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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Schlagworte auf dieser Seite: Kaffsack; Kahle; Kalakaua I.; Kalender; Kalff; Kalkar; Kaltenborn-Stachau; Kamehameha-Orden; Kampf

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Kaffsack - Kampf.

nachdem der allgemeine Ausführungstermin für das Gesetz auf den 1. Mai 1888 festgesetzt worden war. Das Gesetz bedroht mit Strafe nicht nur diejenigen Beschädigungen des Kabels, welche die Benutzung desselben verhindern oder stören, sondern auch diejenigen Handlungen, welche an sich geeignet sind, eine derartige Störung zu bewirken. Nur im Falle des sogen. Notstandes, d. h. wenn es sich um die Rettung des Lebens oder des Schiffes handelt, ist die Bestrafung ausgeschlossen. Weitere Bestimmungen regeln das Verhalten der Konzessionäre bei Legung neuer Kabel, bei Reparaturarbeiten etc. und legen den Fischern gewisse Verpflichtungen auf, den Kabelschiffen den für ihre Arbeit erforderlichen Raum freizugeben. In betreff der Frage, welche Gerichte zur Entscheidung über Vergehen gegen den Vertrag und Übertretungen desselben zuständig sein sollen, gilt in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der deutschen Strafprozeßordnung der Grundsatz des forum delicti commissi. Dem Vertrag sind die folgenden Staaten beigetreten: Argentinien, Belgien, Brasilien, Costarica, Dänemark, Deutschland, Dominikanische Republik, Frankreich, Griechenland, Großbritannien nebst den meisten seiner Kolonien, Guatemala, Italien, die Niederlande, Österreich-Ungarn, Persien, Portugal, Rumänien, Rußland, San Salvador, Schweden und Norwegen, Serbien, Spanien, Türkei, Uraguay ^[richtig: Uruguay], Vereinigte Staaten von Amerika und Vereinigte Staaten von Kolumbien. Leider ist bei dem endgültigen Abschluß des Vertrags der nachstehende Artikel eingeschoben worden: »Art. 15. Es ist selbstverständlich, daß die Bestimmungen des gegenwärtigen Vertrags die Freiheit des Handelns kriegführender Mächte in keiner Weise beschränken.«

Kaffsack, Joseph, Bildhauer, ertrank 7. Sept. 1890 bei einer Segelfahrt im Wannsee bei Berlin.

Kahle, Hermann, Schulmann und pädagog. Schriftsteller, geb. 9. Mai 1829 zu Hettstedt, besuchte 1847-50 das Seminar in Eisleben und ward dort Lehrer, studierte seit 1854 zu Halle Theologie, wo er gleichzeitig als Lehrer an den Franckeschen Stiftungen fungierte, wurde später Seminarlehrer in Elsterwerda und leitete, 1866 zum Seminardirektor ernannt, nacheinander die Seminare zu Angerburg (bis 1870), Bütow (bis 1876), Köslin (bis 1879). Von 1879 bis zu seinem in Berlin nach einer Operation 5. März 1887 erfolgten Tode war er Regierungs- und Schulrat zu Köslin. Er schrieb außer mehrfach aufgelegten Schulbüchern (»Geschichte des Reiches Gottes«, »Luthers Katechismus« u. a.): »Claudius und Hebel« (Leipz. 1864), »Grundzüge der evangelischen Volksschulerziehung« (8. Aufl., Bresl. 1890). »Pädagogische Erquickstunden« (das. 1880) u. a.

Kalakaua I., David, König von Hawai, starb 18. Jan. 1891 auf der Rückreise von den Vereinigten Staaten in San Francisco. Ihm folgte seine mit John Dominis verheiratete Schwester Kamakaeha Lilinokalani ^[richtig: Liliuokalani]. - Den Namen Kalakauas trägt ein königl. hawaiischer Orden, gestiftet 1874 vom König K., in vier Klassen: Großkreuzen, Großoffizieren, Kommandeuren und Rittern. Das Ordenszeichen ist ein blau emailliertes, weiß gerändertes Malteserkreuz mit der Krone darüber; die Arme, zwischen denen Zepter hervorragen, verbindet ein goldener Kranz. Den blauen Mittelschild mit dem Zepter umschließt ein weißer Ring mit der Inschrift »K., 12. Februar 1874« in Gold, während im Reversschild »1874« mit der Umschrift »Keola« steht. Der achtstrahlige Silberstern trägt das Ordenszeichen. Das Band ist weiß mit vier roten Streifen.

