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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Jodl; Johnson

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Jodl - Johnson.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Jobbé-Duval'

einer Kapelle der Kirche St. Severin zu Paris (1853), vier Bilder in der Kapelle des Klosters der Heimsuchung zu Troyes, zwei Medaillonbilder im Handelsgericht zu Paris, ein großer Festsaal des Hôtel de Ville zu Lyon, im Justizpalast zu Bordeaux etc. 1861 wurde er Ritter der Ehrenlegion. 1870 und 1871 zeichnete er sich als Maire des 15. Arrondissements durch seine, wenn auch vergeblichen, Maßregeln gegen den Aufstand der Kommune aus.

Jodl, Ferdinand, Architekt und Architekturmaler, geb. 1805 zu München, widmete sich auf der dortigen Akademie der Architektur, wurde 1824 Baukondukteur und war als solcher vorzugsweise bei den Bauten Klenzes thätig. Nachdem er einige Jahre als Civilbauinspektor zu Speier gelebt hatte, wurde er 1843 Hofbauinspektor in München und 1855 Baurat. In die Architekturmalerei führte ihn besonders Domenico Quaglio ein, dem er in den 30er Jahren bei dem Wiederaufbau des Schlosses Hohenschwangau behülflich war. Zu seinen besten Architekturbildern gehören: das Innere der Frauenkirche in München, das Schloß Hohenschwangau (mit Landschaft von Lueger), Außenansicht der Kirche Maria-Hilf in der Vorstadt Au (beide in der Neuen Pinakothek), das Innere des Münsters zu Ulm und die Sebalduskirche in Nürnberg.

Johnson (spr. dschónnss'n), 1) David, amerikan. Landschaftsmaler, geb. 1827 zu New York, genoß nur kurze Zeit den Unterricht Cropseys und bildete sich viel mehr durch eignes Studium der Natur. 1860 wurde er in seiner Vaterstadt Genosse und 1862 Mitglied der Nationalakademie. Zu den besten seiner echt amerikanischen Landschaften gehören: der Echosee (1867), am Fluß Wallkill (1869), Neuberlin (New York 1870), Ansicht bei Barrytown (New York), der See Greenwood (1877) und der Morgen auf den Harbor-Inseln des Georgensees (1878).

2) Eastman, amerikan. Genremaler, geb. 29. Juli 1824 zu Lowell (Maine), begann seine künstlerische Thätigkeit mit Porträtzeichnungen, die ein großes Talent verrieten. Dadurch ermuntert, begann er auf der Akademie in Düsseldorf, wo er ↔ zwei Jahre blieb, die Genremalerei. Dann machte er Reisen nach Italien, Paris und blieb vier Jahre im Haag, wo er seine ersten bedeutendern Bilder: die Kartenspieler und einen Savoyardenknaben, malte. Nach Amerika 1856 zurückgekehrt, ließ er sich in New York nieder, wurde dort 1860 Mitglied der Nationalakademie und malte eine große Reihe von sehr originellen Bildern aus dem häuslichen Leben der Amerikaner und der Neger. Zu den ältern derselben, die durch Stich und Lithographie sehr verbreitet sind, gehören: die alte Heimat in Kentucky (1859), Sonntagsmorgen beim Farmer (1860), die Dorfschmiede (1861), die Kindheit Abraham Lincolns (1867), und weiter aus den letzten Jahren noch: die alte Postkutsche (1871), der verwundete Tambour (Hauptbild, 1872), Milton diktiert seiner Tochter (1875), die neue Mütze (1876), die Toilette, ein Glas mit dem Squire (1880) u. a. von sehr naturwahrer und charaktervoller Darstellung und, wenigstens in der letzten Zeit, auch im Kolorit sehr ansprechend.

3) Frost, amerikan. Genremaler, geb. 1835 zu New York, studierte dort zwei Jahre an der Zeichenakademie unter Cummings, ging 1859 auf die Akademie in Düsseldorf, wo er bis 1861 blieb. Dann war er zwei Jahre Schüler der Akademie in Antwerpen, besuchte 1863-65 die École des beaux-arts in Paris und arbeitete 1865-69 im Atelier von Edouard Frère in Ecouen. Nachdem er darauf einige Zeit in London zugebracht hatte, ließ er sich in seiner Vaterstadt nieder. Unter seinen gewöhnlich kleinen Kabinettsstücken sind die bedeutendsten: die Brille der Großmutter, die zerbrochene Flasche, die Rechenstunde, die gerösteten Kastanien, Gute Nacht, die kleine Müßiggängerin, der letzte beste, das Bouquet, Liebe mich, liebe mich nicht u. a.

4) Harry, engl. Landschaftsmaler, geb. 1826 zu Birmingham, kam 1843 nach London, wo er sich unter William Müller und nach dessen frühem Tod unter David Cox ausbildete. Später bereiste er den Süden Europas, Nordafrika und Kleinasien und brachte aus den meisten dieser Gegenden eine große Reihe von trefflich

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 285.