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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Sünde.
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Wo Ue Sünde mächtig geworden ist, ba ist doch lne Vnade viel mächtiger geworden, Rom. 5, 20.
Sollen wir denn m der Sünde beharren, auf baß die Gnad? desto mächtiger werde, Rom. s, 1. Das sei ferne >. wie sollten wir in der Sünde wollen leben, der wir abgestorben find? v. 2.
So lasset mm die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihr Gehorsam zu leisten m ihren Lüsten, Rom. 6, 13.
Begebet nicht der Sünde eure Glieder zu Waffen der Ungerechtigkeit ib. v. 13.
Die Sünde wird nicht herrschen können über euch «., ib. u. 14. <S. Gesetz §. 6.)
GOtt fei gedankt, daß ihr Knechte der Siindkn gewesen seid, ib. v. 17.
Nun ihr srei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte geworden der Gerechtigkeit, ib. v. 18. 20. 2Z.
Der Tod ist der Sünden Sold, ib. v. 23.
Die Sünde erkannte ich nicht ohne durch das Gesetz, Röm. 7, 7. ohne das Gesetz war die Sünde todt, ib. v. 8. da aber das Gebot kam, war die Sünde wieder lebendig (erkannte ich erst, dnß sie Sünde märe), v. 9.
Das Gesetz ist geistlich, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft, ib. v. 14.
So thue ich nun dasfelbige nicht, sondern die Sünde, die in mir wohnet, ib. v. 17. 20.
Was nicht aus dem Glauben gehet, das ist Sünde, Röm.
14, 23.
Der Stachel des Todec ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde
ist das Gesetz, 1 Cor. 15, 56. Die Schrift hat es Alles beschlossen unter die Sünde, Gal. 3, 22.
(S. Seschließen Z. 3.) Und auch euch (hat er lebendig gemacht, c. 1, 20.) da ihr todt
wäret durch Uebertretung und Sünden, Eph. 2, 1. Und geoffenbaret werbe der Mensch der Sünden und das Kind
des Verderbens, 2 Thefs. 2, 3. (S. Adadoon ß. 6.) Mache dich nicht theilhastig fremder Sünden, 1 Tim. 5, 22. Wer am Fleisch leidet, der höret auf von Sünden, 1 Petr.
4, 1. Die Liebe decket auch der Sünden Menge, ib. v. 8. (S. Vecken
ß> 5.) So wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns
selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns, 1 Iah. 1. S. Lo wir aber die Sünde bekennen, so ist er getreu und gerecht,
daß er uns die Sünde vergiebt, und reiniget uns von aller
Untugend, ib. v. 9.
Es ist eine Sünde zum Tode (nmthwillige und boshafte): dafür sage ich nicht, daß Jemand bitte, 1 Joh. 5, 16. Alle Untugend ist Sünde: und es ist etliche Sünde nicht zum
Tode, ib. v. 1?. Sondern ermahnet euch selbst alle Tage ? daß nicht Jemand
verstocket werde durch Betrug der Sünde, Ebr. 3, 13. Ich will gnädig sein ihrer Untugend, und ihren Sünden, Ebr.
8, 12. c. 10, 17.
Es ist unmöglich durch Ochsen- oder Bocksblut Sünden wegnehmen, Edr. 10, 4. 11. Laßt uns ablegen die Sünde, die uns immer anklebt und träge
macht, Ebr. 12, 1. Wenn die Lust (welche auch Sünde, Röm. ?, 17.) empfangen hat,
gebieret sie die (wirkliche, beftnders, worein man willigt) Sünde,
Iac. 1, 15. (S. Empfangen ß. S.) Wer da weiß Gutes zu thun, und thut es nicht, dem ist eZ
Sünde, Iac. 4, 17. Ihre Sünden reichen bis an den Himmel, Ofsb. 18, 5.
§. 2. Ps. 109, 7. Vor GOttes Gericht hat den Judas anfänglich sein Gewissen, hernach der Tod gesührt, und da er ohne Zweifel in^ der Angst, aber ohne Glanben gebetet, so ist es ihm zn größerer Sünde; ja, gar zur Verzweiflung aus gerechtem Gericht und Verhängniß GOttes gerathen. (So, wenn der Psalm messiamsch und v. 8. auf den Judas bezogen wird. Er kann aber auch im Allgemeinen auf die Feinde GOttes und der Kinder GOttes gehen; und ihr Gebet muß, weil ihr Herz ohne Liebe und Versöhnlichkeit ist, ihnen zur Sünde gereichest, ihre Schuld und Strafe desto größer machen.)
