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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Sack ? Säen.
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Sack
§. 1. I) Darein man Getreide. 1 Mos. 42,25.27. c. 44,1. oder andere trockene Sachen thut, 43, 11. 1 Sam. 9, 7. II) Gin jedes Gefäß.
Du sollst nicht zweierlei Gewicht in deinem Sack haben, 5 Mos.
25, 13. Sprw. 16, 11. So verstellet sie ihre Geberde, und wird so scheußlich wie ein
Sack, Sir. 25, 23. (A.: ein Gär.)
z. 2. III) Ein grobes, schlechtes, elendes Kleid, Esa. 20, 2. c. 3, 24. Ofsb. 11, 3. dergleichen a) die Traurigen, Ps. 35,13. und Leidtragenden, Joel 1, 8. 13. wie denn auch von leblosen Creaturen ein recht trauriges und betrübtes Ansehn dadurch ausgedrückt wird, Offb. 6, 12. * (Amos 8,10.) b) denen Elend und Unglück bevorstand, Esa. 15, 3. Ier. 48, 37. c. 49, 3. Ezech. 7,18. c) Buße Thuende, d) und sich Andern demüthig Unterwerfende, 1 Kön. 20, 31. 32. Ios. 9, 4. anzogen.
a) Jacob um Joseph, 1 Mos. 37, 34. David, 2 Sam. 3, 31. Ich habe einen Sack angezogen; aber sie treiben das Gespött
daraus, Ps. 69, 12. Du hast meinen Sack ausgezogen (meine Traurigkeit geendigt)
und mich mit Freuden gegürtet, Ps. 30, 12. " Ich kleide den Himmel mit Dunkel, und mache seine Decke als
einen Sack, Esa. 50, 3.
b) Histia, 2 Kon. 19, i. 2. Mardachai, Esth. 4, 1. Hiob, c.
16, 15. O Tochter meines Volks,
Asche, Ier. 6, 26. c) Ier. 4, 8. Neh. 9, 1.
ziehe Säcke an, und lege dich in die
die Niniviten, Ion. 3, 5. 6. 8.
Sollte das ein Fasten sein ? daß ein Mensch auf einem Sacke und in der Asche liege? Efa. 59, 5.
Wären solche Thaten zu Tyro und Sidon geschehen ? sie hätten vor Zeiten im Sack und in der Asche Buße gethan, Matth. 11, 21. Luc. 10, 13.
§. 3. Der Sack (Schlauch) GOttes. Die Alten hatten statt der hölzernen Gefäße mit Pech verpichte Schläuche von Thierhäuten, worin sie die flüssigen Sachen bei sich führten, Matth. 9, 17. GOtt zählt und hebt die Thränen der Seinigen genau auf, und schreibt sie nach seiner Allwissenheit auf seinen Denk-zettel. Sie sind viel kostbarer, als ein Hals voll Perlen und andere Geschmeide, denn sie sind die Zeichen eines bußfertigen und um der Sache GOttes willen leidenden Herzens. GOtt weiß und gedenkt dessen, was Fromme leiden. Zähle meine Flucht, fasse meine Thränen in deinen Sack, Ps.
56, 9.
Säckel
Tasche. Erbarmet euch des Armen, leihet dem HErrn, Sprw. 19, 17. und
Machet euch also Säckel, die nicht veralten, Luc. 12, 33. (Se-wahret euch himmlische Schätze aus.)
Sacrament
z. 1. Von gaorars, heiligen, weihen :c. Es kommt in der Bibel nicht vor, sondern die Kirchenväter (wie es denn Tertullian zuerst gebraucht) haben es auf eine jede heilige Handlnng, oder Geheimniß der göttlichen Dinge bezogen. Z. B. Eph. 1,9. c. 3, 3;c.
z. 2. Ein eigentliches Sacrament aber ist ein von GOtt verordnetes sichtbares Mittel, die evangelische Gnade zuzueignen und zu versiegeln. Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, Rom. 2, 28. 29. Die Patriarchen haben vor Einsetzung der Beschnei-düng, 1 Mos. 17,10. und des Osterlammes, 2 Mos. 12, 1 ff. keine gehabt, und diese sind, weil der Körper selbst gegenwärtig, Col. 2, 17. im N. T. abgeschafft und dafür die Taufe, Col. 2, 11. und das heilige Abendmahl, Matth. 26, 26. von Christo eingesetzt worden. Außer diesen finden wir keine von Büchner's Hand-Concord.
