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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Cuntis - Cupuliferen
tendm, freilich immer nur klein bleibenden Baum,
der gegen 5 cm lange, lanzettförmige, zugespitzte,
zweizeilig gestellte, schwach sichelförmig gekrümmte
Blätter von glanzend hellgrüner Farbe und eiförmige
Zapfen hat, zwischen deren Schuppen harte, holzige
Deckblätter vorragen. Unter jeder Schuppe liegen je
drei zusammengedrückte, schmalgcflügelte Samen.
Der Baum wird in seinem Vaterlande sehr groß und
ist dort eine überaus wertvolle und nutzbare Holzart.
Euntis, Ort in der span. Provinz Pontevedra
(Galicien), im S. von Santiago, hat (1887) 6308 E.
und über 20 Schwefelquellen (54-60° <ü.).
Cuny, Ludwig von, Parlamentarier, geb.
14. Juni 1833 in Düsseldorf, studierte in Bonn
und Berlin die Rechte und trat 1853 in den Staats-
dienst. Nach der Übergabe von Straßburg 1870
führte er bis zum Okt. 1871 den Vorsitz in dem
dortigen ständigen Kriegsgericht. Nach der Wieder-
einrichtung der ordentlichen Gerichte wurde C.
Appellationsgerichtsrat in Colmar, schied aber
1873 aus dem Staatsdienste des Reichslandes und
nahm 1875 eine außerordentliche Professur an der
Universität Berlin an, wo er 1889 ord. Honorar-
professor wurde. Zugleich widmete er sich der par-
lamentarischen Thätigkeit. Im Reichstage vertrat
C. 1873-81 den Wahlkreis Dessau-Zerbst, seit 1884
Kreuznach-Simmern; im preuh. Abgeordnetenhause
seit 1873 ununterbrochen Solingen-Lennep-Rem-
scheid. Er ist ein hervorragendes Mitglied der na-
tionalliberalen Partei und machte sich namentlich
auch um das Zustandekommen der großen Reichs-
Iustizgesetze verdient. C. ist außerdem Mitglied der
preuß. Hauptverwaltung der Staatsschulden und
der mit der zweiten Lesung des Bürgerlichen Gesetz-
buchs betrauten Kommission.
Cuoco, Vincenzo, ital. Historiker, geb. 10. Okt.
1770 in Civitä-Campomarano im Neapolitanischen,
studierte die Rechte und Philosophie, und war dann
Advokat in Neapel. 1799 wegen republikanischer
Bestrebungen gefangen gesetzt und verbannt, ging
er nach Frankreich, dann nach Mailand, wo ihn
die Regierung der Cisalpinischen Republik mit der
Leitung des "Oioin^io itaii^no" betraute. Hier
veröffentlichte er seinen berühmten "8^310 Lwrieo
811II3. i'ivoluxions äi Kapoli" (Mail. 1800; neueste
Ausg., Flor. 1865), eine ergreifende Schilderung
der neapolit. Revolution von 1799 mit all den
Greueln, die er mit angesehen hatte. Noch be-
rühmter ist sein "?iQton6 iu Italic" (3 Bde., Mail.
1804; 3. Aufl., Lugano 1843), ein lehrhafter Ro-
man, Varthelemys "^uaeiiar"!"" nachgeahmt, lange
ein Licblingsbuch der Italiener. 1806 nach Neapel
zurückgekehrt, ward er Rat im Kassationsgericht
und Schatzmeister. Die Bourbonen ließen ihn 1815
im Amte, abcr 1816 verfiel er in unheilbaren Irr-
sinn. Er starb 13. Dez. 1823 zu Neapel. - Vgl.
d'Ayala, Vita äi V. 0. 6 äi V. N11880 (Neap. 1861).
Cupar(Cupar-Fife, spr. kjuhp'r seif), Haupt-
stadt der schott. Grafschaft Fife, links am Eden und
10 km von der Küste, hat (1891) 4656 E., fünf Kirchen,
eine Lateinschule und Bibliothek; Spinnerei, Lein-
und Kattunweberei, Brauerei, Gerberei und Getreide-
mühlen. (5., schon im 14. Jahrh, eine königl. Burg,
war im 16.Jahrh, wegen ihres Vücherdrucks berübmt.
