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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Schlagworte auf dieser Seite: Cooperative stores; Coornhert; Copa; Copaïfera; Copán; Cope; Copepoda; Copernicia

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Cooperative stores - Copernicia.

beitenden Klassen bestimmt ist. Es enthält eine Bibliothek, Modellsammlungen, Laboratorien, einen Lesesaal, Abendschulen für Musik, Chemie und Bautechnik, eine Kunstschule für Frauen, populäre Vortragsschulen aus allen Wissenschaften. Alle diese Belehrung wird unentgeltlich erteilt. C. ward 1874 und 1876 in den Kongreß gewählt und starb 4. April 1883.

4) Thomas Sidney, engl. Maler, geb. 26. Sept. 1803 zu Canterbury, lebte anfangs in drückenden Umständen und mußte sich teilweise mit Theatermalen und Zeichenunterricht ernähren. 1827 ging er nach Belgien und studierte bei Verboeckhoven die Tiermalerei, worin ihn ein Aufenthalt in Holland und der Anblick der dortigen Tierbilder bestärkte. Die belgische Revolution trieb ihn 1830 wieder nach England, wo er nach dreijährigen eifrig betriebenen Studien seine ersten Bilder 1833 in der Akademie ausstellte. Die Tüchtigkeit der Tierzeichnung und Charakteristik, die sorgfältige Ausführung und das klare, harmonische Kolorit erwarben denselben großen Beifall, und die Akademie ernannte ihn 1845 zu ihrem Mitglied. F. R. Lee hat zu vielen Bildern Coopers die Landschaft gemalt, obwohl sich letzterer ebenfalls sehr gut auf die Landschaft versteht. Er veröffentlichte unter anderm: "Drawingbook of animals and rustic groups, drawn from nature" (Lond. 1853) und "Beauties of poetry and art" (das. 1865, mit eignen Illustrationen).

Cooperative stores (engl., spr. ko-ópperetiw stohrs, "zusammenwirkende Lager oder Magazine"), in England die Läden und Magazine der Konsumvereine.

Coornhert, Dirck Volckertsen, niederländ. Publizist und Gelehrter, geb. 1522 zu Amsterdam, trieb die Kupferstecherkunst anfangs aus Liebhaberei, dann, von seinem Vater infolge seiner diesem mißfälligen Heirat enterbt, aus Not. Zu Haarlem, wo er seit 1540 lebte, ward er 1564 Sekretär der Stadt und verteidigte als solcher die Sache der Freiheit, an deren Spitze sich der Prinz von Oranien gestellt hatte, zog sich aber dadurch 1567 eine kurze Haft zu. Von einer neuen bedroht, begab er sich ins Klevische. Als sich die Staaten von Holland 1572 gegen die spanische Herrschaft erhoben, wurde C. als Staatssekretär der holländischen Stände zurückgerufen, mußte jedoch wegen seiner Mißbilligung der Gewaltthätigkeiten des Grafen von der Mark wieder fliehen und begab sich nach Xanten, von wo aus er durch seine Feder für die niederländische Freiheit, zugleich aber auch gegen die protestantische Orthodoxie wirkte. 1577-87 lebte er wieder in Haarlem, dann zu Gouda, wo er 29. Okt. 1590 starb. Seine zahlreichen holländischen Schriften erschienen in 3 Foliobänden gesammelt zu Amsterdam 1630. Hervorzuheben ist seine "Zedekunst dat is wellevens kunst" (1586). C. machte sich nicht nur als mutvoller Verteidiger der politischen und religiösen Freiheit verdient, sondern erwarb sich auch den Ehrennamen eines Restaurators der holländischen Sprache, weniger durch seine poetischen Arbeiten, die zu sehr im Geschmack der Rederijker befangen sind, als vielmehr durch seine reine und fließende Prosa. Vgl. Jan ten Brink, D. V. C. en zijne wellevenskunst (Amsterdam 1860).

Copa, früheres span. Flüssigkeitsmaß, = 0,126 Lit.

