aller nnr etwas gebildeten Völker bezeugt dieses Bedürfniß. ? Die Theilnahme an der öffentlichen Gottesverehrung ist unbedingte Pflicht für Jeden, weil Jeder verbunden ist, GOtt nicht etwa bloß im Verborgenen, sondern öffentlich seine Huldigung darzubringen; wir sollen GOtt mit Allen und vor Allen anbeten. Diese Feier hat aber auch den segensreichsten Einfluß, 1) für Erhaltung und Verbreitung christlicher Er-Kenntniß; 2) für die sittlich-religiöse Besserung durch die lebendige Vergegeuwärtigung GOttes, ernste Erweckung des Gewissens, Stärkung und Läuterung des Willens, Belebung des Gefühls unserer Gleichheit vor GOtt und ächter Liebe; 3) für Trost und Beruhigung bei den Mühen, Nnruhen, Leiden und Kämpfeu dieses Lebens, und 4) für die Erhebung des Gemüths zum Himmel, zur Gemeinschaft mit der himmlischen Gemeinde und zum Vorschmack der künftigen Seligkeit im Vorhofe des Himmels, Ps. 84. 1 Cor. 11, 10. Ebr. 12, 22?24. ? Deßhalb wird auch der Christ, ohne äußern Zwang und ohne peinliche jüdische Gesetzlichkeit, doch mit Strenge und mit Lust und Liebe den Sonntag heiligen. ? Eine sehr siuuige Darstellung des Segens des Sonntags findet sich in der Zeitschrift Sam. Johnson's: Der Schwärmer (1K6 ^Nuiblei', Herumschwärmer). Neb. L. 1754. B. 1. St. 30. S. 195?200.
8. 6. Er ist 1) ein GedachnWag der Schöpfung, 1 Mos. 2, 1. 2 Mos. 20, 10. 11. 2) Gin Ruhe-tag von aller Arbeit, 2 Mos. 23, 12. 5 Mos. 5, 14. 3) Ein Gedenktag der Erlösung der Israeliten aus Ggypteu, 5 Mos. 5, 15. und 4) ein Tag, an welchem sich die Seele in geistlichen Verrichtungen üben soll. (§. 9.)
z. 7. Er ist a) ein Bild der Ruhe Christi in seinem Grade. Ruhte GOtt nach der Schöpfung, 1 Mos. 2, 2. so ruhte Christus nach dem Erlösungsgeschäft, Esa. 43, 24. da er nämlich das ganze menschliche Geschlecht aus dem Dieusthause des höllischen Pharao erlöst und gesagt: Es ist vollbracht! Joh. 19, 30. b) ein Vorbild des ewigen Sabbaths, wo wir von aller Arbeit ruhen, Offb. 14, 13. in weißen, c. 19, 8. und Feierkleioern, c. 7, 14. GOtt ewig loben, Gsa. 6, 3. Offb. 5, 13. und uns in ewiger Freude, Offb. 22, 1 ff. Joh. 16, 22. erquicken.
z. 8. Im N. T. haben die Apostel den Sonntag , welcher Offb. 1, 10. des HErrn Tag heißt, zu feiern verordnet, denn A.G. 20, 7. heißt: auf einem Sabbath, am ersten Tage der Woche, oder Sonntag > und aus 1 Cor. 16, 2. ist deutlich zu schließen, daß man damals die ordentlichen Versammlungen am Sonntag gehalten. Ist dieses nicht auf Christi ausdrücklichen Befehl, so ist es doch durch Eiugeben des heiligen Geistes geschehen: 1) weil Christus am Sonntag vom Tode auferstanden, Marc. 16, 9. 2) weil er an eben diesem Tage das Predigtamt den Aposteln anbefohlen, Joh. 20, 19. weil 3) der heilige Geist an diesem Tage über die Apostel allsgegossen worden, A.G. 2,1. und 4) weil ein Unterschied hierin zwischen Juden und Christen sein sollte. '
8. 9. Christen heiligen den Sabbath mit 1) öffentlichem* und 2) Privatgottesdienst.**