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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Salsen ? Salzmeer.
§. 2. Seine Schriften sind die Sprichwörter, der Prediger, das Hohelied und der 127. Psalm. Was er von der Natur wnßte, das wnßte er durch die ihm von GOtt geschenkte Weisheit, welche man mit keiner philosophischen Gelehrsamkeit vergleichen darf.
§. 3. Er ist ein herrliches Vorbild Christi. Denn wie Salomo der Friedsame^ Ieoioia (Geliebte des HErrn), 2 Sam. 12, 25. und weise König. 1 Kön. 3, 28. in Nnhe und Sicherheit, 1 Kön. 4, 25. regierte und den Tempel erbaute; so ist Christus der rechte Friedefürst, Esa. 9, 6. der Geliebte des HErrn, Match. 3, 17. Col. 1. 13. die Weisheit selbst, Col. 2, 3. Joh. 2, 23. ein König, in dessen Reich Gerechtigkeit, Friede und Freude im heiligen Geist anzutreffen, Röm. 14, 17. und hat die christliche Kirche auf den Grund der Propheten und Apostel, da er selbst der Eckstein ist, erbaut, Eph. 2, 20. 1 Petr. 2, 5.
8. 4. Au seiuer Seligkeit zweifle ich nicht, a) weil er eiu Prophet, b) Vorbild auf Christum O. 3.), c) den Prediger nach seinem Fall geschrieben, und k) im 40. Jahre seiner Regierung mit seinen Vätern entschlafen, und in der Stadt Davids begraben worden, 1 Kön. 11, 43. (Ein entscheidendes Urtheil über Salomo zu fällen, ist, zumal bei dem schweigen des N T., nicht leicht: doch wird der Christ immer geneigter sein, bei einem so hoch begabten und durch Weisheit ausgezeichneten König anzuuehmen, daß nach seinem Falle der frühere Geist der väterlichen Frömmigkeit wieder in ihm erwachte und ihn aufrichtete.)
Salsen
2 Mos. 12, 8. 4 Mos. 9, 11. (Siehe Bitter 8. 3.)
Salu
Erhöhet. Der Vater Simeis, 4 Mos. 25, 14.
Salz, Salzen
§. 1. I) Gemeines Küchensalz, womit man die Speisen schmackhaft macht^ Ein Bild christlicher Klugheit, wodurch man seine Rede und Aufführung würzt. *
Elisa heilte einen Brunnen mit Salz, 1 Kön. 3, 20.
Es ist leichter Salz, Sand und Eisen tragen, als einen unverständigen Menschen, Sir. 22, 16.
Der Mensch bedarf zu seinem Leben Salz, Sir. 39, 31.
Er schüttet den Reif auf die Erde wie Salz, Sir. 43, Li.
" Eure Rede sei allezeit mit Salz (der christlichen Klugheit) gewürzet, daß ihr wisset, wie ihr einem Jeglichen antworten sollet, Col. 4, 6. vergl. Matth. 10, 16.
§. 2. II) Harz oder Iudcnleim, Asphalt, welcher aus dem Todten- oder Salzmeer aufgefischt wurde. (Diese hier und §. 3. 4. vou uan der Hardt und Schöttgcn, Hor. Hsdr. aä Nattk. 5, 13. I. 18?24. angenommene Erklärung ist nicht haltbar.)
Die Hardt'sche Hypothese ist widerlegt von <7a?-^-2ov, ^ntig<i. ßacr. S. 717?719. Das Salz deutete die Reinheit und Uuverweslichkeit, also die Heiligkeit des Bundes mit GOtt an; das Opfer aber war Mittel, diesen Bund mit Iehova zu schließen. S. Bahr II. 304 ff. 324?327.
Alle deine Speisopfer sollst du falzen, und dein SpeiZopfer soll nimmer ohne Salz des Bundes deines GOtteZ sein: denn in allem deinen Opfer sollst du Salz opfern, 3 Mos.
8, 13.
