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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Zeichen ? Zelt.
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abgetheilt und das je zehnte Stück GOtt oder seinen Stellvertretern dargebracht wnrde. Die Entrichtung des Zehnten war daher bei keinem Volke so strenge Neligionspflicht, wie bei Israel. Bahr, I. 179?182.
Demselben gab Abraham den Zehnten von allerlei, i Mos.
1t, 20. uergl. Ebr. 7, 2 ff. Alles, was du mir giebst, deß will ich dir den Zehnten geben
(uitllncht unter die Armen nu st heilen), 1 Mos. 28, 22. Mußten die Israeliten jährlich den Leviten geben, 3 Mos.
27, 30 f. und diese von ihrem dem Hohenpriester, 4 Mos.
18, 28.
Heilige deinen Zehnten fröhlich, Sir. 35, 11. Ich ? gebe den Zehnten von Allem, das ich habe, Luc.
16, 12.
Zeichen
§. 1. I) Zeichen dienen dazu, damit a) etwas erkannt werde, daß es künftig geschehen soll; b) daß eine Sache vergewissert nno bestätigt; c) damit eine bekannte Sache ins Gedächtniß gebracht nno im Andenken erhalten werde :c. S. Denkmal. 2 Mos. 13, 9.
Ihr sollt nicht der Heiden Weise lernen, und sollt euch nicht
fürchten vor den Zeichen des Himmels, Ier. 10, 2. a) 1 Sam. 2, 34. c. 14, 10. Esa. 20, 3. c. 55, 13. Welches ist das Zeichen, daß mich der HErr wird gesund machen?
2 Kön. 20, 6. Fordert von mir die Zeichen (fraget mich um die zukünftigen
vinge), Esa. 45, 11. Könnet ihr denn nicht auch die Zeichen dieser Zeit urtheilen
(meine Erscheinung, Wunder, Lehren und die Wirkungen
dnuon, die Errveckung der Gemiither erkenne», und darnus
das große Werk, da« GGtt vor hat, schließen)? Matth.
16, 3. Welches wird das Zeichen sein deiner Zukunft und der Welt
Ende? Matth. 24, 3. Und es werden Zeichen geschehen an der Sonne, und Mond,
Luc. 21, 25. u) Lieber, habe ich Gnade vor dir gefunden, so mache mir
ein Zeichen, daß du es seist, der mit mir redet, Richt.
6, 17.
Thue ein Zeichen an mir, daß mir es wohl gehe, Pf. 86, 17. c) Der Regenbogen, ein Zeichen des Bundes, i Mos. 9, 12. 13. O die Beschneidung. 1 Mos. 17, 11.
Und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, 5 Mos.
e, 8.
§. 2. Das Zeichen an Cain, 1 Mos. 4, 15.
wird meist für ein stetes Zittern der Hände nno Weder ausgegeben. Es kann sein, daß er seiner Sünde halber die Augen niedergeschlagen nno Niemand hat ansehen können. Wie denn die Sünder mit einem Vraudmaal im Gewissen gezeichnet. Genug, GOtt wollte nicht haben, daß sich an dem Cain Jemand vergreifen sollte.
z. 3. Daß Eze'ch. 9, 4. 6. daS Zeichen, womit die Auserwählten vor den Verfolgnngen versiegelt wurden, Ossb. 7, 3. sichtbar gewesen, kann nicht erwiesen werden. Man kann also nicht sagen, daß es mit einem Kreuz, oder dem Namen Iehovah geschehen. GOtt kennt seine Auserwählten, und sie haben seinen Namen an ihrer Stirn. Ist es ja sichtbar gewesen, so ist es darum verschwiegen, damit es nicht möge dem Mißbrauch unterworfen werden.
8. 4. Luc. 2, 34. heißt Christus ein Zeichen, dem widersprochen wird. Er war ein Ziel, worauf der Satan und sein ganzer Anhang seindlich los ging, und eben dieser Widerstand, den Christus faud, zeigt die gewaltige Kraft seiner Wahrheit an. Des Menschen Sohn« Zeichen am Himmel, Matth. 24, 39. ist nicht das Zeichen des Kreuzes, oder sonst ein Zeichen von Ehristo, sondern (Fsnitiv. exsSßt.) Christus selbst, das höchste Zeichen, wenn er in seiner Herrlichkeit erscheint.