Kalender, s. Chronologie.

Kalff, Gerrit, niederländ. Litterarhistoriker, geb. 30. Jan. 1856 zu Zwolle, lebt als Gymnasiallehrer in Amsterdam; schrieb: »Het lied in de middeleeuwen« (Leiden 1884); »Middelnederlandsche epische fragmenten« (Groning. 1886); »Trou moet blycken. Tooneelstukken der zestiende eeuw« (das. 1889); »Geschiedenis der Nederlandsche letterkunde in de 16. eeuw« (Leiden 1889, 3 Bde.). Auch besorgte er die Herausgabe von Dramen und Gedichten aus dem 17. Jahrh., unter andern der von Bredero (Amsterd. 1885).

Kalkar, Christian Hermann, dän. Theolog, geb. 27. Nov. 1802 zu Stockholm, gest. 3. Febr. 1886 als Pfarrer in Gladsaxe bei Kopenhagen. Er war Vorsitzender der dänischen Missionsgesellschaft und schrieb (in dänischer Sprache): »Evangelische Missionsgeschichte« (1857); »Katholische Missionsgeschichte« (1862; deutsch von Michelsen, Erlang. 1867); »Die Mission unter den Juden« (1868; deutsch, Hamb. 1869); »Geschichte der christlichen Mission unter den Heiden« (1879; deutsch, Gütersl. 1879-80, 2 Bde.); »Israel und die Kirche« (1881) u. a. 1871-80 gab er die »Theologisk Tidskrift« heraus.

Kaltenborn-Stachau, Hans Karl Georg von, preuß. Kriegsminister, geb. 23. März 1836 zu Magdeburg, wurde im Kadettenkorps erzogen, 1854 zum Sekondeleutnant im 27. Infanterieregiment befördert, besuchte 1857-60 die allgemeine Kriegsschule, ward 1861 Premierleutnant im 67. Infanterieregiment und zur topographischen Abteilung des Großen Generalstabes kommandiert. Während des Krieges gegen Dänemark war er Mitglied der Eisenbahnlinienkommission zu Altona und wohnte dem Übergang nach Alsen bei. 1864 dem Generalstab des 6. Armeekorps zugeteilt und 1865 zum Hauptmann ernannt, nahm er in jenem am Feldzug von 1866 in Böhmen teil, ward 1868 Kompaniechef im 94. Infanterieregiment und 1869 in den Generalstab zurückversetzt. 1870, zum Major befördert, machte er im Generalstab des 7. Armeekorps den Krieg gegen Frankreich mit, ward 1874 Bataillonskommandeur im Grenadierregiment Nr. 2, 1875 Oberstleutnant, 1878 Oberst und Kommandeur des 53. Infanterieregiments, 1881 in gleicher Eigenschaft zum Kaiser Alexander-Gardegrenadierregiment versetzt, 1884 Generalmajor und Chef des Generalstabes des Gardekorps, 1885 Kommandeur der 2. Gardeinfanteriebrigade, 1888 mit der Führung der 3. Division beauftragt, erhielt 4, Aug. d. J. unter Beförderung zum Generalleutnant das Kommando der 2. Gardeinfanteriedivision und ward 4. Okt. 1890 an Stelle von Verdy Kriegsminister.

Kamehameha-Orden, hawaiischer Orden, gestiftet vom König Kamehameha 4. April 1864 zu Ehren des Ersten dieses Namens in drei Klassen: 12 Großkreuzen, 16 Kommandeuren und 17 Rittern. Die Dekoration ist ein weiß emailliertes Goldkreuz mit goldenen Strahlen zwischen den Armen und einer Goldkrone darüber. Die goldene Namenschiffer »K« in weißem Mittelschild ist von einem blauen Ringe umgeben, auf dem die Inschrift »Kamehameha I.« steht, während auf dem Revers sich die Ordensdevise »E Hookanaka« (»Sei ein Mann«) befindet. Der achtstrahlige brillantierte Stern trägt das Ordenszeichen. Das Kreuz der Ritter ist in Silber. Das Band des Ordens ist für die Großkreuze rot und weiß gerändert, für Kommandeure und Ritter viermal rot und dreimal weiß gestreift.

Kampf, Arthur, Maler, geb. 28. Sept. 1864 zu Aachen, bildete sich auf der Kunstakademie in Düs-^[folgende Seite]