Eupar-Anssus (spr. tjuhp'r änggösi), Stadt in
den schott. Grafschaften Perth und Forfar, 21 km
im NO. von Pcrth, links an der zum Tay fließen-
den Isla, bat (1891) 2761 E., Leinwebcrci, Gerberei;
Reste einer Abtei von 1164 und eines röm. Lagers.
Artikel, die man uuter C ver
Cupar-Fife, schott. Stadt, s. Cupar.
vupkea. A. ^7-., Pflanzengattung aus der Fa-
milie der Lythraceen (s. d.). Die Arten derselben,
gegen 90, sind in tropischen und subtropischen Gegen-
den Amerikas einheimisch. Es sind krautartige
Pflanzen oder kleine Sträucher. Sie besitzen an-
sehnliche und schön gefärbte, gewöhnlich rote oder
violette Blüten, weshalb zablreiche Arten in den
Gewäcksbäusern als Zierpflanzen gezogen werden.
Die bekannteste Art ist d Mt^csiNi-H Fe,M. aus
Meriko, eine beliebte Kalthaus- und Zimmerpflanze,
welche während des Sommers auch auf Blumen-
beeten Verwendung finden kann. Röhrenförmige
rote Blüten zieren die Pflanze während des ganzen
Iabres. Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge.
Cupica, Bucht und kleiner Ort im Departamento
Cauca der südamcrit. Republik Columbia, sollte einst
mit dem Atrato durch Kanal verbunden werden.
Cupldo, s. Eros.
Eupra marittlma, Ort im Kreis Fermo der
ital. Provinz Ascoli-Piceno am Adriatischen Meere,
an der Linie Bologna-Foggia des Adriatischen
Netzes, hat (1881) 735, als Gemeinde 2193 E. und
einen alten, von Kaiser Hadrian wiederhergestellten
Tempel der Cupra der Picener.
Cuprammonium, s. Kupferammonium.
Euprearinde, s. Chinarinde (S. 2173.).
<3uprs88insI.s, s. Nadelhölzer.
vnprss8N8, s. Cypresse.
Cuprldverbindungen oder Cupriverbin-
dungen, die dem Kupferoryd, Cuproverbin-
dungen, die dem Kupferoxydul entsprechenden
Verbindungen des Kupfers.
Euprlja (spr. tschu-), Stadt im gleichnamigen
serb. Kreis, am Einfluß der Ravanica in die Morava,
an der Linie Belgrad-Nisch (244 km) der Serb. Eisen-
bahnen, hat (1890) 4649 E. In der Nabe das einst
berühmte, von König Lazar gegründete Kloster Ra-
vanica. E. ist das röm. Horrcum Margi.
Cuprit, soviel wie Rotkupfererz.
vnprnni (lat.), Kupfer (s. d.). 0. acetiouni,
essigsaures Kupfer; 0. kilimwÄwm, Kupferalaun
(s. Augenstein); (^. cardonicuiii, Kupfercarbonat;
(). eliloiÄtuin, Kupferchlorid; 0. Liilfnriouin, Kupfer-
vupüla., s. Cupulifcren. Sulfat.
Eupuliferen ((^iMlif6i'H6), Pflanzenfamilie
aus der Ordnung der Amentaceen ss. d.) mit gegen
400 Arten meist in der nördl. gemäßigten Zone. Es
sind Bäume oder Sträucher mit fiederncroigen, meist
einfachen Blättern und einförmigen Blüten, von
denen die männlichen ^
in Kätzchen, die weib-
lichen in verschiedener
Weise gestellt sind.
Bei beiden ist das
Perigon ein sehr ru-
dimentäres und be-
steht meist nur aus
einigen Schüppchen.
Die Frucht zeichnet sich
dadurch aus, daß sie
durchgängig einför-
mig entwickelt und
von einem aus weni-
gen Vlattorganen ver-
wachsenen häutigen oder festen holzigen Gebilde,
der Oupnla, mehr oder weniger umscklosien ist. Vei-
stehcnde Abbildung zeigt die ^upulH-. a. der Eiche,
I). der Haselnuß, c. der Edelkastanie, ä. der Buche,
mißt, sind unter K aufzusuchen.