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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Wage ? Wahrhaftig.
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1) Ergreife den Schild und Waffen, und mache dich auf, mir zu, helfen, Ps. 35. 2.
2) Der HErr hat seinen Schatz aufgethan, und die Waffen seines Zorns hervorgebracht, Ier. 50, 25.
Wage
8. 1. a) Das Instrument, wodurch man die Schwere einer Sache erforscht, Ezech. 5,1. b) Einer Sache so genane Nntcrsuchung, als wenn es mit einer Wage abgewogen. Rechte Wage, rechte Pfunde ? sollen bei euch sein, 3 Mos.
19, 36.
Falsche Wage ist dem HErrn ein Greuel, Sprw. 11, 1. c.
20, 23.
Rechte Wage und Gewicht ist vom HErrn, Sprw. 16, 11.
Der Kaufmann hat eine falsche Wage in seiner Hand und betrügt gerne, Hof. 12, 8. Amos 8, 5.
Sollte ich die unrechte Wage und falsches Gewicht im Scckel billigen? Mich. 6, n.
b) Wenn man meinen Jammer wäge, und meiu Leiden zusammen in eine Wage legte, so würde es schwerer sein, denn Sand am Meer, Hiob «, 2. 3.
So wäge man mich auf rechter Wage, so wird GOtt erfahren
, meine Frömmigkeit, Hiob 31, 6.
Man hat dich in einer Wage gewogen, und zu leicht erfunden, Dan. 5, 27. (S. Leicht §. 1.)
§. 2. Offb. 6, 5. deutet es eine Huugcrsnoth an, in der man das Getreide nicht messen, sondern abwägen wird.
8. '3. GOttes Wage ist seine Allwissenheit und Allmacht in der Schöpfung nno Erhaltung.
Er wieget die Berge mit einem Gewicht, und die Hügel mit einer Wage, Efa. 40, 12.
Wägen
z. 1. a) Die Schwere einer Sache erforschen, b) Wenn man die Menschen mit der Eitelkeit sollte anf eine Wage legen, so würde diese jene aufziehen, r) schätzen.
n) Absaloms Haar wog 200 Seckel, 2 Sam. 14, 26. d) Menschen sind doch ja nichts, große Leute fehlen auch; sie
wägen weniger denn nichts, so viel ihrer ist, Ps. 62, 10. r) Die Weisheit ist höher zu wägen, denn Perlen, Hiob
28, 18.
§. 2. d) Wie die Meereswellen vom Wind hin und her getrieben werden, so lassen sich Gemüther, die keinen anfrichtigen festen Glauben an Christum haben, wagen und wiegen von allerlei Winde der Lehre, Eph. 4, 14. sie werden von den immer wechselnden Richtungen des Zeitgeistes hin und her getrieben, und sind daher ganz nnbeständig.
Wagen (ourrug)
8. 1. a) Worauf man zu fahren; oder die man im Kriege zu gebrauchen Pflegte. Eine ganze Kriegsrüstung.
Josephs, 1 Mos. 41, 43. c. 46, 29. Naemans, 2 Kon. 5, 21. des Kämmerers, A.G. 8, 28. 29.
Bedeckte Wagen mit 12 Rindern opferten die 12 Fürsten, 4 Mos. 7, 3. Pharaos 600, 2 Mos. 14, 6. wurden ins Meer gestürzt, u. 25. c. 15, i. 4. 19. 5Mos. 11, 4. der Cananiter, Jas. 11, 4. Sisseras, Nicht. 4, 7. der Philister, i Sam. 13, 5. der Syrer, 2 Sam. 10, 18. der Ammoniter, i Chr. 20, 7. Salomons, 2 Chr. 1, 14. Sisaks, 2 Chr. 12, 3.
Mein Vater, mein Vater, Wagen Israels und seine Reuter! 2 Kön. 2, 11. 12.
Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse: wir aber denken an den Namen des HErrn, unsers GOttes, Ps. 20, 8. S. Esa.
31, 1.
Der den Kriegen steuert ? und Wagen mit Feuer verbrennt,
Ps. 4S, 10.
§. 2. b) Das Himmelsgestirn, Hiob 9, 9. c. 38, 32.
