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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Weib,
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Es haben die barmherzigsten Weiber ihre Kinder selbst müssen
kochen, Klaget. 4. io. Sie nöthigen die Weiber in ihrer Krankheit, Ezech. 22, ift. und
treiben unter einander, Freund mit Freundes Weibe, Grellcl,
v. 11. Ja, ihr fahret immer fort mit Morden ? und Einer schändet
dem Andern sein Weib, Ezech. 33, 26. Israel mußte um ein Weib dienen, um ein Weib mußte er
hüten, Hof. 12, 13. Ihr treibet die Weiber meines Volks aus ihren lieben Häusern,
Mich. 2, 9. Es sollen noch förder wohnen in den Gassen zn Jerusalem alte
Männer und Weiber, und die am Stecken gehen vor großem
Alter, Zach. 8, 4.
Verachte Keiner das Weib seiner Jugend, Mal. 2, 15. Ohne dein Weib halte dich zu keiner Andern, Tob. 4, 13. Hast du ein Weib, das dich liebet, so laß dich nicht von ihr
wenden, Sir. 7, 23.
Eifere nicht um dein frommes Weib; denn folches harte Auffehen bringet nichts Gutes, Sir. 9, i. Laß deinem Weibe nicht Gewalt über dich, daß sie nicht dein
Herr werde, ib. v. 2.
Schöne Weiber haben Manchen bethöret, ib. v. 9. Sitze nicht bei eines Andern Weibe, ib. v. n. Wein und Weiber bethören die Weisen, Sir. 19, 2. Schäme dich ? eines Andern Weib zu begehren, Sir. 41, 26. Gleichwie aus den Kleidern Motten kommen; also kommt von
Weibern viel Böses, Sir. 42, 14. Wer ein Weib «?siehet, ihrer zu begehren (in Mehren), der hat
schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen, Matth.
5, 28. Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um Einbruch),
der macht, daß sie die Ehe bricht, ib. v. 32. Unter Allen, die von Weibern geboren sind, ist nicht aufgekommen, der größer fei, denn Johannes, Matth. 11, 11. Habt ihr nicht gelesen, daß, der im Anfang den Menschen gemacht hat, der machte, daß Ein Manu und Weib sein sollte,
Matth. 19, 4. Wer verläßt Häuser ? Weib ? um meines Namens willen,
der wird es hundertfältig nehmen, Matth. 19, 29. Nun in der Auferstehung, wessen Weib wird sie sein unter den
sieben? Matth. 22, 28. Trat zu ihm ein Weib, das hatte ein Glas mit köstlichem Wasser,
Matth. 26, 7. Was bekümmert ihr das Weib? Sie hat ein gutes Werk an
mir gethan, ib. v. 10.
Pilatus Weib ließ ihren Mann warnen, Matth. 27, 19. Erhob ein Weib im Volke die Stimme, und sprach: Selig ist
der Leib 2c., Luc. 11. 27. Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen,
Luc. 14, 20. Gedenket an des Lots Weib (welcher dns Umkehren Unheil brachte),
Luc. 17, 32. Ein Weib, wenn sie gebieret, fo hat sie Traurigkeit, Joh.
16, 21. Ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch in den
unnatürlichen, Nüm. 1, 26. Ein Weib, das unter dem Manne ist, dieweil der Mann lebet,
ist sie verbunden an (den Mann durch) das Gesetz, Röm. 7, 2.
1 Cor. 7, 39. Es ist dem Menschen gut (bequem), daß er kein Weib berühre,
1 Cor. 7, 1.
Um der Hurerei willen habe ein Jeglicher sein eigenes Weib, ib. v. 2. Bist du an ein Weib gebunden, so suche nicht los zu werden;
bist du aber los vom Weibe, so suche kein Weib, 1 Cor.
7, 27. Weiter ist das die Meinung, die da Weiber haben, daß sie seien,
als hätten sie keine, ib. v. 29. Wer aber freiet, der sorget, was der Welt angehöret, wie er
dem Weibe gefalle, ib. v. 33. Haben wir nicht auch Macht, eine Schwester zum Weibe (ein
christliches Eheweib) mit umher zu führen? 1 Cor. 9, 5. Ein Weib, das da betet oder weissaget mit unbedecktem Haupte,
die schändet ihr Haupt, 1 Cor. 11, 5. Das Weib aber ist des Mannes Ehre, 1 Cor. 11, 7. (S. Ehre
z. 5.)
Darum soll ein Weib eine Macht aus dem Haupte haben, 1 Cor.
