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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Dielitz; Dielmann; Dietelbach; Diethe; Dietrich

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Dielitz - Dietrich.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Dieffenbach'

und Bauernwelt, und hierin hat er sich wenigstens beim Publikum durch gesunden Humor und hübsche Kompositionen beliebt gemacht, wenn auch Zeichnung und Kolorit nicht sehr vollkommen sind. Sein bekanntestes Bild ist der durch den Stich der Brüder Varin verbreitete Tag vor der Hochzeit (1865), welcher oft als Pendant zu Knaus' goldner Hochzeit gilt. Unter seinen übrigen Bildern, die ziemlich unbeachtet vorübergingen, erwähnen wir nur: den sehr gelungenen gefehlten Fuchs, Jägerlatein, der Weihnachtsabend, der Besuch bei der Amme, der erste Ausgang, die vier Jahreszeiten, Leckerbissen (Nationalgallerie in Berlin), Nur Courage! u. a., bis er 1877 wieder ein recht humoristisches, auch in Zeichnung und Farbe sehr gelungenes Bild brachte: Brüderchen hier lassen! das ihm seine Popularität wieder erwarb.

Dielitz, Konrad, Genre- und Porträtmaler, geb. 20. Jan. 1845 zu Berlin, Sohn des durch seine Jugendschriften bekannten Theodor D., studierte anfangs Philologie auf der dortigen Universität, malte aber daneben in den Ateliers der Landschaftsmaler Eschke und Biermann, bis er ganz zur Malerei überging. Dann machte er 1871-73 Studienreisen in den Bayrischen Alpen, um das dortige Volksleben kennen zu lernen. Die Ergebnisse dieser Wanderungen waren mehrere Genrebilder von lebenswahrer Charakteristik und kräftiger, harmonischer Färbung, z. B.: Rast auf der Höhe, der Raucher (1874) und namentlich das in seinen Figuren (Wilddieb und Förster) und in der Wiedergabe des spannenden Moments treffliche Bild: Erwischt! Unter seinen Bildnissen: Fürst Bismarck, Graf Renard, Kaiser Wilhelm und der in landschaftlicher Umgebung erscheinende deutsche Kronprinz ist letzteres das gelungenste.

Dielmann, Johann, Bildhauer, geb. 1819 zu Frankfurt a. M., trat seine Laufbahn als Bildhauer bei Zwerger an und wandte sich später nach München, wo er sich unter Schwanthaler weiter bildete. Seine meisten Arbeiten sind dekorativer Art und bestehen in Ausschmückung von Sälen, Plafonds u. dgl. mit Reliefs. Sein einziges größeres Werk ist bis jetzt die für ↔ das Schillerfest 1859 angefertigte Statue, die, später neu modelliert und von Miller in München gegossen, 1864 in Frankfurt auf dem Schillerplatz als ein sehr wohl gelungenes Denkmal aufgestellt wurde.

Dietelbach, Rudolf, Bildhauer, geb. 22. Dez. 1847 zu Stuttgart, war Schüler der dortigen Kunstschule unter Th. v. Wagner und bildete sich nachher durch Reisen in Deutschland und Frankreich aus. Sein Hauptfach, das er mit Geschick und mit Erfolg ausübt, ist die Porträtbüste und das Porträtmedaillon, worin er bis jetzt eine große Anzahl namhafter Persönlichkeiten namentlich aus Württemberg geliefert hat.

Diethe, Alfred, Historienmaler, geb. 13. Febr. 1836 zu Dresden, besuchte die dortige Akademie und war Schüler von Jul. Hübner. Zu seinen Hauptwerken gehören die im Museum zu Dresden befindlichen Jünger in Emmaus (1860), Maria bei Elisabeth und die im Anfang der 70er Jahre ausgeführten Wandmalereien in der Aula der dortigen Annen-Realschule (Wachsmalerei auf Leinwand), wo er in vier größern farbigen Friesen von frischem, harmonischem Kolorit die Landung des Columbus auf San Salvador, Luther die Thesen anschlagend, Lorenzo von Medicis, den Beschützer der Künste und Wissenschaften, und den sächsischen Kurfürsten August und die Kurfürstin Anna als Beschützer der Industrie und des Landbaus darstellte; dazu in vier kleinern Medaillonbildern, grau in grau, die allegorischen Figuren: Mathematik, Naturwissenschaft, Geschichte und Geographie.

Dietrich, 1) Adelheid, Blumen- und Früchtemalerin, geb. 1827 zu Wittenberg, lernte die Malerei unter ihrem Vater Eduard D., bildete sich noch mehr auf ihren Reisen in Deutschland und Italien durch das Studium der Pflanzen und durch das Studium der alten Niederländer. Ihre sehr geschätzten Bilder von Wald-, Feld- und Gartenblumen sowie von mancherlei Früchten finden sich meistens in Privatbesitz. Sie lebt in Erfurt.

2) Anton, Historienmaler, geb. 1833 zu Meißen, besuchte die Akademie in Dresden, widmete sich unter Julius Schnorr der Hi-

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 137.