8. 5. Il) Göttliches. Ein 1) göttliches, ein 2) erdichtetes. S. Wunderwerk. Wunder heißen Zei-
chen, als bedeutsame Hinweisungen auf die göttliche Sendung des Wunderthäters, nm ihm Gehör und Glauben zu verschaffen, 5 Mos. 13, 1. 2.
1) That Moses in Egypten, 2 Mos. 4, S. c. 10, 1. Ps. 76,43. Ier. 32, 21.
Darum so wird euch der HErr selbst ein Zeichen geben: Siehe,
eine Jungfrau :c., Efa. 7, 14. Seine Zeichen find groß, und seine Wunder find mächtig, Dan.
3, 33. Und er that daselbst nicht viele Zeichen um ihres Unglaubens
willen, Matth. 13, 58. Die Andern versuchten ihn und begehrten ein Zeichen von ihm
vom Himmel, Luc. 11, 16. Das ist das erst« Zeichen, das IEsus that, Joh. 2. 11. das
andere, Joh. 4, 54. that IEsus an den Kranken, Joh. 6, 2.
die Apostel, Marc. 16, 17. A.G. L, 43. c. 6, 8. Niemand kann die Zeichen thun, die du thust, es sei denn GOtt
mit ihm, Joh. 3, 2. Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht.
(Christus tadelt dng Selienn» allen mit eigenen Augen, denn den
Hllnptmnnn, Mntth. 8, 8?10. ladt er.) Ob er wohl solche Zeichen that, glaubten fie doch nicht an ihn.
Joh. 12, 37. Auch viele andere Zeichen that IEsus, die nicht geschrieben sind
in diesem Buch, Joh. 20, 30.
2) Es werden falsche Christi und falsche Propheten ausstehen und große Zeichen und Wunder thun, Matth. 24, 84. wie der Antichrist, 2 Thess. 2, 9. Offb. 13, 13.
Zeichendeuter
Leute, die alles Gegenwärtige und Zukünftige aus dem Lauf des Gestirus, Geschrei und Flug der Vögel, Liueamenten der Hände und andern natürlichen Begebenheiten gewiß wissen wollen. Auf Pnnctirer, Wahrsager, kluge Fraueu, Zigeuner u. dergl. Gaukler trauen, ist Abgötterei. Forschet nicht von den Zeichendeutern, 3 Mos. 19, 31. Esa.
8, 19.
Sie sollen deZ Todes sterben, 3 Mos. 20, 27. Mich. 5, II. Soll nicht in Israel gefunden werden, 5 Mos. 18, 11. vertrieb
Saul, 1 Sam. 28, 3. 9. Iosia, 2 Kon. 23, 24. hielt Ma-
nasse. 2 Kon. 21, S.
Zeichnen
Christns vergißt seine Kirche nimmermehr. Drum heißt es: Siehe, in die Hände (mit Nngtlmaalen) habe ich dich gezeichnet,
Esa. 49, 16.
Zeigen
Durch das Wort und den heiligen Geist bekannt machen. HErr, zeige mir deine Wege, und lehre mich deine Steige, Ps.
25, 4.
Wer Dank (Oekemlwiß des göttlichen Namens) opfert, der preiset mich; und das ist der Weg, daß ich ihm zeige das (evangelische) Heil GOttes (der Vergebung der Slindm und waliren Seligkeil), Ps. 50, 23.
Zeige deinen Knechten deine Werke, und deine Ehre ihren Kindern, Ps. 90, 16.
Ich will ihn sättigen mit langem Leben, und will ihm zeigen mein Heil, Pf. 91, 16.
Er zeiget (läßt verkündigen) Jacob sein Wort, Ps. 147, 19.
Zeiger
Ein Sonnenzeiger, 2 Kon. 20, 11. Esa. 38, 8.
Zeihen
a) Beschuldige«; b) überweisen. 2) Es treten frevelhafte Zeugen auf, die zeihen mich, deß ich
nicht schuldig bin, Ps. 25, 11. u) Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? Joh.
8, 46.
Zeit
z. 1. a) Die Zeit ist, worin Etwas einen Anfang hat, und natürlicher W^ise auch aufhören kann. Wende diese wohl an, mein Christ, du sitzest, auf Nochnung; sie kann nicht ersetzt werden, und du hast deren nie zu viel übrig, dich zu bessern, b) Die