Schnellsuche:

Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

Diese Seite ist noch nicht korrigiert worden und enthält Fehler.

269
Didron - Didynama stamina
et äe I'ainHteur äo^ Iivi'63"; ferner die "lluo^cio ^
peäis uioäerus" (mit Supplement 44 Bde.), das >
"Diet>i0iiii3<ir6 äs la couvorä^ioii 6t äs 1a. I6ctui'6" z
(mit Supplement 21 Bde.), die "^ouv6il6 LioFin- !
pni6 F6N6ral6" (46 Bde., 1855-66), "1,'IIuiv6i'3 !
Mwr63<in6" (66 Bde.), Werke von Blouet, Cham- !
pollion, Costc, Gailhabaud, Iaequemout, Mazois, >
Piranesi, Texicr u. a. - Die Schriftgießerei wurde ,
1840 an die I^onäoiiö ^onerklt) abgetreten, und
1872 ging auch die Pariser Buchdruckerci des
Hauses an G. Chamerot über.
Im 1.1876 wurde alleiniger Besitzer des Hauses
der obengenannte Alfred Firmin-Didot. Eine
Zeit laug war sein Vetter Edmond Magimel,
geb. 1833, Teilhaber; später traten an seine Stelle
zwei Söhne Alfreds, M aurice Firmin - Didot,
geb. 27. Mai 1859, und Ren^ Firmiu-Didot,
geb. 11. Aug. 1866, sowie Lucien Hibert, geb.
1852. Unter der neuen Leituug hat sich das Ge-
schäft (Firma: "Firmin-Didot & Cie.") den moder-
uen Illustrationsmcthoden zugewendet. Es erschie-
nen: Hoffbauers "1^vi8 ü, travsrz 163 ^303" (Ausix-
ten von Paris seit dem 13. Jahrh., 2 Bde. in Folio);
Racinets "I^'()i'li6M6nt poi^cdi-onw" und dessel-
ben "1^6 <Ü03tuiN6 di8tc"ii(1N6 6t 863 30c6330i!-63"
(6 Bde.); Bosc, "Dicti0nnHii'6 Iäi80nu6 ä'ai'cni'
tecwre" (4 Bde.); Muntz, "I^lr ^6NÄi33knc6 6u
1ta.Ii6 6t 6ü I^ranc6 ii 1'6i)0cin6 ä6 (^1i^ri68 VIII";
Martha, "I^'^i-t 6tru8<iu6"; Werke von Paul La-
croix, illustrierte Übersetzungen von Walter Seott,
Coopcr, die Wochenschrift "I.:i ^Iuä6 il1n3ti'66"
(seit 1860; franz. Ausgabe des Berliner "Bazar")
u. a. - Das Haus besitzt die Vuchdruckerei in
Mesuil mit 25 Schnellpressen und 400 Arbeitern
und Arbeiterinnen; eine chromolithographische An-
stalt in Paris mit 5 Schnellpressen; Papierfabriken
in Sorel-Moussel mit 400 - 500 Arbeitern.
Litteratur. Werdet, ^Wä63 I)id1i0gi0,pniqu68
3ur la tamillo ä68 v. (Paris 1864); Vruuet, I^ir-
min I). 6t. 8^ llwiilw (ebd. 1871); Marquis de
Queux de Saint Hilaire, Kotic6 3ni- I03 36lvic<?5
r6näu8 H Itl 6i'(!C6 et luix 6tuä63 ^r6cciuc!3 pav
^ml)r0i86 I^ii'lliin-Diäot (ebd. 1876); Wallon, Xo
tic6 8U1' ^ll. V16 6t 168 tillVllNX (16 X7ndl0186 I^ii'-
min-I)iä0t (ebd. 1886).
Didron lspr.-dröng), Adolphe Napolson, franz.
Archäolog, geb. 13. März 1806 zu Hautvillers
(Depart. Marne), beschäftigte sich seit 1830 mit
den kirchlichen Kunstalterlümern des Mittelalters.
Reisen in Frankreich, Griechenland, Teutschland,
England, Spanien und Italien erweiterten seine
Kunstanschauuugeu. 1835 wurde D. Sekretär des
"Historischen Komitees der Künste und Denkmale",
dessen "1^u1i6tin cu'cN6()1ussi(iu6" (4 Bde., 1840-47)
von ihm abgefaßt wurde, stiftete 1844 die <c.Vnnai63
3.rcu60!oFi(in68)> und gründete 1845 einen speciellen
Verlag für arcbäol. Werke, 1849 cine Manufaktur
für kirchliche Glasmalerei, 1858 eine Fabrik für
Bronzen und Goldschmiede-Arbeiten in mittelalter-
lichem Stil. Er starb 13. Nov. 1867 zu Paris. Von
D.s Schriften sind zu nennen: "ilistoii'6 66 1)i6n.
ie0N0Fi'Hpili6 (163 1)61'80NN<?3 <Uvin63 " (Par. 1843,
mit Holzschnitten) und (mit P. Durand) das "Naini6l
(I'ic0N0ß'1'3.p1ii6 (!Ni'6ti6IIN6 Fl'60(1U6 6t IatlN6N s^'bd.
l845), zwei Schriften, die dazu bcigctraaeu haben,
