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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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3o5.
Und sie werden ihn verdammen zum Tode, Matth. 20, 18. c. 26, es. c. 27, 5.
Meine Seele ist betrübt bis an den Tod, Matth. 86, 38.
Und es kam, daß er mit dcm Tode rang, und betete heftiger, Luc. 22, 44.
So wir GOtte versöhnet sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren; vielmehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnet sind, Röm. 5, 10.
Er niedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz, Phil. 2, 6.
z. 3. li) Der gnlUiche oder Sünden-Tod ist eine Trennnng dcs geistlichen Bandes zwischen GOtt und dem Menschen, wodurch die Seele von GOtt durch die Sünde geschieden wird; oder die gänzliche Sündhaftigkeit, wo aller Trieb und Sinn fürs Gute und Heilige erstarrt und vertilgt ist; moralische und religiöse Gefühllosigkeit und daraus entspringende Unseligkcit.
Wer mein Wort höret und glaubet dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben, und kommt nicht in das Gericht, soudern, er ist vom Tode zum Leben hindurch gedrungen, Joh.
5, 24.
Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses
Todes? Röm. 7, 24. Wir wissen, daß wir aus dcm Tode ins Leben gekommen sind,
denn wir lieben die Brüder, 1 Joh. 3, 14.
z. 4. c) Der ewige Tod ist eine unendliche Trennung des seligen GOttes und des verdammten Menschen, uach welcher er mit Leib und Seele von dem tröstlichen Anschanen GOttes in Ewigkeit geschieden wird. Er heißt der andere, weil er uns des andern, nämlich des ewigen Lebens, beranbt, Offb. 20, 6. c. 21, 8. Dieser'ist der Tod ohne Tod, weil er tödtct und nicht ertödtet. Denn da werden die Verfluchteu wie Schlachtschafe in der Hölle ewig genagt, Ps. 49, 15. und von Ewigkeit zu Ewigkeit geplagt.
Erleuchte meine Augen, daß ich nicht im Tode entschlafe, Ps.
13, 4. Sie liegen in der Hölle wie Schafe, der Tod naget sie, Ps.
49, 15.
Gerechtigkeit errettet vom Tode, Sprw. 10, 2. Dem Uebel nachjagen, sördert zum Tode, Sprw. 11, 19. Manchem gefällt ein Weg wohl; aber sein Letztes reicht zum
Tode, Sprw. 16, 25. So Jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht
sehen ewiglich, Joh. 8, 51. 52. Wer den Sünder belehret hat von dem Irrthum seines Weges,
der hat einer Seele vom Tod geholfen, Iac. 5, 20. Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem andern
Tobe, Offb. 2, 11.
§. 5. d) Der zeitliche und ewige; e) der geistliche und ewige; Sprw. 13, 14. c. 14, 27. f) der zeitliche, geistliche und ewige.
I>) Tod, ich will dir ein Gift sein, Hölle, ich will dir eine Pestilenz
sein, Hof. 13, 14. Wie durch Einen Menschen die Sünde ist gekommen in die Welt
und der Tod durch die Sünde, und ist also der Tod zu allen
Menschen durchgcdrungen, dieweil sie alle gesündiget haben,
Röm. 5, 12. Auf daß, gleichwie die Sünde geherrschct hat zum Tode, alfo
auch herrsch? we Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen
Leben, durch ITsum Christ, ib. v. 21. Der Tod ist der Sünden Sold, Röm. 6, 23. Und erloscte die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben
Knechte sein mußten, Ebr. 2, 15. Alle, die mich hassen, lieben den Tod, Sprw. 6, 36. Auf dem gebahnten Pfade ist kein Tod, Sprw. 12, 28. Aber fleischlich gcsinnet ftin ist der Tod, Röm. 8, 6. Nie Sünde, wenn sie vollendet ist, gebieret sie den Tod, Iac.
1. 15. f) Welches Tages du davon issest, wirst du des Todes sterben,
1 Mos. 2, 1?. c. 3, 4. Daß er ihre Seele errette vom Tode, und ernähre sie in der
Thenrung, Ps. 33, 19. Ihr (der Ehebrecherin) Haus neiget sich zum Tode, Sprw. 2, 18.
c. 5, 5. Meinest du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen,
Ezcch. 18, 23. 32. c. 33, 11.
