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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Unschuld - Unstet.
Unschuld
a) Aufrichtigkeit, b) Seine Hände in Unschuld waschen, war ein Gebrauch; wenn man z. B. zeigen wollte, man habe keinen Theil an einem Mord, so wusch man seine Hände.
n) Unschuld wird die Frommen leiten, Sprw. 11, 3. b) Ich wasche meine Hände mit Unschuld, Ps. 26, 0. Soll es denn umsonst sein, daß ich meine «ä'nde in Unschuld wasche? Ps. ?3, 13.
Unschuldig
§. 1. a) In Ansehung der Person ist kein Mensch vor GOtt ohne Schuld (anßer dem Gottmenschen Christus IEsus*); denn alle Menschen sind Sünder, Mm. 3, 23. Wer will einen Reinen finden bei denen, da Keiner rein ist, Hiob 14, 4. Vergleichultgsnieise, da Andere in groben und vorsätzlichen Sünden leben, und in Ansehung dieser oder jener Sache kann der Gerechte unschuldig leiden. Wie denn besonders Christen, die mit üngc-heucheltem Herzen GOtt dienen, öfters unschuldig leiden müssen.**
Habe ich doch das gethan mit einfältigem Herzen, und unschuldigen Händen, 1 Mos. 20, 5.
Den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht erwürgen, L Mos. 23, 7.
Und vor welchem Niemand unschuldig ist, 8 Mos. 34, 7.
Warum willst du dich denn an unschuldigem Blut versündigen, daß du David ohne Ursache tödtest? 1 Sam. 19, 5.
Du aber laß ihn (den Simei) nicht unschuldig sein (strafe ihu empfindlich), 1 Kön. 2, 9.
Lieber, gedenke, wo ist ein Unschuldiger umgekommen? Hiob 4, ?.
Der Unschuldige wird errettet werden, Hiob 22, 30. wird das Geld austheilen, c. 2?, i?.
Ich bin rein, ohne Missethat, unschuldig, und habe keine Sunde, Hiob 33, 9.
HErr, wer wird wohnen in deiner Hütte? ?der nicht Geschenke über den Unschuldigen nimmt, Ps. 25, 5.
HVrr, schaffe mir Recht, denn ich bin unschuldig (n>nudle mit aufrichtigem Herzen), Ps. 80, i. 11.
Sie rüsten sich wider die Seele der Gerechten, und verdammen unschuldiges Blut, Pf. 94, 21.
Gehe mit üns, wir wollen ? dem Unschuldigen ohne Ursache nachstellen, Sprw. 1, 11.
Wer unschuldig lebet, der lebet sicher, Spvw. 10, 9.
Die Gerechtigkeit behütet den Unschuldigen, Sprw. 13, 6.
Wer eilet reich zu werden, wird nicht unschuldig bleiben, Sprw. 28, 20.
Verhänge deinem Munde nicht, daß er dein Fleisch verführe; und sprich vor dem Engel (dem Priester, Mal. 2, 7.) nicht: ich bin unschuldig (dein Gelübde sn aus Irrthum geschehen), Pred. 5, 5.
Noch sprichst du: ich bin unschuldig; er wende seinen Zorn von mir, Ier. 2, 35.
Vergießet nicht unschuldiges Blut an dieser Stätte, Ier. 22, 3.
Züchtigen will ich dich mit Maaße, daß du dich nicht unschuldig haltest, Ier. 30, 11.
Der HErr ist geduldig, und von großer Kraft, vor welchem Niemand unschuldig ist (der Keinen, welcher es verdient, durch-wischen läßt), Nah. 1, 3.
Ich bin unschuldig an dem Tode dieses Gerechten; sehet ihr zu, Matth. 2?, 24.
Ich habe übel gethan, daß ich unschuldiges Blut verrathen habe, ib. v. 4.
* Sondern mit dem theuren Blute Christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, 1 Petr. 1, 19. S. Ebr. ?, 26.
