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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Widerstreben ? Wiedergeburt.
Du bist der mächtige GOtt, der große Thaten thut, und Niemand kann dir widerstehen, Jud. iß, 16. Wer kann der Macht deines Armes widerstehen? Weish.
11, 22.
Und sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem
Geiste, au s welchem er redete, A.G. 6, 10. Wer kann seinem Willen widerstehen? Rom. 3, 13. Paulus dem Petrus unter Augen, Gal. 2, 11. GOtt widerstehet den tzoffänigen, aber den Demüthigen giebt
er Gnade. 1 Pctr. 5, 5.
Dem (Teufel) widerstehet fest im Glauben, ib. v. 9. Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden, über den
Kämpfen wider die Sünde, Ebr. 12, 4. Widerstehet dem Teufel, so slichet er von euch, Iac. 4, 7.
Widerstreben
§. 1. a) Nntreulich und fälschlich an GOtt handeln, Neh. 9, 26. b) Ungehorsam sein, dem heiligen Geist, der auf so viel Art zur Vuße und Gottesfurcht lockt, A.G. 7, 51.
n) Ungehorsam ist eine Zaubereisünde, und Widerstreben ist
Abgötterei, i Sam. 15, 23. b) Wer sich nun wider die Obrigkeit fetzet, der widerstrebet
GOttes Ordnung, Rom. 13, 2.
§. 2. c) Wiedervergelten und mit gleicher Münze bezahlen.
Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Uebel, sondern so dir Jemand einen Streich giebt auf den rechten Backen, dem biete den andern auch dar, Matth. 5, 39. S. Lacken S. 119.
Widerwärtig
Ein Feind. Widersacher.
Mit deiner großen Herrlichkeit hast du deine Widerwärtigen gestürzt, 2 Mos. 15, 7.
Wirst du aber seine Stimme hören, und thun Alles, was ich dir sagen werde: so will ich deiner Feinde Feind, und deiuer Widerwärtigen Widerwärtiger sein, 2 Mos. 23, 22.
Ihre Widerwärtige betrübte sie, 1 Sam. 1, 6.
Deine Widerwärtigen brüllen in deinen Häusern, Ps. 74, 4.
Der da ist ein Widerwärtiger (Antichrist), 2 Thess. 2, 4. (S. GOtt tz. 9.)
Mit heilsamem und untadeligem Wort, auf daß der Widerwärtige sich schäme, und nichts habe, daß er von uns möge Böses sagen, Tit. 2, 8.
Widerwärtigkeit
Allerhand Verdruß, Unruhe, Noth.
Mein Kind, in Widerwärtigkeit sei getrost, und trotze aus dein
Amt, Sir. 10, 31. (S. Trotzen ß. 4.) Da ist immer Zorn ? Widerwärtigkeit, Sir. 49, 4.
Wiedehopf
Andere: Ein Hasel- oder Berghuhn. Den Juden zu essen verboten, 3 Mos. n, 19.
Wiederbringen
Der Messias soll das Verwahrlosete (d. i. das besonders, als ein Eigenthum GOttes Bewahrte) von dem Irrwege des Verderbens zum Frieden herum lenken, Esa. 49, 6. (Von der Wiederbringuug aller Dinge s. Neu z. 3.)
Wiedererstattung
§. 1. Des unrechten Guts. Unrecht Gut ist alles dasjenige, was man durch Geiz, Arglist, Betrug, Ungerechtigkeit, Vervortheiluug hat oder sucht.
§. 2. Die Art und Weise der Wiedererstattung mnß uns GOttes Wort, die Zucht der Weisheit und dn Gnst der Wahrheit, wie auch das eigene Ge-wisseu und kluge Vorsichtigkeit an die Hand geben, Luc. 19, 8. Eph. 5,15. Wenn derjenige, dem das Gut zusteht, uicht mehr am Leben, sammt den Seinigen, muß man am Werthe so viel an die Armen austheilen, Dan. 4, 24. Luc. 16, 9. kann man nicht Alles erstatten, so erstatte man, so viel man kann.
und bitte GOtt, daß er ersetze, was man nicht kann ersetzen.
z. 3. Diese Wiedererstattung ist nun höchst nöthig, 1) wegen des göttlichen Befehls, 3 Mos. 6, 4.5. 2) weil es sonst lauter Gift, Bann und Fluch vor GOtt ist, Ios. 7, 11. 12. 25. Sprw. 20. 17.
