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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Ducaju; Dücker; Dumaresq; Dumas; Dumont

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Ducaju - Dumont.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Dubufe'

bekannte Persönlichkeiten aus der Männerwelt, die bei ihm im allgemeinen viel würdiger und solider erscheint, den Komponisten Gounod (1867), den General Fleury, den Grafen von Nieuwerkerke (1869), den Dichter Alexandre Dumas den Jüngern (1873), den Dramatiker Emile Augier und den Tiermaler Phil. Rousseau (1876) nennen. Nach mehreren Medaillen erhielt er 1853 das Ritter- und 1869 das Offizierkreuz der Ehrenlegion.

Ducaju (spr. dükahschü'), Joseph Jacques, belg. Bildhauer und Maler, geboren zu Antwerpen, machte sich in ersterer Eigenschaft bekannt sowohl durch einige Genreskulpturen, z. B. badendes Mädchen (Gips), als auch durch die Statue Teniers' (1867 in Antwerpen enthüllt), des Malers Leys und durch die Gruppe des Boduognatus, Heerführers der Belgier gegen die Römer (ebenfalls beide in Antwerpen). Mit dem jetzt verstorbenen Holzbildhauer Ducornet schuf er die Chorstühle der St. Paulskirche in Lüttich. In der Malerei, womit er sich beschäftigt, wenn es an plastischen Aufträgen fehlt, brachte er die Bilder: Ambiorix als Besiegter und Athaljas Traum. Er ist Offizier des belgischen Leopold-Ordens.

Dücker, Eugen Gustav, Landschafts- und Marinemaler, geb. 10. Febr. 1841 zu Arensberg auf der Insel Ösel vor dem Rigaischen Meerbusen, widmete sich der Landschaftsmalerei auf der Akademie in Petersburg, wo er nach Verlauf einiger Jahre ein Reisestipendium erhielt, infolgedessen er 1863 nach Düsseldorf ging und Karlsruhe, München und die Kunststädte Belgiens und Hollands besuchte. Seit 1872 ist er Professor an der Akademie in Düsseldorf. Seine Landschaften, meistens flache Gegenden oder auch Strandpartien, sind besonders ausgezeichnet in der Gruppierung des Laubes und in der Beleuchtung; ebenso trefflich auch in neuester Zeit seine Bilder der ruhigen See mit dem Spiel der kleinen Wellen. Dahin gehören: Wald bei Düsseldorf, Mühle, Strand an der Ostsee, nach dem Regen, der Sumpf, Abenddämmerung bei Mönchgut auf Rügen (Nationalgallerie in Berlin) und das Motiv von der Ostsee aus dem Jahr 1878. ↔

Dumaresq, s. Armand-Dumaresq.

Dumas (spr. dümáh), Michel, franz. Historienmaler, geb. 1812 zu Lyon, kam in jungen Jahren nach Paris, wo er Schüler von Ingres wurde und sich der Historienmalerei widmete. Unter seinen zwar recht charaktervollen und wohldurchdachten, aber mehr mit dem Verstand als dem Gefühl gemalten Bildern war das erste durchschlagende die Trennung des Petrus und Paulus, worauf dann als bedeutend folgten: die heiligen Frauen am Grab Christi, eine Mater dolorosa (1857), die Jünger zu Emmaus (Kirche St. Louis d'Antin in Paris), der Salvator mundi (1861), die Apotheose des heil. Dionysius für die Kirche Notre Dame in Clignancourt (1866), die Versuchung Christi (1872), die heil. Jungfrau der sieben Schmerzen (1878) und viele Bildnisse.

Dumont (spr. dümóng), Augustin Alexandre, einer der thätigsten Bildhauer Frankreichs, geb. 14. Aug. 1801 zu Paris, empfing den ersten Unterricht von seinem Vater, dem Bildhauer Jacques Edme D. (gest. 1844), trat darauf in die École des beaux-arts und in das Atelier Cartelliers. Als er 1823 mit einem Evander, der seinen Sohn Pallas beweint (nach Vergil), in Gemeinschaft mit Duret (gest. 1865) den großen Preis für Rom erhalten hatte, blieb er dort sieben Jahre und arbeitete unter der Leitung Canovas einen Flöte blasenden Faun, ein Relief des bei Nacht studierenden Alexander (Museum in St. Omer), Leukothea und Bacchus (im Luxembourg) und die Büste des damals in Rom lebenden Malers Guérin (später zweimal wiederholt). Nach seiner Rückkehr 1832 entfaltete er in Paris eine umfassende Thätigkeit in monumentalen Porträtstatuen und allegorischen Gestalten für öffentliche Gebäude. Der erstern Art sind die Statuen: Nic. Poussin für das Institut de France, Franz I. und Louis Philippe im Museum zu Versailles, Marschall Bugeaud in Angers (1852), Napoleon I. im Kostüm eines römischen Kaisers (1863, auf der Vendômesäule), in den 70er Jahren endlich die Bronzestatue des Generals Tartas in Mézin (Lot-et-Garonne) und des Papstes Urban V. in Mende

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 147.