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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Dyer; Ebe; Ebel; Ebeling

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Dyer - Ebeling.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Dyckmans'

der Ähnlichkeit der Gegenstände den Beinamen des »belgischen Gerard Dou« zuzog. Sie sind meistens höchst einfach im Motiv und von überaus sauberer Ausführung, kamen aber nur selten auf die Ausstellungen, da sie schon auf der Staffelei ihren Käufer fanden. Zu den bedeutendsten gehören nach seinem Debüt: die Liebeserklärung (1834) folgende: die väterliche Unterweisung, die Klavierstunde (Familienbild in der Weise des Franz Hals), die Haushaltungsrechnungen, die schon in ihrem Namen an die alten holländischen Feinmaler erinnernde Spitzenklöpplerin, der Gemüsemarkt (1841), die Erzählungen der Großmutter, die Spinnerin, der besonders meisterhafte blinde Bettler (1852, eins seiner Hauptbilder, im Museum moderner Meister zu Antwerpen). Sodann aus den Jahren 1853-1858: die stickende Dame, die Brauttoilette, die Seemannswitwe (Hauptbild), Mutterliebe u. a., und aus den letzten Jahren: die reuige Magdalena, das geteilte Frühstück, das im Wald verirrte Kind, die ↔ Straßensängerin, die Siesta, die junge Hirtin (1878), der idyllisch-reizende, einer heiligen Familie nicht unähnliche Erstgeborne (1879) und die gute Nachricht. 1841-54 war er Professor an der Akademie in Antwerpen, 1870 wurde er Mitglied derselben.

Dyer (spr. dei'r), Charles Gifford, amerikan. Architektur- und Landschaftsmaler, geb. 1846 zu Chicago, widmete sich zuerst dem Seedienst, gab diesen Beruf aber aus Gesundheitsrücksichten auf und ging nach Europa, um Künstler zu werden. Anfangs machte er seine Studien in Paris, sodann bezog er die Akademie in München (1871), lebte mehrere Winter in Rom, mehrere Sommer in Venedig und machte Studienreisen nach Ägypten und Syrien. Zu seinen bedeutendsten Bildern gehören: die St. Marcuskirche in Venedig, Venedig am frühen Morgen, der Morgen an der Riva in Venedig, historisches Stillleben im 17. Jahrh. und: unter den Kuppeln von St. Marcus. Seit 1876 ist er Schüler von David Neal in München.

E.

Ebe, Gustav, Architekt, geb. 1. Nov. 1834 zu Halberstadt, war Schüler der Berliner Kunst- und Bauakademie, bereiste für seine Studien Italien und Frankreich, war bei der Erweiterung des Rathauses in Magdeburg thätig und ließ sich in Berlin nieder. Anfangs dem gotischen Stil geneigt, baute er später im Stil einer freiern Renaissance und erstrebte auch eine angemessene Verbindung der Malerei und Skulptur mit den Bauwerken. Über seine bauliche Thätigkeit in Gemeinschaft mit Julius Benda s. d. (S. 41).

Ebel, Fritz, Landschaftsmaler, geb. 1835 zu Lauterbach (Großherzogtum Hessen), war anfangs Pharmaceut und widmete sich erst 1856 in Darmstadt der Malerei, worauf er 1857 in Karlsruhe unter Schirmer seine Studien fortsetzte. Von hier und von Düsseldorf aus, wo er sich 1861 niederließ, machte er in die bayrischen Hochgebirge und die Tiroler Alpen, nach ↔ Oberitalien und dem südlichen Frankreich Studienreisen, die ihn zu einem sehr tüchtigen Landschaftsmaler bildeten. Seine Bilder, meistens aus den Wäldern und den Gebirgen Mitteldeutschlands entnommen, sind von anziehender Komposition, korrekter Zeichnung und von sehr wohlthuender, naturwahrer Färbung; z. B.: Gebirgsgegend (1862), Rhönlandschaft, hessische Sommerlandschaft (1864), Landschaft aus Südtirol, Waldesausgang, aus dem Ilsethal im Harz, Herbstlandschaft aus dem Teutoburger Wald, am Ukleisee in Holstein (1880) und mehrere andre nur Waldlandschaft betitelte.

Ebeling, Ernst, Architekt, geb. 1804 zu Hannover, widmete sich dort der Baukunst unter dem Hofbaurat Wittig und bildete sich dann in Karlsruhe unter Weinbrenner weiter aus. Nach dessen Tod (1826) machte er Studienreisen in Italien. In seine Vaterstadt 1829 zurück-

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 152.