§. 3. Diese zähe und wie Bernstein brennende Materie (§. 2.) wurde bei den Opfern gebraucht,
damit das Feuer bestandig erhalten, und bei dem süßen Geruch, den sie von sich gab, die arbeitenden Priester erquickt würden. (Christi Opfer ist ewig giltig, Ebr. 10, 14. und giebt eiuen süßen Geruch, Eph. 5, 2.)
z. 4. Wegen der Zähigkeit ist dieser Leim ein Bild oes Zusammenhaltens und der Einigkeit, und wegen des immerwä'hreudeu Brennens em Bild des ewigen Zornfeuers in der Holle. Christus stellt das Band der Vollkommenheit dreimal mit Ermahnung und Bedrohung unter diesem Salz vor: GZ muß Alles mit Feuer gesalzen werden (Feuer 8. 6., welches wie Indenleim beständig erhalten wird) und alles Opfer wird mit Salz gesalzen, Marc. 9, 49. (Vns war der Salz-, d. i. ewige snnd, 3 Mos. Z, 13. Richt.: Äeder umlirhntt Gottgenieihte kann nur durch das geistige Snlz, durch den kräftigen Trieb des heiligen Geistes GGtt wohlgefällig werden.)
Das Salz ist gut (wie dns Iudenpech die Sachen, welche damit besprengt oder bestreut werden, fest zusammen hält, also ver-bindet die Liebe durch die Inbrunst des Geistes die Christen); so aber das Snlz dumm (uukräftiy) wird (d. i. wenn durch An-einigkeit die Gemüther erbittert werden), womit wird man würzen (so kann nmu keine Einigkeit erlangen und haben)? Habt Salz bei euch (zeiget doch, daß ihr jetzt schon, durch dnn Mld des Leimens angepriesene Einigkeit, znsnmmen haltet, damit ihr nicht in der Ewigkeit es zu inrem Schaden erfnhren, und wie dieser Qim immerfort brennen mUßt) und habt Frieden unter einander, ib. v. 50.
Ihr feid das Salz der Erde. (Ihr seid, die Frieden halten und stiften, u. 9.) Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man falzen? EZ ist zu nichts hinfort nütze, denn daß man es hinaus fchütte, und lasse es die Leute zertreten, Matth. 5, 13. (Es muß die Verwerfung und die verfloßung solcher Friedens-störer und lieblosen Leute unausbleiblich folgen.) S. auch Luc. 14, 34. 35. (Richt.: Ihr feid berufen und begabt, durch dcn Geist, der in euch ist, die Welt geistig aufzuregen, zu bessern, und sie uor der geistigen Fnulniß zu bewahren. Wenn ihr selbst den heiligen Geistestrieb in euch ersterben lnsset, umschlaget: wer fall euch wieder erwecken und bessern?) Vergl. die ausführliche Erklärung in Hartmann's ?H8torai6 I5vauS6iieuiii p. 52?56.
§. 5. Eine geschleifte Stadt mit Salz bestreuen, geschah zum Zeichen eiuer immerwährenden Zerstörung, 5 Mos. 29, 23. Richt. 9, 45.
Salzbund, Salzmeer
§. 1. Ein fester, dauerhafter, ewiger Vuud, 2 Chr. 13, 5. weil das Salz der Fänlniß und der Verweslichkeit widersteht, vergl. 4 Mos. 18, 19.
§. 2. Salzmeer (^»Maititss) hat seiueu Namen vou dem Iudeuleim, welcher darin in großer Meuge zu findeu. Es ist der See, wo ehedem die Städte Sodom und Gomorrha 2c. standen, wo auch schou damals sich viel dergleichen Materie fand, 1 Mos. 14, 3. und GOtt hat in diesem See, der durch seltsame Erscheinungen sich unterscheidet, der Nachwelt ein warnendes Denkmal seiner Strafgcrcchtig-keit für alle Zeiten aufgestellt.
Siehe über dieses Meer und den Nutergaug So-doms Robinson's Paläst. III. 162?170. und Anmerkungen. XXXVII. S. 778?788., wo aus der tiefen Lage dieses Sees mitten in dem langen Thale 'Waä/ si-'^rabali, das sich von Vanik« nördlich von Tiberias bis zum rothcu Meere erstreckt, und aus dem Laufe der Gewässer der '^radali geschlossen wird, daß lauge vor der Katastrophe von Sodom an dieser Stelle ein See gestanden haben muß, in welchen sich die Gewässer des Jordans ergossen, und daß das todte Meer vor Alters eine geringere Fläche bedeckte, als hent zu Tage. Das Land ist Erdbeben unterworfen und bietet häufige Spuren vulkanischer Erscheinungen dar, und angenommen, daß sich das Erdharz angehäuft, und Schichten davon unter dem Boden bis in die Nähe der Stadt hinliefen: so vermochte das Entzünden cincr solchen