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Illustrierte Kunstgeschichte

Johannes Emmer, Deutsche Volksbibliothek A.-G., Berlin, ohne Jahr [1901]

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Erklärung der technischen und fremden Ausdrücke.

Moschee: Gotteshaus der Mohammedaner.

Musen: Die neun Göttinnen der schönen Künste: Erato (Scherz- und Liebeslieder), Euterpe (Tonkunst), Kalliope (Heldengedicht), Klio (Geschichte), Melpomene (Trauerspiel), Polyhymnia (Festgesang und Beredsamkeit), Thalia (Lustspiel), Terpsichore (Tanzkunst), Urania (Himmelskunde).

Musivisch: Eingelegt, als Mosaik behandelt.

Mutuli (Mutulen): Balkenköpfe, die Platten mit Tropfen an der Unterseite des Kranzgesimses.

Nagelkopffries: Aus kleinen pyramidenförmigen Körpern zusammengesetzte Verzierung des romanischen Stils.

Najaden: Quellgöttinnen.

Naos: Soviel wie "Cella" s. dort.

Narthex: Schmale Vorhalle der altchristlichen Kirchen.

Nase: Vorsprung.

Nebenchöre: Runde oder vieleckige Abschlüsse der über das Querschiff fortgeführten Seitenschiffe.

Nereiden: Meeresgöttinnen.

Nero antico: Schwarzer Marmor.

Netzgewölbe: Kreuzgewölbe mit zahlreichen netzartig verschlungenen Zierrippen.

Niello (von nigellum = schwarz): Mischung von Kupfer, Silber, Blei u. Schwefel zum Ausfüllen von graviertem Metall; ebenso die auf diese Art hergestellte Arbeit selbst.

Nimbus: Heiligenschein.

Nute: Furchenartige Vertiefung.

Nymphen: Quellgöttinnen.

Obelisk: Vierseitige Spitzsäule; freistehender, viereckiger sich nach oben verjüngender Pfeiler, hauptsächlich in der ägyptischen Kunst, meist aus einem Stein bestehend (Monolith).

Oberlicht: Fensteröffnung über der Thür.

Oblong: Längliches Rechteck.

Ochsenauge: Elliptische Lichtöffnung.

Oeuil de boeuf, s. Ochsenauge.

Okeaniden: Meeresgöttinnen.

Oktogon: Achteck.

Omphalos: Nabel, Schildbuckel.

Opisthodomos: Hinterhaus, als Schatzkammer verwendeter Raum hinter der Cella.

Opus musivum: Mosaik-Werk; O. sectile: Plattenmosaik; O. tessalatum: Würfelmosaik.

Ornament: Verzierung, Schmuckwerk.

Oval: Eiförmig, das Eirund.

Pagode: Chinesisches, turmähnliches Bauwerk, freistehender indischer Tempel.

Palette: Farbenbrett, Farbenplatte des Malers.

Palladium: Bild der Pallas, dessen Besitz Schutz gewähren sollte, daher im übertragenen Sinne für alle schützenden Heiligtümer gebraucht.

Palmette: Palmblatt, hand- oder fächerförmiges Blattschmuckwerk.

Panneau: (Paneel) Füllung, Täfelung.

Pantheon: Der allen Göttern geweihte Tempel in Rom.

Papyrus: Das Schreibmaterial (Papier) der Alten, aus der Papyrusstaude gewonnen.

Paradies: Vorhalle vor der Seitenthür der Kirchen.

Paramente: Kirchliche Geräte, Meßgewänder etc.

Paß: Von Kreisbogen begrenzte Maßwerksfigur: so Dreipaß aus drei, Vierpaß aus vier, Vielpaß aus vielen Kreisausschnitten gebildete Figur.

Passementerie (Posamenterie): Tressenarbeit.

Pastellmalerei: Malerei mit farbigen Stiften.

Patera: Flache gestielte Schale.

Paternoster (Vaterunser): Betschnur.

Patina: Edelrost, der durch das Alter oder künstliche Mittel erzielte Ueberzug auf Bronzen.

Patrone: Ausgeschnittene Form, Schablone.

Pavillon: Zelt; mit Zeltdach versehener Gebäudeteil.

Pechnase: Unten offener, erkerartiger Vorsprung an Burgen, aus dessen Oeffnung siedendes Pech u. dergl. auf die Angreifer gegossen wurde.

Pectorale: Brustschmuck.

Pendelstil: Abart des englisch-gotischen Stiles, (S. 304), auch Perpendikularstil genannt, bei dem im Maßwerk senkrechte Stäbe vorherrschen.

Pendentif: Dreieckige Gewölbezwickel, die bei Ueberwölbung eckiger Räume mit einer Kuppel die Ueberleitung vom Unterbau zu dieser bilden.

Pentagramm: Fünfzug, Sternfünfeck, Drudenfuß.

Peripherie: Umfang des Kreises.

Peripteros: Von Säulen umgebener Tempel.

Peristyl: Säulenhalle.

Perlenstab oder Perlenschnur: In der Baukunst ein aus ausgemeißelten Perlen und linsenförmigen Scheibchen zusammengestztes Glied.

Perpendikularstil: S. Pendelstil.

Personifikation: Verkörperung, Darstellung eines Begriffes oder einer Sache durch eine Person.

Perspektive: Die Lehre von den Gesetzen des Räumlichsehens.

Pfeifen: Kurze Kanneluren oder Rinnen.

Pfeiler: Stützen von meist eckiger Form.

Pfosten: Die senkrechten steinernen Teilungen (Stäbe) der gotischen Fenster (S. 289).

Pfühl: Starker, ausgebauchter Rundstab, besonders an der Säulenbasis.

Phiole: Antikes Fläschchen.

Piedestal: Fußgestell, Unterbau der Säulen und Pfeiler.

Pigment: Farbstoff.

Pilaster: Flacher Wandpfeiler mit Kapitäl.

Pinakothek: Gemäldesammlung.

Pinienzapfen: Krönendes Schmuckwerk in Form der Frucht der Pinie, Kiefer u. s. w.

Plattform: Ebner Abschluß eines Gebäudes.

Plinthe: Sockel-Fuß, die meist viereckige Platte, auf der die Säule steht.

Politur: Der Glanz, Glätte, Ueberzug mit Schellackfirnis.

Polychrom: Vielfarbig.

Polygon: Das Vieleck.

Portal: Eingang.

Portikus: Säulenhalle, Vorhalle, Thor.

Postament: Fußgestell, Unterbau der Säulen und Pfeiler.

Postikum: Hintergemach, der hintere der Vorhalle entsprechende Raum des griechischen Tempels.

Prärafaëliten: Gruppe englischer Maler, die auf die Meister vor Rafael zurückgingen.