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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Small; Smart; Smillie; Smith

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Small - Smith.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Slingeneyer'

wie auch die meisten der folgenden, mehr eine tüchtige, gewandte Technik und pikante Äußerlichkeiten als eine tiefe, echt künstlerische Auffassung zeigte. Dahin gehören: der Untergang des Schiffs Vengeur, das durch die von Engländern verfolgten Franzosen in die Luft gesprengt wird (1845, Museum in Köln), Triumph des Chlodio (Scene aus dem Befreiungskrieg der alten Belgier von der Römerherrschaft), der Tod des Schiffskapitäns Jacobsen, der Tod Nelsons, Philipp der Gute in der Schlacht bei Brouwershaven (1852), der christliche Märtyrer, der Kampf auf der See, Schlacht bei Lepanto (Museum in Brüssel), der Arzt Vesalius bei der Armee Karls V. (ebendaselbst), Camoëns u. a. Im Palais des Académies zu Brüssel malte er einen Cyklus von zwölf sehr gerühmten Wandbildern aus der politischen und Kulturgeschichte Belgiens und in den letzten Jahren mehrere italienische Genrebilder. Er ist Mitglied der Akademie in Brüssel und Kommandeur des Leopolsdordens.

Small, William, engl. Landschaftsmaler in Öl und in Aquarell, lebt in London als Mitglied der Gesellschaft der Aquarellisten und stellte manche trefflich gezeichnete Landschaft mit reicher Staffage von sorgfältiger Behandlung aus. Dahin gehören, in Aquarell: der gefallene Monarch, der Gang zum Markt von Connemara, der zeitige Frühling, an der Küste Schottlands, die Ernte, die Pappeln, das letzte Anerbieten, und die Ölbilder aus den letzten Jahren: nach dem Sturm, die Ernte in den Hochlanden, der Schiffbruch (1876) u. a.

Smart, John, schott. Landschaftsmaler, geboren zu Edinburg, bildete sich dort in seinem Fach aus und widmete sich vorzugsweise der Darstellung von wilden und rauhen Gegenden der schottischen Hochlande, häufig mit Viehstaffage. Wohl das bedeutendste Bild dieser Art ist der erste Schnee des Winters. Er wurde 1877 Mitglied der schottischen Akademie.

Smillie (spr. ssmíllih), 1) James, schottisch-amerikan. Kupferstecher, geb. 1807 zu Edinburg, lernte dort anfangs bei einem Silbergraveur, ging dann mit 14 Jahren nach Amerika und ließ sich mit seinen ↔ Brüdern als Juwelier in Quebec nieder. Als solcher zeigte er so große Geschicklichkeit, daß er bewogen wurde, Kupferstecher, namentlich im landschaftlichen Fach, zu werden. Nachdem er ein halbes Jahr in seiner Vaterstadt unter Andrew Wilson gelernt hatte, nahm er 1829 seinen Wohnsitz in New York, wo er anfangs für den Stich der Banknoten beschäftigt wurde und nachher zahlreiche landschaftliche Stiche lieferte, von denen die bedeutendsten sind: die Blätter nach Coles »Reise des Lebens«, nach Bierstadts »Felsengebirgen«; Bai und Hafen von New York, nach John Chapman; Abend in den Hochlanden von New York, nach Weir; der Berg Washington, nach Kensett, und andere nach Cropsey, Huntington etc. 1851 wurde er Mitglied der dortigen Nationalakademie.

2) James, amerikan. Landschaftsmaler, geb. 1833 zu New York als Sohn des vorigen, von dem er anfangs in der Kupferstecherkunst unterrichtet wurde, bis er sich 1864 der Landschaftsmalerei zuwandte, die er ohne Lehrer erlernte, indem er von seiner Vaterstadt aus nur Studienreisen in die größern Gebirge der Vereinigten Staaten machte, aus denen er die Motive für seine Aquarell- sowie für seine Ölbilder entlehnte, deren Farbe und Lichtwirkung sehr gerühmt werden. Er ward 1876 Mitglied der Akademie in New York und war 1873-78 Präsident der amerikanischen Gesellschaft der Aquarellisten. - Auch sein jüngerer Bruder, George S., geb. 1840 zu New York, widmete sich demselben Fach und malte ebenfalls aus den amerikanischen Gebirgen Landschaften, deren poetische Stimmung und sorgfältige Ausführung große Anerkennung finden.

Smith, 1) Alfred Georges, franz. Landschaftsmaler, geb. 9. April 1842 zu Havre, widmete sich erst 1864 der Kunst und zog 1866 nach Paris, wo er zunächst bei der Restauration der (ehemaligen) Galerie des Cerfs des Schlosses zu Fontainebleau beschäftigt war und dann mehrere Landschaften aus der dortigen Gegend brachte, z. B.: Abend im Wald von Fontainebleau (1875, Kohlezeichnung), Partie bei Barbizon (1876) u. a.

2) Frank Hill, amerikan. Porträt-,

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 495.