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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Arnoux; Arnz; Arons; Artaria; Aßmus

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Arnoux - Aßmus.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Arnold'

Anmerkung: Fortsetzung von Nummer 3)

die meistens die Leiden und Freuden der Hunde und andrer Haustiere darstellen, haben bisweilen ein etwas flaues und stumpfes Kolorit, ebenso seine Porträte. Von seinen Tierbildern erwähnen wir nur die durch Stich und Lithographie populär gewordenen: Fanny und ihre Verehrer und Wo ist Fanny? (eine Dame mit ihrem Hündchen vor dem Spiegel). In den letzten Jahren brachte er auch einige Scenen aus dem Leben unsrer Zeit, z. B.: Kaiser Wilhelm auf der Promenade, Abschiedsdiner zu Ehren des Kongresses im Weißen Saal, die durch ihre Auffassung und Naturwahrheit große Anerkennung fanden.

Arnoux (spr. arnúh), Charles Albert d', s. Bertall.

Arnz, Albert, Landschaftsmaler, geb. 24. Jan. 1832 zu Düsseldorf, bildete sich auf der dortigen Akademie unter Oswald Achenbach aus und bereiste nachher Italien und die Schweiz. Seine deutschen Landschaften sind im allgemeinen wegen ihrer Naturtreue und ihres warmen Gefühls den italienischen vorzuziehen, die oft eine zu große Verwandtschaft mit seinem genannten Lehrer verraten. Zu den bedeutendsten gehören: der Regenstein im Harz, Schweizerlandschaft, Waldlandschaft mit Schafherde, Sommerlandschaft, und zu den sehr lobenswerten italienischen besonders: auf den Ruinen des alten Rom (1869), das Kolosseum und Strand bei Neapel (1871).

Arons, Philipp, Genremaler, geb. 17. Sept. 1821 zu Berlin, war dort anfangs Schüler von Daege und ging später nach Paris, wo er sich unter Lepaulle und besonders unter Cogniet weiter bildete. Von 1848 bis 1851 verweilte er in Rom und ließ sich dann in Berlin nieder. Er malte Bildnisse, namentlich weibliche, in denen er Grazie der Erscheinung mit Zartheit und Eleganz der Farbe verbindet, und kleine Genrebilder aus der Zeit des Rokoko mit allerlei Kavalieren, deren Haupteigenschaft die Eleganz der Pinselführung ist, welche nach einer charakteristischen Stoffmalerei strebt.

Artaria, Matthias, Zeichner und Genremaler, geb. 19. Juni 1814 zu ↔ Mannheim, wurde zum Kaufmannsstand bestimmt und kam erst im 22. Jahr auf die Akademie in Düsseldorf, wo er bis 1838 blieb, indem er durch den Umgang mit A. Achenbach und andern Künstlern ersetzte, was ihm an gründlicher Schulbildung fehlte. In der Malerei widmete er sich vorzugsweise dem Sittenbild und studierte eifrig das Leben des Landvolks. Deshalb bereiste er Tirol und brachte mehrere Genre- und historische Bilder aus dem Leben der dortigen Bewohner, z. B.: ihren Heldenkampf 1809, Verteidigung des Iselbergs durch Tiroler Schützen, Hochzeit im Zillerthal, Kirchgang in der Christnacht (Neue Pinakothek in München), der blasende Postillon u. a., die von recht lebendiger Zeichnung und geschickter Komposition, aber in der Malerei nicht vollkommen sind. 1844 machte er eine Reise nach Spanien, infolge deren manche interessante Bilder entstanden, z. B.: Schloß Elche bei Alicante, der Improvisator an einem Brunnen, Marktscene in Valencia, fliehende Guerillas und die Gitanos. Unter seinen übrigen, zum Teil historischen Genrebildern erwähnen wir nur: die gefangenen Hugenotten, Verhaftung Ravaillacs nach der Ermordung Heinrichs IV., Wachtstube im Innern eines Rathauses zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs, das Mädchen von Saragossa, eine Marketenderin rettet ihr Kind bei dem Übergang über die Beresina etc. 1863 nötigte ihn ein Augenleiden, seine künstlerische Thätigkeit aufzugeben.

Aßmus, Robert, Landschaftsmaler und Illustrator, geb. 25. Dez. 1842 zu Stuhm (Westpreußen), besuchte das Gymnasium in Thorn, hatte aber bei seiner Vorliebe für die Kunst auch Unterricht bei dem Blumenmaler Friedr. Wilh. Völcker (gest. 1870). Nachdem er sich kaum zum Malerberuf entschlossen hatte, nötigte ihn der Tod seines Vaters, Lehrling in einer Buchhandlung zu werden, wobei er sich aber litterarisch und künstlerisch weiter bildete und viel nach Vorlagen von Calame zeichnete. Als er zum erstenmal nach Berlin kam, machte der Anblick der Bilder Troyons und Lessings einen tiefen Eindruck auf ihn; aber bevor er sich völlig

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 20.