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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Hofmann-Zeitz; Höhn; Holl; Holm; Holmberg

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Hofmann-Zeitz - Holmberg.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Hofmann'

Anmerkung: Fortsetzung von Nummer 1)

und Desdemona, Shylock und Jessica und eine heil. Cäcilia; in den nächsten Jahren: Venus und Amor, die Ehebrecherin vor Christus (Museum in Dresden) und Christi Predigt am See Genezareth (Nationalgallerie Berlin). Im Vestibül des Hoftheaters malte er das Deckenbild der Apotheose der Helden des Altertums und in der Albrechtsburg zu Meißen die Verlobung des kleinen sächsischen Prinzen mit der elfjährigen böhmischen Prinzessin Sidonie. Er wurde 1868 Ehrenmitglied der Dresdener Akademie und 1870 Professor an derselben.

2) Rudolf, Genre- und Historienmaler, geb. 1820 zu Darmstadt, erhielt dort seinen ersten Unterricht, bildete sich dann in Düsseldorf und in München aus und schuf in letzterer Stadt sein erstes größeres Bild, eine Scene aus dem Bauernkrieg. Bekannter wurde er durch seine 23 Wandgemälde im Schloß des Fürsten von Isenburg-Büdingen aus der Geschichte des Hauses. Nachdem er sich dann noch drei Jahre in Rom ausgebildet hatte, malte er 1857 mehrere Fresken auf der Wartburg. Er ist Professor in Darmstadt und Inspektor des dortigen Museums.

Hofmann-Zeitz, Ludwig, Zeichner und Genremaler, geb. 11. Nov. 1832 zu Zeitz, genoß in seiner Vaterstadt Zeichenunterricht und die sonstige erforderliche Vorbildung, ging 1862 zu weitern Studien in der Malerei nach München und trat hier in das Atelier von M. v. Schwind, zu dessen Lieblingsschülern er fortan gehörte. Zu seinen besten Bildern gehören: Verdorben und gestorben, die Überraschung und namentlich Francesca von Rimini und Paolo.

Höhn, Georg, Landschaftsmaler, geb. 1813 zu Neustrelitz, besuchte die Akademie in Berlin und das Atelier Karl Blechens. Sein erstes bedeutendes Bild war (1836) der Klosterhof. Später zog er von Berlin nach Dessau, wo er besonders Eichenlandschaften aus der dortigen Gegend, meistens von kleinerm Format mit reicher Staffage von Figuren oder Hochwild, malte. Einige größere Landschaften lieferte er für den dortigen Hof.

Holl, Frank, engl. Genremaler, geb. ↔ 4. Juli 1845 zu London, Sohn des Kupferstechers William H. (gest. 1871), erhielt seine erste Ausbildung auf dem University College, trat 1861 in die Akademie, erlangte schon im folgenden Jahr eine Prämie und 1863 die goldne Medaille für sein historisches Bild: die Opferung Isaaks. Von 1864 stellte er in der Akademie eine Reihe von Genrebildern meistens ernsten Inhalts aus, die durch tiefes Gefühl, charaktervollen Ausdruck und dramatische Behandlung allgemeine Anerkennung erwarben, z. B.: die Farnkrautsammler, das Gottesurteil (1866), der Rekonvalescent, 1868 eins seiner besten Bilder: Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen, das ihm ein zweijähriges Reisestipendium einbrachte. In den 70er Jahren folgten: Er kommt nicht (harrende Fischerfamilie), Leichenbegängnis auf dem Lande, der Erstgeborne, Ich bin die Auferstehung und das Leben, das Verlassen der Heimat, der Gang nach Haus u. a. 1873 wurde er Genosse der Akademie in London.

Holm, Per Daniel, schwed. Landschaftsmaler, geb. 11. Sept. 1835 zu Malingsbo in der schwedischen Provinz Dalarne, war 1852-55 im technologischen Institut zu Stockholm, begann erst 1858 seine landschaftlichen Studien unter Nils Anderson (gest. 1865) und besuchte mehrere Jahre die Akademie in Stockholm, wo er ein Reisestipendium erhielt, infolge dessen er 1864 die nördlichsten Teile Skandinaviens besuchte, aus denen er nachher vorzugsweise die Motive seiner Landschaften nahm. Später besuchte er noch Düsseldorf, München, Karlsruhe und Paris und machte Studienreisen in den deutschen Alpen.

Holmberg, August, Genremaler, geb. 1. Aug. 1851 zu München, bildete sich zunächst von 1866 an zwei Jahre auf der dortigen Kunstgewerbschule in der Bildhauerei aus, vertauschte diese 1868 mit der Malerei und wurde auf der Akademie Schüler von Wilh. Diez. Später machte er mehrere Studienreisen in Deutschland, 1875 nach Italien und 1878 nach Paris. Unter seinen Genrebildern von sehr anziehender Komposition und gediegenem Kolorit nennen wir nur als die Hauptsäch-

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 265.