Copaïfera L. (Kopaivabaum), Gattung aus der Familie der Cäsalpiniaceen, meist Bäume mit lederigen, zwei- bis zehnjochigen, paarig gefiederten Blättern mit zahlreichen Öldrüschen, kleinen, meist weißen Blüten in end- oder achselständigen, einfachen oder rispig zusammengesetzten Ähren und gestielten, lederartigen, einsamigen Hülsen. 12 tropische Arten, von denen 10 in Amerika, 2 in Afrika vorkommen. C. guianensis Desf., 10-13 m hoher Baum mit drei- bis vierjochigen Blättern u. achselständigen Blütenrispen, im niederländischen und französischen Guayana und im nördlichen Brasilien, die sehr ähnliche C. officinalis L., in Guayana, in den Küstenländern von Venezuela und Kolumbien, bis Panama und auf Trinidad, die sehr veränderliche C. Langsdorfii Desf. (s. Tafel "Arzneipflanzen II"), in Brasilien, und C. coriacea Mart., im östlichen Brasilien, liefern aus den verwundeten Stämmen den Kopaivabalsam (s. d.), der indes wohl auch noch von andern Arten gewonnen wird. C. bracteata Benth., in Westindien, liefert das schön rote Amarantholz.

Copán, Indianerdorf im südwestlichen Winkel des zentralamerikan. Staats Honduras, in großartiger Gebirgsgegend, zur Zeit der Eroberung noch eine volkreiche Stadt, mit merkwürdigen, von Stephens zuerst beschriebenen Ruinen.

Cope (spr. kop), Charles West, engl. Maler, geb. 1811 zu Leeds als Sohn des Landschafters Charles C., bei welchem er den ersten Unterricht in der Kunst erhielt. Mit 18 Jahren wurde er Schüler der Akademie zu London und bildete sich auf Reisen in Italien aus. 1836 kehrte er nach England zurück und malte mehrere Genre- und Historienbilder, die wegen ihrer trefflichen Charakteristik und ihres glänzenden Kolorits beifällig aufgenommen wurden. Solche sind z. B.: das Innere eines Wirtshauses in Italien, die Herzensunruhe, der Heiratsantrag, die letzten Tage des Kardinals Wolsey (1818), der Traum Miltons (1850), die Kinder Karls I. (1855), Lear und Cordelia, Shylock und Jessica. Später führte er mehrere der Fresken im Parlamentsgebäude aus, z. B. im Haus der Lords: Eduard III. verleiht seinem Sohn, dem "schwarzen Prinzen", den Hosenbandorden, Prinz Heinrich erkennt die Autorität des Richters Gascoigne an, und im Korridor der Peers: die Bestattung Karls I., der Abschied Lord William Russells von seiner Gemahlin vor seiner Hinrichtung und: die Trainbanden (Bürgerwehr) Londons ziehen aus, um das vom Prinzen Ruprecht belagerte Gloucester zu entsetzen. Von seinen während der letzten Jahre entstandenen Bildern sind zu nennen: die Jünger von Emmaus, die Siesta Lanzelot Gobbios (1870), der nächtliche Alarm (1871), die Zähmung der Widerspenstigen (1874), die Frühlingszeit (1877) und der jungfräuliche Streit (1878). Sehr geschätzt werden auch seine Radierungen.

Copepoda, Unterordnung der Krebstiere aus der Ordnung der Spaltfüßler (Entomostraca).

Copernicia Mart., Gattung aus der Familie der Palmen, stachellose Bäume von mittlerer Größe, mit aufrechtem Stamm, an welchem Reste der Blattstiele stehen geblieben sind, fächerförmigen Blättern, zwitterigen oder polygamischen, kleinen, grünlichen Blüten in den Achsen der Blattstiele und länglichrunden, einsamigen, gelblichen Beeren. C. cerifera Mart. (Karnaubapalme, s. Tafel "Ölpflanzen"), ein 6-12 m hoher Baum mit kugelrunder Krone und blaugrün bereiften Blättern, wächst einzeln oder ausgedehnte Waldungen bildend hauptsächlich in den Nordprovinzen Brasiliens und gewährt den vielseitigsten Nutzen. Das Holz ausgewachsener Stämme ist sehr dauerhaft und wird als Nutzholz allgemein verwendet; die Blätter dienen als Dachstroh, zu Packsätteln, Hüten etc., die jüngern, welche als Viehfutter verwertet werden können, liefern ein gelbes Wachs, welches beide Blattflächen bedeckt und sich beim Schütteln der Blätter an der Oberseite derselben in feinen Schüppchen ablöst.

^[Artikel, die unter C vermißt werden, sind unter K oder Z nachzuschlagen.]