11, 10. (S. Engel §. 27.) Sure Weiber lasset schweigen unter der Gemeine, 1 Cor. 14,
34. 35. Die Weiber seien unlerthan ihren Männern, als dem HErrn,
Eph. 5, 22. Ja, ein Jeglicher habe lieb sein Weib, als sich selbst, das Weib
aber fürchte den Mann, ib. v. 33. Ihr Weiber, seid Unterthan euren Männern, wie sichs gebühret,
Col. 3, 18. 1 Petr. 3, 1. Desselbigen gleichen die Weiber, daß sie im zierlichen Kleide
mit Scham und Zucht sich schmücken, 1 Tim. 2, 9. 1 Petr. 3, 5. Einem Weibe aber gestatte ich nicht, baß sie lehre, auch nicht,
daß sie des Mannes Herr fei, 1 Tim. 2, 12. Adam warb nicht versühret, das Weib aber ward verführet, ib.
v. 14.
Ermähne aber die alten Weiber, als die Mütter, 1 Tim. 8, 2. Diese sind es, die mit Weibern nicht befleckt sind, Offb. 14, 4.
§. 2. Weib, was habe ich mit dir zu schaffen?
Joh. 2, 4. Das geschah nicht ans Verachtung (s. Mutter z. 2.), sondern der Heiland will ihr, da sie gern ein Wunderwerk von ihm sehen wollte, zu Gemüthe führen, daß sie ihm in Amtssachen nichts vorzuschreiben habe. Sonst war Christus seinen Eltern gehorsam, Luc. 2, 51. S. Schaffen §. 9.
z. 3. Weib, siehe, das ist dein Sohn, Joh. 19, 26. Hier sagt IEsus nicht Mutter, entweder aus Vorsichtigkeit^ sie mit diesem Namen nicht in Gefahr zu stürzen; oder er will ihr betrübtes Herz nicht noch mehr betrüben.
§. 4. Weiber in den Schooß geben, 2 Sam. 12, 8. GOtt hatte dem David des Sauls, als seines Herrn, Weiber zn heirathen nicht verwehrt, und doch hatte er die des Uria genommen.
§. 5. Wenn der Prediger eine Weibsperson nach der andern betrachtet, um zu erfahren, wie viel, oder welche, gute und böse der Zahl nach, einander übertreffen möchten, Pred. 7, 28. so bemerkt er, daß die Weisheit unter dem Weibsvolk seltner, als unter den Mannspersonen sei:
Und meine Seele sucht noch und hat es nicht gefunden (unter dem weiblichen Geschlecht), unter tausend habe ich Einen Menschen (weise Mannsperson) gefunden, aber lein Weib habe ich unter den allen gefunden (nämlich unter so viel tausend Frauen«. Personen hnde ich kein gottlich weises Weibsbild antreffen können), Pred. 7, 29.
z. 6. Die Vielweiberei hat Lamech aufgebracht, 1 Mos. 4, 19. GOtt hat es im A. T. übersehen, aber niemals gut geheißen, viel welliger befohlen. Sie ist wider die erste Einsetzung, Matth. 19, 4. Der weiseste König wurde dadurch verführt, 1 Kön. 11, 1. 3. vergl. 5 Mos. 17, 17. (S. Ehe §. 5.)
z. 7. III) Das treulose Iuoenvolk, welches von GOtt abtrünnig wurde, Ier. 3, 1. Wie denn Iuda und Israel mit zwei Hureu verglichen werden, Ezech. 23, 2. IV) Ganze Völker, Ezech. 16, 41.
Das Haus Israel achtet meiner nicht; gleich wie ein Weib ihren
Buhlen nicht mehr achtet, Ier. 3, 20. Sprechet das Urtheil über eure Mutter, sie sei nicht mein Weib,
und ich will sie nicht haben, Hof. 2, 2.
§. 8. V) Die Kirche. (S. Mann §. 3.) Ein Weib, mit der Sonne bekleidet, Offb. 12, 1. ist
die reine Kirche, wie sie sich au das Wort Christi und die Freiheit des Evangeliums, so wie es die 7 Apostel gepredigt, fleißig gehalten, unter des Kaisers Schutz, v. 14. der angemaßten Herrfchaft des Bischofs zu Nom, auch vor der Reformation, wo zwar das Häuflein der treuen Bekenner klein, sich widersetzt, bis es endlich mehr und mehr gestärkt und durchgebrochen.* Der HErr hat dich lassen im Geschrei sein, daß du seiest wie ein
verlassenes und von Herzen betrübtes Weib, und wie ein junges
Weib, das verstoßen ist, Esa. 54, 6. * Die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat
sich bereitet, Ofsb. 19, 7. c. 21, 9.
z. 9. VI) Das antichristische Reich. Dieses wird, Offb. 17, 3.4 f. unter dem Bilde einer großen Hure vorgestellt, welche mit ihrem verführerischen Schmuck viele Völker zur Abgötterei gebracht.
§. 10. VII) Eine falsche Lehre, Zach. 5, 7. (S. Epha §. 2.)
z. 11. VIII) Ein weibisches, d. i. furchtsames, weiches, verzagtes Gemüth, Esa. 19,16. Ier. 51, 30. Kinder sind Treiber meines Volts, Weiber herrschen über sie
Esa. 3, 12. Siehe, dem Volk soll zu Weibern werden in dir. Nah. 3, 13.
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