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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Schultze; Schulz; Schulz-Briesen

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Schultze - Schulz-Briesen.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Schultz'

Anmerkung: Fortsetzung von Nummer 1)

nach Alsen. Genrehaft-Humoristisch ist sein Bild: Amor und Psyche.

2) Hermann Theodor, Historien- und Genremaler, geb. 1816 zu Wittstock, Schüler von Wach in Berlin, stellte 1836 eine wahrsagende Nixe aus, deren technische Vorzüge sehr gerühmt wurden. Später bildete er sich unter Blechen auch in der Landschaftsmalerei aus. In der Schloßkapelle zu Berlin malte er zwei von den Propheten und Erzvätern in den Archivoltendreiecken (Samuel und Jesaias) und die zwölf Könige und Priester des Alten Testaments an den Pfeilern der dritten Nische, beteiligte sich bei der Ausmalung der Vorhalle des Alten Museums nach Schinkels Skizzen und malte unter diesen Wandbildern nach eignen Entwürfen vier Bilder aus der Sage des Herkules und des Theseus. Unter seinen nicht zahlreichen Genrebildern ist eine Italienerin mit einem blinden Knaben vor einem Altar der heil. Jungfrau zu nennen.

Schultze, Robert, Landschaftsmaler, geb. 20. März 1828 zu Magdeburg, bildete sich von 1845 an auf der Akademie in Dresden und von 1847 an in Düsseldorf, wo er auch die Privatschule von Schirmer besuchte. Seit einer Reihe von Jahren lebt er in München. Von 1852 an machte er mehrere Studienreisen nach der Schweiz und in Bayern und besuchte 1874 und 1875 die Küsten von Norwegen. Von seinen Hauptwerken nennen wir: Berninapaß, Linththal mit dem Tödi im Kanton Glarus, Engstelnsee im Berner Oberland, Wasserfall in Romsdalen (Norwegen). In der Darstellung der Hochalpen und der großartigen Natur des Nordens leistet er Vorzügliches.

Schulz, 1) Emil, Lithograph und Zeichner, geb. 1822 zu Wolfenbüttel, war 1837-40 Schüler von Brandes in Braunschweig, arbeitete dann in Dresden für das Hanfstänglsche Galleriewerk und 1844-48 als Lithograph in München, widmete sich aber noch 1849 in Düsseldorf unter Th. Hildebrandt der Ölmalerei. Dann kehrte er nach Braunschweig zurück, wo er als Lithograph und Porträtzeichner lebt.

2) Moritz, Bildhauer, geb. 4. Nov. 1825 ↔ zu Leobschütz in Schlesien, erhielt den ersten künstlerischen Unterricht auf der Gewerbschule in Posen, besuchte die Berliner Akademie unter Drake und erhielt 1853 den großen Preis für Rom, wo er sich bis 1870 dem Studium der ältern Meister widmete und eine Reihe von idealen und mythologischen Bildwerken schuf, die wegen ihrer Leichtigkeit, Grazie und energischen Gestaltung der Formen allgemeine Anerkennung fanden, z. B.: Bacchus den Panther tränkend, Bacchantin mit Bacchus auf dem Panther (mehrmals wiederholt) und Amor mit Psyche auf dem Löwen (im Besitz des deutschen Kaisers), die Nacht (sitzende Figur mit zwei schlafenden Kindern), Mutterliebe (Nationalgallerie in Berlin), Raub des Ganymedes, Hebe mit dem Pfau u. a. Nach Berlin zurückgekehrt, schuf er die Statue des Cornelius für die Vorhalle des Alten Museums, das nördliche Relief an der Siegessäule mit der Schlacht bei Königgrätz, die Gruppen des Unterrichts in der Skulptur und Malerei am Eingang der Nationalgallerie und unter deren Vorhalle den großen (Kalkstein-) Relieffries, darstellend den Entwickelungsgang der deutschen Kunst in ihren (ziemlich fehlerhaft ausgewählten) Hauptvertretern, sowie im Giebelfeld die von Wittig nach seiner Komposition ausgeführte Gruppe der Germania als Beschützerin der Künste, ferner: in Thorn die Statue Friedrichs d. Gr. und mehrere Sandsteinarbeiten für die Weichselbrücke daselbst, ganz neuerdings eine Gruppe: Amor und Psyche, und für die Hauptseite des Postgebäudes in der Oranienburger Straße eine Gruppe des von der Borussia beschützten postalischen Land- und Seeverkehrs.

Schulz-Briesen, Eduard, Genremaler, geb. 11. Mai 1831 auf Haus Amstel bei Neuß (Rheinprovinz), war anfangs in dem Kadettenhaus zu Bensheim, dann in Berlin, bis er zur Malerei überging und 1848 die Akademie in Düsseldorf bezog. 1851 setzte er seine Ausbildung in Antwerpen fort, malte dann in mehreren Städten viele Bildnisse, z. B. das des Dichters Hoffmann von Fallersleben, und beschäftigte sich mit Illustrationen. 1871

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 482.