8. 3. c) Eine Menge Engel. (S. Heer §. 3.) d) GOttes Gewalt und Majestät, wenn sie sich offenbart, Esa. 66, 15. Hab. 3, 8.
Der Wagen GOttes ist viel tausendmal tausend. Ps. 68, 18. S. 2 Kön. s, 17
Wagenburg
Viele in einander geschobene und geschränkte Wagen, deren man sich ehedem anstatt eincs Walles oder eincr Schanze und Verwahrung wider die Feinde in Belagerungen und Schlachten bediente,
1 Sam. 17, 20. Luc. 19, 43.
Wagenrad, Wagenstadt
S. Dreschwagcn, Esa. 28, 27. 28. Wagenstädte wareu solche, wo Salomo seine Streitwagen aufbewahren ließ, 1 Kön. 10, 26. 2 Chr. 8, 6. c. 9, 25.
Wahl
a) Freier Witte, b) S. Gnademvahl, R'öm. 11, 5. c) Die Erwählten, Röm. 11, 7. d) Ein nach seinem Gutdünken erwählter Gottesdienst, n) Er hat den Menschen von Anfang geschaffen, und ihm die
Wahl gegeben. Sir. 15, 14. d) Lasset euch Niemand das Ziel verrücken, der nach eigner Wahl
einher geht, Col. 2, 16.
Wahn, Wähnen
Meinung. Das Volk wartete, ob sich Johannes herans lassen würde, Luc. 3, 15. Meinen. Matth. 5, 17. c. 10, 34. 2 Cor. 11, 16.
Wahnsinn, Wahnsinnig
Raserei, Nnstnn, Verrücknng der Sinne, 5 Mos. 28, 28. Die wahren Propheten wurden aus Verachtung Wahnsinnige genannt, Ier. 29, 26. vergl.
2 Kön. 9, 11.
Währen, s. Dauern
Seine Güte währet ewiglich, i Chr. 17, 34. 41. Ps. 106, 1. Ps. 107, 1. Ps. 116, 1. Ps. 136, 1. seine Barmherzigkeit, 2 Chr. 5, 13. c. 7, 3. c. 20, 21. Luc. 1, 50. seine Gnade, Pf. 100, 5. Pf. 103, 17. Herrschaft, Dan. 3, 33. Stuhl, Ebr. i, 8.
Sein Zorn währet einen Augenblick ? den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens die Frende, Ps. 30, 6.
Daß seine Jahre währen immer sür und sür (sehr lnuge), Ps. 61, 7.
Unser Leben währet 70 Jahre, Ps. 90, 10.
Die Krone währet nicht für und für, Sprw. 27, 24.
Wahrhaftig
§. 1. Die Wahrhaftigkeit ist die Harmonie des Innern und Aeußern, oder die Uebereinstimmung dessen, was wir scheinen, zu Tage legen mit unsern Gesinnnngen und Empfindungen, mit dem, was wir sind. In der Schrift ist es auch oft so viel wie Treue, Zuverlässigkeit; die Tugeud, wo man bemüht ist, denjenigen Pflichten, wozu man sich durch sein Versprechen freiwillig verbunden, nachzukommen, a) Von GOtt, welcher nicht lügen kann, und sein Wort ist Wahrheit, b) Christo, dem Sohn GOttes.
Des HErrn Wort ist wahrhaftig, und was er zusaget, das hält
er gewiß, Pf. 33, 4. Wer es aber annimmt, der versiegelt es, daß GOtt wahrhaftig
sei. Joh. 3, 33. Es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, welchen ihr nicht
lennet, Joh. 7, 88. c. 8, 86. EZ bleibe vielmehr also, daß GOtt wahrhaftig sei, und alle
Menschen falsch, Rom. 3, 4.
Groß und wunderlich sind deine Werke ? gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, Offb. 15, 3. deine Gerichte, Offb.
16, ?. c. 19, 2. Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß, Offb.
21, 5. c. 22, 6. HErr, du Zeitiger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du?
Ofsb. 6,"i0. b) Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist 2c., Matth.
82, 16. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet,
die in die Welt tommen, Joh. i, 9.