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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Hendschel; Hengsbach; Henner; Hennessy

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Hendschel - Hennessy.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Henderson'

ging später mit großem Erfolg zur Marinemalerei über. Als seine bedeutendsten Bilder werden genannt: ein lebhafter Zug (1875), die tobende Brandung, Rückkehr vom Fischfang, das Unkrautjäten im Garten, Herbst in den westlichen Hochlanden u. a.

Hendschel, Albert, Genremaler, geb. 9. Juli 1834 zu Frankfurt a. M., Sohn des Herausgebers des weltbekannten »Telegraph«, der in der Kunst Dilettant war und Porträte nach der Natur malte, besuchte neben dem Gymnasium auch die Elementarklasse des Städelschen Instituts, machte dann die übrigen Klassen desselben durch, trat als Specialschüler ins Atelier Jakob Beckers und bereiste zu seiner Ausbildung die Museen in Deutschland und 1869-70 Italien. Seine ersten Genrebilder romantischen Inhalts hatten nur mäßigen Erfolg, wie: der Wirtin Töchterlein nach Uhland, der Geiger von Gemünd nach Justinus Kerner, Aschenbrödel, der zerbrochene Krug und die Aquarelle zum »Götz von Berlichingen«. Einen beispiellosen Erfolg hatte dagegen durch die Wahrheit der Empfindung, die charaktervollen Gestalten und den schlagenden Humor sein im Lauf der Jahre gesammeltes, photographisch vervielfältigtes »Skizzenbuch« (1872-74), Scenen aus dem Stuben- und Straßenleben, besonders der Kinderwelt.

Hengsbach, Franz, Landschaftsmaler, geb. 1814 zu Werl (Regierungsbezirk Arnsberg), war 1833-40 Schüler der Düsseldorfer Akademie und malte bis fast in die neueste Zeit in der Weise der ältern Düsseldorfer Landschafter zahlreiche vedutenartige Bilder von korrekter Zeichnung und schönem Kolorit aus den Hochgebirgen der Schweiz, Tirols und des Salzkammerguts, namentlich aus den vegetationsreichen Thälern und den Seepartien. Zu den besten der ältern Bilder aus den 40er und 50er Jahren gehören: Ansicht von Salzburg, die Staufen bei Salzburg, Mühle in Tirol, Wasserfall der Gosau in Österreich, der Hallstätter See, und aus den spätern Jahren: Hohentwiel und der Bodensee, Alpe in der Nähe des Lago Maggiore, Hütten auf dem Seelisberg ↔ am Vierwaldstätter See und Lauterbrunnenthal.

Henner, Jean Jacques, franz. Historien- und Porträtmaler, geb. 5. März 1829 zu Bernweiler im Elsaß, lernte die Anfangsgründe der Kunst unter Gabriel Guérin in Straßburg, wurde in Paris Schüler der École des beaux-arts und Drollings, trug 1858 den Preis von Rom im Geschichtsbild davon und hielt sich dann zu seiner weitern Ausbildung über fünf Jahre in Rom auf. Später besuchte er Dresden und bereiste Holland. In seinen Bildern liebt er die nackten Gestalten und halbreifen Körperformen, durch deren sinnlichen Reiz er den Beschauer um so leichter zu fesseln weiß, da er das Geheimnis besitzt, mit einer beschränkten Farbenskala einen großen Effekt hervorzubringen. Ebenso originell ist seine Auffassung und Behandlung der Stoffe, worin er zwar oft ans Bizarre und Unschöne streift, aber auch oft kühne und phantasievolle Schöpfungen hinstellt. Unter seinen ersten Bildern nennen wir nur den eingeschlafenen badenden Jüngling, die sehr sinnliche, aus dem Bad steigende Susanna (1864) und den barmherzigen Samariter (beide im Luxembourg). Später folgten dann als seine Hauptbilder: der höchst ansprechende, stimmungsvolle Abend, die Najaden, der sehr gelobte, aber auch sehr getadelte Christus im Grab (1876), Johannes der Täufer, d. h. das Porträt eines Freundes, dessen Kopf auf der bekannten Schüssel liegt, die mit jenem Christus 1878 in Paris ausgestellte, von der französischen Kritik hochgepriesene Magdalena und 1880 eine Nymphe von keuscher Schönheit. Zu seinen bedeutenden Bildnissen gehören das des ehemaligen Direktors der französischen Akademie, Victor Schnetz, und des Generals Chanzy. Er erhielt zahlreiche Medaillen, wurde 1873 Ritter und 1878 Offizier der Ehrenlegion.

Hennessy (spr. hénnssĭ), William, britisch-amerik. Öl- und Aquarellmaler, geb. 1839 zu Thomastown (Irland), zog mit seinen Eltern 1849 nach New York, besuchte von 1856 an die dortige Akademie und ward später Ehrenmitglied der Gesellschaft der Aquarellisten. Nachdem er 1862 Genosse

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 250.