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Illustrierte Kunstgeschichte

Johannes Emmer, Deutsche Volksbibliothek A.-G., Berlin, ohne Jahr [1901]

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Die hellenische Kunst.

Grabstele erscheint die Kunstentwicklung in den aus verschiedenen Gräbern und Schatzhäusern stammenden Metallarbeiten, wie in der goldenen Gesichtsmaske (Fig. 76) und den Diademen aus Goldblech (Fig. 77 u. 80) mit schönen erhabenen und vertieften Linienverzierungen. Noch besser in der Dolchklinge, mit der eingelegten Darstellung einer Löwenjagd (Fig. 81), und am vollendetsten in der getriebenen Darstellung einer weidenden Stierheerde, auf einem goldenen Becher aus Vafio (Fig. 82), deren Wiedergabe eine überraschend natürliche ist. An der Grenze der hohen Kunst steht die Bronzeplatte aus Olympia (Fig. 83) mit Darstellungen einer geflügelten Artemis, die zwei Löwen an den Hinterfüßen hält, darüber ein Schütze, der einen Kentaur verfolgt, und Greifen und Adler. Noch näher steht der hohen Kunst das Flachbild des Löwenthores zu Mykenai (Fig. 84), mit zwei Löwen, die mit den Vorderfüßen auf einem Sockel stehen, auf dem sich eine Säule erhebt. Fig. 84 zeigt zugleich eine Eigenart der mykenischen Baukunst, die in dem Zusammenfügen großer Steinblöcke bestand. Das letzte Bild der Tafel S. 72 und Fig. 78 und 79 geben ein paar Beispiele der Vasenbemalung des mykenischen, des Dipylon- und des korinthischen Stils.

Beispiele der Baukunst. Die griechische Baukunst versuche ich an einigen noch jetzt in einigermaßen wohl erhaltenem Zustande befindlichen Bauwerken zu zeigen. Auf Wiedergabe von Rekonstruktionen habe ich verzichtet; die Einzelheiten, die die verschiedenen Stile kennzeichnen, die Säulen, Kapitäle usw. findet man in den Erläuterungen unter "Stilvergleichung" und unter den einzelnen Schlagworten wie z. B. die Grundrisse der wichtigsten Tempelarten unter "Tempel".

^[Abb.: Fig. 131. Standbild der Hera.

Rom, Vatikan.]

^[Abb.: Fig. 132. Die sog. Hera Farnese.

Neapel, Museo Nazionale.]