Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

142

Herbae. Kräuter.

ungleich gesägt, bis zu 10 cm lang; oberen Blüthen traubig. Geruchlos, Geschmack scharf, an Tabak erinnernd.

Bestandtheile. Lobelin, ein dem Nicotin ähnliches, aber weit weniger giftiges Alkaloid, Lobeliasäure.

Anwendung. Hauptsächlich als Tinktur bei asthmatischen Leiden; das Kraut wird auch zu Asthmacigarren verarbeitet.

Hérba majoránae.

Majoran oder Mayran.

Oríganum majorána. Labiátae. Orient, bei uns kultivirt.

Die oberen Theile des blühenden Krautes. Stengel 4 kantig, verästelt, flaumhaarig; Blätter gegenständig, bis 2 1/2 cm lang, verkehrt eiförmig, ganzrandig, graugrün bis weissfilzig. Die kleinen weissen Blüthchen fast kugelige, filzige Aehrchen bildend, zu dreien am Ende der Zweige sitzend. Das Kraut kommt meist gebündelt oder abgerebbelt in den Handel. Geruch aromatisch; Geschmack gleichfalls und bitterlich.

Bestandtheile. Aetherisches Oel, Gerbstoff.

Anwendung. Medizinisch fast nur zur Darstellung von Unguentum majoránae; sonst als Speisegewürz.

Hérba malvae.

Malvenkraut, Käsepappelkraut.

Malva rotundifólia et vulgáris. Malvacéae.

Deutschland, gemein.

Blätter rundlich, herzförmig, undeutlich stumpf, 5 lappig. Geruchlos. Geschmack fade, schleimig. Obsolet.

Hérba mari veri.

Katzenkraut.

Teúcrium marum. Labiátae. Südeuropa, bei uns kultivirt.

Die oberen Spitzen der fast strauchartigen Pflanze; Blätter klein, länglich eiförmig, oben behaart, unten weissgrau filzig; Geruch namentlich beim Zerreiben scharf aromatisch; Geschmack brennend, gewürzhaft. Bestandtheile. Aetherisches Oel.

Anwendung. Hier und da als Schnupfmittel gegen Stockschnupfen; ferner als Witterung für Marder, Füchse etc. Es ist auch ein Bestandtheil der Gewürzkräuter für die Anchovis.

Hérba marrúbii albi.

Weisser Andorn.

Marrúbium vulgáre. Labiátae.

Deutschland.

Die oberen Stengel mit den Blüthen; Stengel röhrig und wie die Blätter weissfilzig; Blätter in dem Blattstiel verschmälert, runzelig, gezahnt gekerbt. Geruchlos, Geschmack bitter, scharf und etwas salzig.