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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Armstead; Arndt; Arnold

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Armstead - Arnold.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Armitage'

In allen diesen Bildern herrscht eine gründliche Durchbildung der Form in idealem Sinn. Seit 1872 ist er Mitglied der Akademie in London.

Armstead (spr. -stĕdd), Henry Hugh, engl. Bildhauer, geb. 18. Juni 1828 zu London, besuchte die dortigen Zeichenschulen und die Akademie, wo er Herbert, Baily und andre Meister zu Lehrern hatte. Mit der Kunst der Skulptur verbindet er auch die Ausübung der Zeichenkunst für den Holzschnitt sowie die Gold- und Silberarbeit; dahin gehören z. B.: die Georgsvase, die Tennysonvase und mehrere kunstreiche silberne Schilde. Seine Arbeiten in Marmor, Bronze, Stein und Holz an der Süd- und Ostseite des Podiums vom Albert-Memorial im Hydepark stellen eine Reihe von Musikern und Malern der italienischen, deutschen, französischen und englischen Schule dar und auf den vorspringenden Ecken des Podiums in großen Bronzegestalten die Chemie, Astronomie, Medizin und Redekunst. Er schuf einen großen Teil der Bildwerke an der Außenseite des Ministeriums der Kolonien, die Statuen der Religion, der Philosophie und König Heinrichs VI. auf dem Brunnen vom King's College in Cambridge, ganz neuerdings die Statue des verstorbenen Bischofs von Winchester in der dortigen Kathedrale und zahlreiche sonstige gut modellierte Idealfiguren. Seit 1875 ist er Genosse der Akademie in London.

Arndt, Franz Gustav, Landschaftsmaler, geb. 20. Aug. 1842 zu Lobsenz bei Posen, widmete sich der Malerei auf der Kunstschule zu Weimar, wo er Alex. Michelis und Theod. Hagen zu Lehrern hatte und 1876 außerordentlicher Professor der Landschaftsmalerei sowie 1879 Sekretär der Kunstschule wurde. 1872 und 1877 machte er Studienreisen in Italien. Zu seinen Hauptwerken, in denen sich ein tüchtiges Studium der Baumnatur bemerklich macht, gehören: die Ausmalung eines Saals für den Konsul Weber in Hamburg (die vier Jahreszeiten) im Verein mit dem Maler H. C. Krohn, für den Prof. Friedberg in Leipzig die Dekoration eines Saals mit italienischen Landschaften sowie die ↔ Bilder: die Elegie (prämiiert in London), Sommermorgen in der Rhön, norddeutsches Kirchlein u. a.

Arnold, 1) Christian Friedrich, Architekt, geb. 12. Febr. 1823 zu Drebach im Erzgebirge, kam auf der Akademie zu Dresden unter die Leitung Sempers, wo er sehr bald den mit einem Reisestipendium verbundenen ersten Preis erhielt. So bildete er sich 1850-52 auf Reisen in Italien, Frankreich und Belgien weiter aus, machte überall fruchtbringende und erfolgreiche Studien und wurde nach seiner Rückkehr Professor der Baukunst an der Akademie in Dresden. Außer mehreren Dorfkirchen in Sachsen baute er die Villa Souchay an der Elbe (1858-60), die Kreuzschule in Dresden und ein dortiges Gymnasium, war als Architekt für das Domkapitel in Meißen thätig und baute 1865-69 die Sophienkirche in Dresden in edelgotischem Stil um. Sehr vorteilhaft bekannt machte er sich durch die Herausgabe des Prachtwerks »Der herzogliche Palast von Urbino, gemessen, gezeichnet und herausgegeben von Friedrich A.« (Leipz. 1856-57).

2) Hermann, Historien- und Genremaler, geb. 7. Mai 1846 zu München, bezog mit 17 Jahren die dortige Akademie und bildete sich unter Hiltensperger, Anschütz, Alex. Wagner, Schraudolph und Karl v. Piloty. Außer zahlreichen kleinern Arbeiten malte er für Luxemburg ein Altargemälde, eine großartig wirkende, stimmungsvolle Überschwemmungsscene, der Schützenkönig und die Nachbarskinder. Unterbrochen wurde seine Thätigkeit durch die Teilnahme am Krieg von 1870/71, in welchem er schwer verwundet wurde. Neuerdings malte er für die neue evangelische Kirche in Tölz (Oberbayern) die Darstellung des Christus nach Lionardo da Vincis Abendmahl.

3) Karl Johann, Tiermaler, geb. 30. Aug. 1829 zu Berlin, machte seine Studien auf der Akademie in Kassel, ging dann nach Antwerpen und kehrte nach Berlin zurück, wo er Schüler von Menzel wurde, sich aber einem von dessen Stoffgebiet völlig verschiedenen zuwandte, der Tiermalerei. Seine Bilder,

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 19.