3) weil bei unrechtem Gut kein Gedeihen, sondern lanter Verderben ist. Hagg. 1, 6. 9. Esa. 24, 6. Zeph. 1, 9. 3, 6. 13. Hiob 20, 15. 2 Mos. 20. 5.
4) wcil die wahre Buße dadurch verhindert wird, Esa. 1, 16. 17. 5) weil man keine Vergebuug der Sünden erlangen kann, so lange man das unrechte Gnt behält, 6) weil es die Liebe des Nächsten erfordert, Matth. 7,12. 7) wcil uns GOtt durch herrliche Verheißungen lockt, daß wir nns vor unrechten: Gut hüten, und dasselbe wieder erstatten sollen, Esa. 58, 6. 8. Luc. 19, 8. und 8) weil man, so lange man das uurechte Gut behält, aller Guaden-wirkungen GOttes unfähig ist, und an Christo keinen Theil hat, 1 Cor. 6, 8. 9. ja auf diese Weise Christum verläugnet, als der an unserer Statt nicht allein erstattet, was wir nicht konnten erstatten, sondern auch die Nothwendigkeit einer Erstattung damit geoffenbaret und versiegelt.
Wiedergebären, Wiedergebnrt
z. 1. a) Die göttliche Handluug, wo GOtt nach seiner Barmherzigkeit dem in Süuden empfangenen und geborenen Menschen durch Wort und Sacra-mente, Iac. 1, 18. 1 Petr. 1, 23. (den Kindern durch die Taufe, Tit. 3, 5.) den wahren Glauben und durch denselben in Christo Vergebung der Sünden, das geistliche Leben und die ewige Seligkeit schenkt. (S. Geboren z. 2. Creatur §. 6.) Sie heißt auch:
Neue Schöpfung, 2 Cor. 5, 17. lebendig machen, Eph. 2, S. neue Geburt, Joh. 3, 3. Geburt aus dem Geist, Joh. 3, 6. aus Wasser und Geist, Joh. 3, S.
Gelobet sei GOtt und der Vater unsers HGrrn IGsu Christi, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat tc., i Petv. i, 3.
Ms die da wiedergeboren sind, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, ib. v. 23. Nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir gethan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt 2c., Tit. 3, 5.
§. 2. Der dreieinige GOtt, Joh. 1, 13. 1 Joh. 4, 7. der Vater, 1 Petr. 1,2. der Sohn, Esa. 8,18. Ebr. 2,13. und der heilige Geist, Joh. 3, 3. Tit. 3, 5. wirket die Wiedergeburt. Wie der Thau aus der Morgenröthe, sa werden dir deine Kinder gebaren, Ps. 110, 3. Die Wiedergeburt ist ein größeres Wunder, als die leibliche Schöpfung; und ohne sie würde uus das leibliche Leben nicht wün-schenswerth sein können; sie ist uuentbehrlich: auf Seiten der Menschen, nm der Tiefe ihres Verderbens willen, Ps. 51, 7. auf Seiten GOttes aber um seiner Gerechtigkeit, Heiligkeit und Wahrheit willen, die nicht zugiebt, daß sich GOtt bei solchem Herr-schendeu Verderben mit dem Menschen vereinige und Gemeinschaft habe, und doch das Vild GOttes in seinem innersten Grunde, mit Untergang und Ver-tilguug des satanischen Bildes, will wieder aufgerichtet wissen, Joh. 3, 5. 7. Diese Nothwendigkeit ist allgemein: wie alle Menschen von Natur Flehch find, also bedürfen sie alle der Wiedergeburt. Durch die Wiedergeburt geschieht bei dem Menschen eine wahre und geistliche Veränderung im Geist seines Gemüths; der Mensch bleibt nicht wie vorhin fleischlich gesinnt, Röm. 8, 7. so daß das Fleisch weiter in ihm herrschte, sondern das Fleisch ist nun bei ihm gekreuzigt, und