gleicher Art und Nothwendigkeit in der apostolischen Kirche. Während das Wort, das eine Gnadenmittel, unmittelbar auf Geist und Herz wirkt, wirken die Sacramente mittelbar durch die Sinne. Und insofern sind sie für den Menschen, als sinnliches Wesen, überaus wirksam und eindrucksvoll, weil durch das erkennbare Zeichen die dargereichte himmlische Gabe viel gewisser zngesichert wird.
z. 3. GOtt ist also der Stifter, und seine Diener, als die Haushalter über seine Geheimnisse (1 Cor. 4, 1. Im Fall der Noth kann auch ein anderer Christ taufen, 2 Mos. 4, 25.), theilen den Lebendigen die Taufe, und denen, die sich selbst prüfen können, das Abendmahl, 1 Cor. 11, 28. zu, damit ihr Glaube durch jeue angezündet, durch dieses gestärkt, und sie zur ewigen Seligkeit befördert werden. (S. Abendmahl, Taufe :c.) Während die Taufe die Heiligung, wozu sie verpflichtet und Kraft giebt, als Zweck der christlichen Gemeinschaft darstellt, bietet das Abendmahl das Mittel, diese heilige Gemeinschaft zu erhalten und zu stärken, in dem gemeinschaftlichen Genusse des Leibes und Blutes JEsu Christi dar.
§. 4. Die sieben Sacramente, welche die Papisten angeben, sind nicht in der Schrift gegründet, in der apostolischen Kirche nicht gebräuchlich gewesen, und von den reinen Lehrern niemals dafür erkannt worden. Christus hat deren nur zwei eingesetzt, Matth. 28,19. c. 26, 26. 27. Aus seiner Seite floß nur Blut und Wasser, Joh. 19, 34. im A. T. waren auch nur zwei, vergl. 1 Cor. 10,1. 2. 3. 4. Und die Papisten selbst verstoßen hierbei auf eine lächerliche Art, denn die Laien haben die Priesterweihe nicht, und die Priester dürfen nicht heirathen, daß also beide Theile nur sechs haben.
Sadducäer
Eine jüdische Secte, welche man vonHadok, einem // Schüler des Antigonus von S.ocho^ herleitet. Dieser ^ lehrte, man müsse GOtt nicht um des bloßen Lohns willen, sondern aus ihm schuldiger Liebe und Furcht dienen, welches denn Zudak und Daithos schändlich dahin deuteten, es wäre nach diesem Leben gar keine Belohnung. Sie kommen in vielen Stücken mit den Epicuräern überein. Sie waren Feinde Christi, Matth. 3, 7. c. 16, 1.
Christus warnet vor ihrem Sauerteig, ib. c. 16, 6. 12. ,,. ,^
Glaubten keine Auferstehung, c. 22, 23. A.G. 23, y. und also /^ 7^ /s,
auch nicht Christi, woran unsre hängt, c. 4, 2. auch keine ^ ?
Engel noch Geister, A.G. 23, s. ^/H.
Sadrach
Feige. Der Name, welcher dem Hananja beigelegt wurde, Dan. 1, 7. c. 3, 17. 19. 30.
Säen
§. 1. I) Den Samen ausstreuen, um die Frucht davon zu erhalten, 3 Mos. 25, 11. Hiob 31, 8.
Isaac säete in dem Lande, und kriegte hundertfältig, 1 Mos.
26, 12. Ihr sollt umsonst euren Samen säen, und eure Feinde sollen ihn
fressen, 3 Mos. 26, 16. Mich. 6, 15. Sie säen Weizen, aber Disteln werden sie ernten, Ier.
12, 13. Sehet die Vögel unter dem Himmel, sie säen nicht, Matth. 6,
26. Luc. 12, 24. Du bist ein harter Mann ? du erntest, das du nicht gesäet
hast, Luc. 19, 21. Du Narr, das du säest, wird nicht lebendig, es sterbe denn,
1 Cor. 15, 36. 37.
§. 2. II) Von des Menschen Verrichtungen und Bemühungen, Hiob 4, 8. (S. Ernten §. 2.) Vc-
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