Wer sich denselben lehren läßt, deß Leben müsse gottlos sein (Wenn er vor Gericht erscheint, so müsse er, als ein Mroammter, heraus gehen); und sein Gebet müsse Sünde sein.
z. 3. Esa. 27, 9. Darum wird die Sünde Ja-cobs aufhören. Allein Christi Blut reinigt von Sünden, 1> Joh. 1, 7. Trübsal und Verfolgungen siud nicht die verdienstlichen Ursachen, wodurch man sür die Sünden büßt (wider die Papisten); sondern
GOtt behütet dadurch seine Kirche vor falschem Gottesdienst, besonders heidnischen Greuelu.
8. 4. Ier. 18, 23. Laß ihre Sunde vor dir uichi ausgetilget werden, das siud uicht Worte ei-ues rachgierigen, sondern eines für GOttes Ehre und Gerechtigkeit eiferuden und die Strafe verkündigenden Propheten.
§. 5. Hos. 10, 10. Die zwei Sünden sind die zwei Kälber Ierobeams, 1 Kön. 12, 29. als zwei Vrunnquellen, woraus alles Uebel und Jammer geflossen.
^. 6. Sändr thun. (S. §. 1. Sünder.) Ihr habt eine große Sünde gethan; nun will ich hinauf steige»
zu dem tzErrn, ob ich vielleicht eure Sünde versöhnen möge,
2 Mos. 32, 30.
Ein Grimmiger thut viel Sünde, Sprw. 29, 22. Man kann sich so schämen, daß man Sünde daran thut, Sir.
4, 25.
Wer Sünde thut, der ist der Sünde Knecht, Joh. 6, 34. Alle Sünden, die der Mensch thut, sind außer seinem Leibe,
1 Cor. 6, 18. Wer Sünde thut, der thut auch Unrecht, und die Sünde ist das
Unrecht, 1 Joh. 3, 4. (8. 1.) Wer Sünde thut, der ist vom Teufel, ib. v. 9. Wer aus GOtt geboren ist, der thut nicht Sünde, ib. v. 9.
(S. Geboren.)
So ihr aber die Person ansehet, thut ihr Sünde, Iac. 2, 9. Und so er hat Sünde gethan, werden sie ihm vergeben sein,
Iac. 5, 15.
z. 7. GDtt ist nicht Urheber der Sünde. (Wider die strengen Reformirten und Fawlisten, vergl. die Stellen in Löschers Anrede hinter seiner Historia Nowum III. S. 18. 19.) Hat der Schöpfer Alles wohl gemacht, 1 Mos. 1, 31. und ist die Quelle alles Guten, Ier. 2, 13. so kann cr uicht Ursache der Sünden sein, Ps. 5, 5. Zitc. 1, 13. 14. Sir. 15, 21. sonst könnte GOtt nicht GOtt .oder die Sünde nicht Sünde sein; auch wäre in der Schrift der heilige Zorn GOttes über die Süude widersinnig, und der Mensch hörte auf zurechuungs-fähig zu seiu. Wahr ist es, GOtt ist die Ursache alles Wesens und Vewegens, A.G. 17, 28. und er weiß auch vorher, daß der Meusch sündigen kanu und will; allein darnm ist er uicht Ursache der Sünde. Denn die Bewegung ist an und für sich gut, sie wird aber zur Sünde durch dse dabei vorkommende Abweichung von der Regel des göttlichen Gesetzes. Ja die Sünde ist eigentlich keine Bewegung, sondern ein Mangel, Gebrechen und Irrthum des Herzeus in der Bewegung. Z. B. daß der Dieb die Hand bewegen kann, das ist von GOtt, daß er sie aber zum Diebstahl mißbraucht, das ist eine zufällige Unordnung, welche uicht von GOtt. Und GOttes Vorherwissenheit zwingt den Menschen nicht, daß er Sünde thun müsse.' Die Sünde ist also vom Teufel, Joh. 8, 44. Gph. 2, 2. und des Menschen freien Willen, Matth. 23, 37. Röm. 5, 12. 1 Tim. 2, 14. (S. Fallen §. 14.) Ob GM Sünden mit Sünden straft? Ps. 69, 28. Ja; aber a) nicht auf diese Weise, daß er 1) die bösen Begierden den Menschen vermehre, oder 2) den Satan anreize, die Ruchlosen noch mehr zu verstricken, indem dieser au und für sich uur allzu geneigt dazu ist. Keineswegs! sondern b) in diesem Verstande kann es gesagt werden, daß 1) nach der natürlichen Ginrichtuug des Herzens durch jede Sünde der Reiz zum Bösen genährt, der Trieb zum Gnten dagegen geschwächt wird, sowie auch in einer Sünde immer schon der Keim zur andern Sünde liegt, was aus der Verwandtschaft der Laster folgt; und 2) daß GOtt seine Hülse, wegen der Verachtung seiuer Gnade, nach seiner Gerechtigkeit denjenigen,