**Iosevh im Gefängniß. 1 Mos. 39, 21. Naboth, den Iesa-bel steinigen ließ, 1 Kon. 21, 8. EliaZ, der Israel sollte verwirrt haben, 1 Kön. 18, 18. Micha, in den Kerker geworfen, i Kön. 22, 27. die Priester des HErrn, welche Saul todten ließ, i Sam. 22, 16. Zacharias, gesteiniget, 2 Chr. 24, 21. Ieremias, zum Tode verdammt, Ier. 26, 8. 15. Daniel, in die Löwengrube geworfen, Dan. S, 16. Omas, ermordet, 2 Macc. 4, 36. die Kindlem, erstochen, 2 Macc. 8, 4. Susanna, v. 23. Stephanus, gesteinigt, A.G. 6, 13. c. 7, 5g.
z. 2. b) Einfältig, welche die Schmeichelreden nicht einsehen.
Und durch süße Worte und prächtige Neben verführen sie die unschuldigen Herzen, Rom. 16, 18.
Unsichtbar
Was in GOtt, seinen Eigenschaften und Vollkommenheiten nach, unsichtbar, das erkennt Jeder ans den erschaffenen Dingen, und wer diese mit Nachdenken überlegt, der wird von seiner ewigen Allmacht, Allweisheit und auderu Vollkommenheiten überzeugt, Röm. 1, 20.
Was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das
ist ewig, 2 Cor. 4, 16. Durch ihn ist Alles geschaffen, das im Himmel und auf Erden
ist, das Sichtbare und Unsichtbare lc., Col. 1, 16. Aber GOtt, dem ewigen Könige, dem Unvergänglichen und
Unsichtbaren, und allein Weisen, fei Ehre und Preis, 1 Tim.
1, 17. Es ist keine Creatur vor ihm unsichtbar, Ebr. 4, 13.
Unsinnig
Der nicht bei Verstand; seiner Sinne nicht mächtig ist. Der gottlose Unverstand hat Christnm einer Unsinnigkeit beschuldigt.*
So stellte sich David, 1 Sam. 21, 15.
Wir hielten sein Leben für unsinnig, und sein Ende für cine
Thorheit. Weish. 5, 4. "Er hat den Teufel, und ist unsinnig; was höret ihr ihm zu?
Joh. 10, 20.
Unsterblichkeit
z. 1. Die Unsterblichkeit GOttes ist diejenige gottliche Eigenschaft, nach der er das Leben in sich selbst hat, 1 Tim. 6, 16. GOtt allein wird unsterblich genannt, weil er nicht durch eines Andern Willen oder Gnade lebt, sondern kraft seiner Natur.
§. 2. Die Engel sind nnstcrblich, nicht unabhängig, ursprünglich, und durch ihr ewiges Wesen, sondern abhängig, Mittheilungsweile und durch den Willen des'Schöpfers.
§. 3. Uud auf diese Weise sind auch die Seelen der Menschen unsterblich. Ihre Unsterblichkeit wird erwiesen 1) ans der heiligen Schrift, Matth. 10, 28. Pred. Sal. 12, 7. Offb. 6, 9. und 2) aus dem Licht der Vernunft, welche also schließt: Die Seele läßt an sich spüren, daß sie GOtt und ewige Dinge betrachtet, das Allgemeine von dem Besondern unterscheidet, zukünftige Dinge aus dem Gegenwärtigen schließt, und ein Verlangen nach einer ewigen Glückseligkeit hat; welches Alles ihr um eiues ewigen Zweckes willen gegeben sein nmß. Also muß sie unsterblich sein. Für den Christen liegt der stärkste Grund der Hoffnung der Unsterblichkeit in dem Glauben an Christum (so gewiß dieser das ewige Leben ist, so gewiß will er es auch den Seinen mittheilen, Joh. 11, 25. 26. c. 14,19.);. und in dem Bewußtsein des heiligen, m ihm wohnenden Geistes GOttes, Eph. 1, 14. 2 Cor. 1, 22. (S. Seele §. 7.)
z. 4. Die Gerechtigkeit ist unsterblich, Weish. 1, 15. weil sie cmch in jenem Leben bei den Ans-erwählten sein und bleiben wird; und weil sie die Menschen unsterblich macht, Wcish. 5, 16. Was kann doch ein Mensch sein, sintemal er nicht unsterblich ist?
Sir. 17, 29. Dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit, 1 Cor. 15,
S3. 54.
Der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnet in einem Licht, 1 Tim. 6, 16.
Unstet, Unstät
Herum irreud, 1 Mos. 4. 12. 14. Uugewiß sind der Huren Tritte, denn sie laufen hin und her, wie unruhige und durch böse Affecten umgetriebene Leute zu thun Pflegen, Sprw. 5, 6.