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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Markelbach; Marks; Marquet; Marshall

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Markelbach - Marshall.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Maris'

Anmerkung: Fortsetzung von Nummer 1)

hier seine volle Entfaltung erhielt. 1871 kehrte er nach dem Haag zurück. Seine landschaftlichen Bilder, die sich bald der Marine, bald der Idylle nähern, sind mit breitem Pinsel und trefflicher Verteilung von Licht und Schatten gemalt, z. B.: Ansicht von Amsterdam, die Seegrassammler, Ansicht von Schiedam, Am Strand, holländische Landschaft und 1879 in München: holländische Stadtgegend und Mutter und Kinder (Tierstück).

2) Matthijs, holländ. Genremaler, Bruder des vorigen, geb. 1835 im Haag, besuchte die Akademien daselbst und in Antwerpen, wo ihn die koloristische Richtung und die altertümliche Manier von Leys besonders anzogen. Nach dem Haag zurückgekehrt, trat er 1863 mit einem ganz eigentümlichen Bild: das Hinterhaus, auf, das durch die reale Darstellung der Armseligkeit und das trübe, verschwommene Licht wenigstens großes Interesse und große Erwartungen erregte. Nach einigen ähnlichen Arbeiten ging er 1869 nach Paris, wo ihn die hingehauchten, graziösen Gestalten Hamons dermaßen fesselten, daß er alsbald eine der frühern fast entgegengesetzte Richtung einschlug und seine Gestalten mit einem poetischen Zauber umhüllte, der besonders in England seine Liebhaber fand. Er lebt seit einigen Jahren in London.

3) Willem, Bruder der beiden vorigen, holländ. Landschafts- und Tiermaler, hat sich in den letzten Jahren durch seine Bilder von warmem, klarem Kolorit einen Namen gemacht und steht auch als Aquarellmaler in bedeutendem Ansehen. Dahin gehören z. B. seine Weide bei Sonnenschein und Watenden Kühe. Er ist einer der Vorsteher der »Teeken Maatschappij« im Haag.

Markelbach, Alexandre, belg. Historienmaler, geb. 7. Aug. 1824 zu Antwerpen, machte seine Studien anfangs auf der dortigen Akademie unter Wappers, später in München unter Kaulbach, bereiste nachher Italien und Frankreich und brachte mehrere sehr geschätzte historische Bilder religiösen und profanen Inhalts, unter den letztern namentlich die Rhetoriker von Antwerpen (17. Jahrh.), die ↔ sich auf den Redekampf vorbereiten (Museum in Brüssel), und die flandrische Gilde im 17. Jahrh. M. ist Ritter des Leopoldsordens und Mitglied der Akademien zu Antwerpen und Amsterdam; er lebt in Brüssel.

Marks, Henry Stacy, engl. Genremaler, geb. 1829 zu London, war bis 1851 Schüler der dortigen Akademie und ging dann mit Calderon nach Paris, wo er in Picots Atelier trat und später Schüler der École des beaux-arts wurde. 1853 kehrte er nach England zurück und stellte sein erstes Genrebild aus, das, wie die meisten folgenden, voll Humor und treffender Charakteristik war; daneben bringt er bisweilen auch tüchtige Stimmungslandschaften. Zu seinen Genrebildern gehören z. B.: ein Tagesverdienst (1858), die Predigt des Totengräbers (1860), der Spaßvogel (1861), wie Shakespeare studierte (1863), die zur Stadt kommenden Bettler (1865), der Page in Ungnade (1866), Schießübungen im Mittelalter, Falstaff (1868), der Bücherwurm (1871), das Erwarten der Prozession (1872), die neueste Mode (1874), der Apotheker (1876), die Versammlung (1878), der heil. Franziskus und die Vögel, Was gibt's? die Prinzessin und die Pelikane (Aquarell).

Marquet, s. Vasselot.

Marshall (spr. márschall), 1) Charles, engl. Landschaftsmaler, geb. 1806 zu London, war anfangs Dekorations- und Theatermaler, besonders beim Drurylane-, Coventgarden- und Haymarket-Theater, führte als solcher manche Verbesserungen in der Beleuchtung der Bühne ein und malte große Dioramen und Panoramen, z. B.: die Krönung Wilhelms IV. in der Westminsterabtei, Seesiege der Engländer, Schlachten Napoleons I., den Feldzug in der Krim u. a. Später ging er zur Landschaft über, malte in Öl und in Wasserfarben vorzugsweise Bilder aus Wales, aber auch aus andern Teilen Englands und lieferte Zeichnungen für mehrere litterarische Prachtwerke aus dem Gebiet der Kunst. - Sein Sohn und Schüler Robert Angelo Kittermaster M., geb. 1840 zu London, Landschafts-

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 355.