§. 6. g) Eine große Gefahr, Plage, welche den Tod droht, Ps. 56, 14. h) tödtliche Speise, i) Pesti-
lenz, Offb. 6, 8. bei wclcheu Fallen der Mensch keineu Schritt vou den Pforteu des Todes steht. Bittet den HErrn, euren GOtt, daß er doch nur diesen Tob von
mir wegnehme, 2 Mos. io, i?. Draußen hat mich das Schwert, und im Hause hat mich der
Tod (als wenn er leibhaftig in der Pestilenz und Hunaersnuth
herum gegangen) zur Wittwe gemacht, Klagel. 1, 20. Ich halte aber, GOtt habe uns Apostel für die allergeringsten
dargestellet, als dein Tode übergeben, 1 Cor. 4, 9. Welcher uns von solchem Tode (Todesgefahr) erlöset hat, 2 Cor.
1, 10. y) O Mann GOtteZ, der Tod im Topf, 2 Kön. 4, 40.
§. 7. k) Der Tod wird personificirt als eiu Tyrann, welcher über Andere geherrscht, oder geherrscht zu haben scheint. In der That kounte er über Christum (§. 2.) nicht herrschen, denn dieser hat dem Tode die Macht genommen, 2 Tim. 1, 10. und war zugleich GOtt und ein Urheber des Lebens, A.G. 2. 24.
Er wird den Tod verschlingen ewiglich, Esa. 25, 8. Das Gesetz des Geistes ? hat mich frei gemacht von dem Gesetz
der Sünde und des Todes (nämlich Muses und dessen Scharfe),
Röm. 8, 2. Der Tod ist verschlungen in den Sieg (siegreich), Tod, wo ist
dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sicg? 1 Cor. 15, 55. Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der
Sünde ist das Gesetz, ib. v. 56. Auf daß er durch den Tod die Macht nähme dem, der des Todes
Gewalt hat, Ebr. 2, 14. Und der Tod und die Hölle wurden geworfen in den feurigen
Pfuhl, Offb. 20, 14.
8. 8. GOtt hat den Menschen unsterblich erschaffen, 1 Mos. 1, 26 f. Weish. 1, 13. und ist also weiter nicht Ursache des Todes (§. 1.), als insofern er eine Strafe der Sünden ist. Denn da die alte Schlange die Menschen nm das Ebenbild GOttes berückt,' 1 Mos. 3, 7. so haben die ersten Eltern den Tod auf alle Menschen durch die Süude gebracht, Röm. 5, 12. c. 6, 23. Weish. 2, 24. Er ist eine Folge des Falls, und durchaus uicht etwas Normales, in die ursprüngliche Ordnung GOttes Gehöriges. Wären die Menschen unschuldig geblieben, so wäre der Tod nicht eingedrungen. Die Möglichkeit davon zn lcngnen, weil wir jetzt den Tod erfahren, verräth Verstandesbefchränktheit; als wenn die jetzige Naturordnung die einzig mögliche wäre! GOttes Allmacht konnte den Leib so lange erhalten, als es seinen Absichten gemäß war, und wenn der Mensch auf dieser Erde sein Ziel erreicht hatte, so war es gar uicht nothwendig, daß er unter einer so grausenvollen Zerstörung und Verwesung des Leibes austrat, er konnte eben sowohl durch eine Umwandlnng oder Verkläruug in eine höhere Welt übergehen. Ja diese Unsterblichkeit war für schuldlose Wesen moralisch nothwendig, weil. Diese eine Strafe, wie die furchtbare Katastrophe des TodeH ist, uicht verdient hätten. Und insofern behält der Tod für Alle etwas Demüthigendes und Beschämendes, weil er an die allgemeine Verschuldung erinnert. Daher stehen alle Menschen diesem Feinde bloß, Pred. 12, 7. Ebr. 9, 27. und zwar ohne Unterschied der Person, Standes und Alters, Röm. 3, 23. Der Tod ist das bestimmte Haus aller Lebendigen, Hiob 30, 23. Wenn demuach die allweise Vorsicht jungen Leuten znruft: du mußt ster-ben! Esa. 38, 1. so 1) gefällt ihre Seele GOtt wohl, Weish. 4, 14. 2) Er will sie von der Welt uicht verführen lassen, ib. v. 10, 11. 3) sie sollen bald vollkommen werden, Weish. 4,13. und 4) vielem Unglück entgehen, Esa. 57, 1. Die Alten will der HGrr über Tod und Leben, da sie selbst wünschen, anfgelöst zu seiu, Phil. 1, 23. 1 Kön. 19, 4. zur Ruhe briugen, Hiob 7, 1. 2. Laß mich sterben, mein GM, daß ich lebe!