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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Kleinertz; Kleyn; Klose; Knab

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Kleinertz - Knab.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Klein'

Anmerkung: Fortsetzung von Nummer 1)

sowohl zu Wand- wie zu Glasmalereien, die er mit großer Meisterschaft, ganz im Geist jener alten Malereien, ausführt. Dahin gehören unter den Wandmalereien die in der bischöflichen Kapelle zu Czernowitz und in Maria auf dem Kapitol zu Köln und unter den Glasmalereien die in Sant' Antonio zu Padua, im Passionschor des Stephansdoms zu Wien, andre in mehreren Städten Westfalens, im Dom zu Linz an der Donau etc. Er ist Professor und Mitglied der Kunstakademie zu Wien.

2) Max, Bildhauer, geb. 27. Jan. 1847 zu Göncz in Ungarn, begann zu Pest seine Studien beim Bildhauer Szandhaz, bezog dann die Akademie in Berlin, machte mehrere Studienreisen in Deutschland und verweilte längere Zeit in Rom. Sein bisheriges Hauptwerk, das eine große Begabung zeigt, ist ein Germane, der im Cirkus einen Löwen erwürgt; dazu kommen die infolge einer Konkurrenz ihm übertragenen, noch im Entstehen begriffenen Sandsteinstatuen des Platon und Aristoteles für das Joachimsthalsche Gymnasium in Berlin sowie die sämtlichen Bronzereliefs für die dortige Kronprinzenbrücke.

3) Wilhelm, Landschaftsmaler, geb. 1821 zu Düsseldorf, war dort bis 1840 Schüler von Schirmer und bildete sich nachher in seinem Fach durch öftere Studienreisen in verschiedenen Gegenden Deutschlands, Tirols und Oberitaliens sowie in der Schweiz, in Belgien und Holland aus. Seine zahlreichen Landschaften sind von großer Naturwahrheit, sinniger Auffassung und sehr ansprechender Beleuchtung. Die bedeutendsten derselben sind: Waldlandschaft (1844), Eifellandschaft (1850), Schneelandschaft, die Kapelle, die Königseiche bei Arnsberg, das Innthal, aus dem Engadin, der Gardasee, Winter in Tirol, der Hechtsee in Bayern, Winterlandschaft aus der Gosau, Landschaft nach dem Regen u. a.

Kleinertz, Alexander, Monumentalmaler aus Köln, zeichnet sich durch die polychromische Ausmalung monumentaler Gebäude aus, namentlich in Aachen am Hochaltar der Paulskirche, im Kaisersaal, in der Kirche des Klosters vom armen ↔ Kind Jesu und im Konzertsaal des städtischen Kurhauses (1874).

Kleyn, Lorenz Ludwig, holländ. Historien- und Porträtmaler, geb. 1826 zu Demerara in Südamerika, kehrte schon in der Kindheit mit seinem Vater nach Holland zurück, besuchte 1846 die Akademie in Antwerpen und studierte die Werke der alten Meister in Amsterdam. 1851 ging er nach Italien, hielt sich lange in Rom auf und kehrte erst 1868 nach Holland zurück. Seine hauptsächlichsten Historienbilder sind biblischen Inhalts, z. B.: Elieser und Rebekka, Hagar und Ismael, das Gastmahl Belsazars und aus dem Neuen Testament die Samariterin am Brunnen und die Hochzeit zu Kana. Unter seinen besten Porträten werden genannt das der jetzigen Großherzogin von Mecklenburg und das des Papstes Pius IX.

Klose, Wilhelm, Landschaftsmaler, geb. 1830 zu Karlsruhe, bildete sich 1846-1851 auf der Akademie in München und schloß sich in seinen ersten Bildern der Auffassungsweise Rottmanns an. Dann machte er Studienreisen in den Alpengegenden, ging 1851 nach Dalmatien und von da nach Rom, in dessen Umgegend er besonders die Landschaft studierte. Nach kürzerm Aufenthalt in seiner Vaterstadt bereiste er 1867 und in den folgenden Jahren Sicilien und Griechenland, später auch Kleinasien und Ägypten und Athen zum zweitenmal. Seine auf den Ausstellungen selten erscheinenden Landschaften, meistens freie Kompositionen, sind von überaus großartiger Auffassung, häufig im heroischen Stil.

Knab, Ferdinand, Architektur- und Landschaftsmaler, geb. 12. Juni 1834 zu Würzburg, widmete sich zwei Jahre lang in Nürnberg unter Heideloff der Architektur und ging 1859 nach München, wo er Schüler von Ramberg und Piloty war und sich zur Architekturmalerei wandte. Nachdem er 1868 Italien besucht hatte, ließ er sich in München nieder, malte hier für den Wintergarten des Königs und brachte eine Reihe von landschaftlichen Architekturbildern von hochpoetischer Stimmung und trefflichem Kolorit, z. B.: ro-

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 301.