in den über Wiederherstcllnng früherer Denkmale
hcrrfchendcn Ansichten eine erfolgreiche Linderung
zu bewirken; "lcoii()Aru,i)Ki6 "168 cli3,^it6".nx äu I>ll.-
Imä Ouc^i äe V6iii86" (mit W. Vurgcs, Par. 1857)
und "^lanud cl63 wuvi'68 ä6 dron^6 6t ä'cn56vi'6ri6
äu N0)'6Q 2F6" (ebd. 1859) u. a.
viännouliaao, f. Tauben.
viölulioüiu" (Verkleinerung von 1)iäa8), s.
Zahntaube.
V1ÜU8 (nach dem portug. Doäo), s. Dronte.
Didym oder Didymlum (chem. Zeichen Di,
Atomgewicht etwa 142), ein dreiwertiges Metall,
kommt stets neben Lanthan und Cerium in verschie-
denen Mineralien (s. Cerium) vor. Die Trennung
der drei Metalle voneinander ist äußerst schwierig
und nur durch umständliche chem. Operationen zu
erreichen. Das Didymoxyd ist eine starke Baj>,
die mit Säuren meist gut krystallisicrbare Salze vou
roter Farbe giebt; nur das Nitrat tritt in blauen
Krystallen auf. Manche seiuer Salze neigen zur
Bildung von Doppelsalzen. Charakteristisch für die
Didymsalze ist das Auftreten sehr zahlreicher Ab-
forptionsstreifen im Spektrnm des durch die Lofung
gegangenen Lichtstrahls. Allgemeineres Interesse
besitzen die Dioymverbindungen nicht. Die versuchte
Verwendung des Didymoxyd zur Aufertigung op-
tischer Gläser verbietet sich durch das sparsame Vor-
kommen des Materials. (S. Neodym.)
Didhma, alte Ortschaft im Gebiete von Milet,
ungefähr vier Stuuden südlich von dieser Stadt,
eine Stunde von dem Hafen Panormus gelegen,
mit einem alten und hochbcrühmten Heiligtum
(Tempel und Orakel) des Apollon, dessen Verwal-
tuug in älterer Zeit in dem Geschlechte der Vran-
chiden (s. d.) erblich war. Der Ort hieß deshalb
auch Branchidä (vgl. Gelzer, 1)615ranc1näi8, Lpz.
1869). In den Kämpfen der lleinasiat.Ionier gegen
die Perser um 494 v. Chr. wurde der Tempel ge-
plündert, nach den Perserkriegen aber unter der Lei-
tuug der Architekten Daphnis und Päonius ein
durch Größe und Pracht hervorragender Neubau
begonnen, der zwar niemals völlig vollendet wurde,
aber deunoch bis in die letzten Zeiten des Heiden-
tums als Orakelstätte wie als Zufluchtsort sür Ver-
folgte sich erhielt. Unter deu aus der Nähe des
Dorfes Geronta stammenden Überresten des Hei-
ligtnms sind besonders eine Anzahl hochaltertüm-
lichcr sitzender Statueu bemerkenswert, die zu bei-
den Seiten der von dem Hafen Panormus nach
dem Tempel führenden "Heiligen Straße" standm
und sich jetzt in dem Britischen Museum in London
befinden. Neuerdiugs siud dort vou dem Engländer
Ch. T. Newton auf Kosten der engl. Negierung und
von den Franzosen O. Nayet und A. Thomas auf
Kosten der Brüder G. und E. von Rothschild weitere
Ausgrabuugen veranstaltet worden, über deren
Resultate die beiden Prachtwerle Bericht erstatten:
Ch. T. Newton, "^ Ki8torv ot' äi8C0V6i'i68 :^t H^Ii-
clN'NÄ83U8, Oniäu8 kuä Vi'^nolnäa6" (2 Bde., Lond.
1862), und O. Rayetund A.Thomas, "Nil6t6t
! Ie F0is6 I^litmialU6, ^1'3>Il63. ^1^1^6816 clu N6ll.uär6,
j ^ri6N6, Nii6t, Dislvn!68, Ii6rH(:1^6 äu I^ä,tui08n
(2 Bde., Par. 1877 fg.).
Diä^iui, s. Zwillinge.
Didymifch (grch., "gezwilling", doppelt.
Didymus ssaventrnus, Pseudonym sür Me-
lanchthon (s. d.).
Viä^-NHMI. 3ta.inina. oder zweimächtiac
Staubgefäße, diejenigen Staubgefäße, die in
einer Blüte in der Vierzahl vorhanden sind und
von denen zwei länger sind als die andern beiden.
Eine solche Ausbildung des Andröceums haben
alle Gewächse, welche die 14. Klasse (I)iä)'iikmig,)