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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Abgötter; Abgötterei

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Abgötter - Abgötterei.

1) Adramelech, 2 Kön. 17, 31. 2) Anamelech, ib. 3) Asima, v. 30. 4) Astharoth, Richt. 2, 13. c. 10, 6. 1 Kön. 11, 5. 5) Baal, ein gemeiner Götzen-Name, 4 Mos. 22,41. Richt. 2,13. 1 Kön. 16, 31. 6) Baal-Berith. Richt. 8, 33. c. 9, 4. 7) Baal-Peor, oder Phegor, 4 Mos. 25, 3. 5. 5 Mos. 4, 3. 8) Baal-Sebub, 1 Kön. 22, 6. 2 Kön. 1, 2. 9) Baal-Zephon, 2 Mos. 14, 2. 9. 4 Mos. 33, 7. 10) Bacchus, 2 Macc. 6,7. c. 14,33. 11) Bel, im Stück Daniels. 12) Chamos, 4 Mos. 21, 29. 2 Kön. 23,13. 13) Chiun, oder Chijon, Amos S, 26. 14) Dagon, 1 Sam. 5, 1. 2. 18) Diana, 2 Macc. 1, 14. A.G. 19, 24. 16) Drache zu Babel, im Stück Daniels. 17) Gad, Esa. 65, 11. 18) Herkules, 2 Macc. 4, 19. 20. 19) Jupiter, 2 Macc. 6, 2. A.G. 14, 12. 20) Das Kalb, so Aaron gemacht, 2 Mos. 32, 4. 21) Die Kälber Jerobeams, 1 Kön. 12, 28. 22) Milcom oder Moloch, 3 Mos. 18, 21. 2 Kön. 23,13. A.G. 7, 43. 23) Meni, Esa. 65, 11. 24) Melecheth. Jer. 7, 17. 18. 25) Mercurius, A.G. 14,12. 26) Michas Abgott, Richt. 17, 5. c. 18, 14. 18. 27) Miplezeth, 1 Kön. IS, 13. 28) Nanäa, 2 Macc. 1, 13. 29) Nebo, Esa. 46,1. Amos 5, 26. 30) Nehustan, 4 Mos. 21, 8. 9. 2 Kön. 18, 4. 31) Nergal, 2 Kön. 17, 30. 32) Nibehas, 2 Kön. 17,31. 33) Remphan, A.G. 7,43. 34) Rimmon, 2 Kön. 5, 18. 35) Siccuth, Amos 5, 26. 36) Succoth-Benoth, 2 Kön. 17, 30. 37) Tharthak, 2 Kön. 17, 31. 38) Thamus, Ezech. 6, 14.

Abgötter

Kindlein, hütet euch vor den Abgöttern, 1 Joh. 5, 21.

Warnung 1) für die ersten Christen, in keine Berührung mit dem heidnischen, ungöttlichen Wesen zu kommen; 2) für uns, vor aller Vergötterung des Irdischen und Menschlichen, vor falschen, selbstgeschaffnen Idolen, uns zu hüten.

Abgötterei, s. auch Götze

§. 1. Ist ein falscher Gottesdienst, dadurch man den wahren GOtt schändlich verläßt, und den ihm gebührenden Dienst demjenigen, was nicht Gott ist, und also keiner göttlichen Verehrung würdig kann geachtet werden, erweist, und dadurch GOtt seinen Ruhm und Ehre raubt, und einen Andern fälschlich zueignet, 5 Mos. 32, 21. Jer. 16, 18. Sir. 47, 29. 1 Petr. 4, 3. Offenbar sind die Werke des Fleisches, als da sind: Abgötterei, Gal. 5, 20.

§. 2. Dieses abscheuliche Laster hat seinen Ursprung 1) vom Teufel, welcher immer eine Begierde zur Vergötterung von sich blicken lassen. Denn gleichwie er die Quelle alles Bösen, also ist er auch der Ursprung der Abgötterei. Es hat aber dieser böse Geist seine Begierde, einen GOtt vorzustellen, bewiesen a) an Eva; denn diese verführte er unter der gottlosen Schmeichelei, sie würde GOtt gleich sein, 1 Mos. 3, 5. und da Eva blind gehorsamte, beging sie eine Abgötterei. S. Hos. 6, 7. 8. Darnach sprach Gott selbst 1 Mos. 3, 23. Adam ist geworden als unser einer, d. i. Adam hat dem Teufel getrauet, und hat wollen GOtt gleich werden (nach And.: Adam war GOtt ähnlich); b) an Christo, unserm Heilande. Denn diesem muthete er zu, er sollte niederfallen und ihn anbeten, Matth. 4, 9. Wiewohl ich nicht in Abrede sein will, daß 2) die große Liebe gegen die Verstorbenen, Weish. 14, 15. 3) die Furcht vor den Tyrannen, Dan. 3, 17. 4) dic närrische Liebe der Unterthanen gegen die Regenten, AG. 12, 22. 5) der Ehrgeiz der Maler, Weish. 14, 18. A.G. 19, 24. und andere Dinge mehr diesen verfluchten Gottesdienst um ein Merkliches befördert haben. Nach Paulus, Röm. 1, 18 ff. ist die Abgötterei die Wirkung des Widerstrebens wider den äußern und innern Ruf GOttes; der böse unsittliche Wille suchte in ihr Schutz für seine Laster.

§. 3. Man theilt diese geistliche Hurerei ein 1) in die grobe und handgreifliche, da man äußerlich etwas, was nicht GOtt ist, verehrt, und also z. B. Sonne, Mond, Sterne, Holz, Bilder etc. anbetet, 5 Mos. 5, 8. Esa. 44,13. und 2) in die subtile oder verborgene, da man zwar von etwas weiß und bezeugt, daß es nicht GOtt sei; aber doch unterdessen sein Herz daran hängt, und sein Vertrauen mehr darauf, als auf GOtt seht. S. auch Abfall.

§. 4. Die erstere Art, nämlich die grobe, haben begangen:

1) Die Heiden, Röm. 1, 21. 25. z. B. die Egypter, 2 Mos. 12, 12. Philister, Richt. 16, 23. 24. die zu Lystra, A.G. 14, 11. die zu Athen, c. 17, 16. zu Ephesus, c. 19, 25. 2) die Juden, Jer. 8, 2. die Daniter, Richter 19, 20. 3) Laban, 1 Mos. 31,19. 30. 34. 4) Aaron, 2 Mos. 32, 1. 2. 4.19. Ps. 106,19. 20. 5) Micha, Richt. 17,1. 6) die Könige in Juda: a) Salomon,

1 Kön. 11, 1. b) Rehabeam, c. 14, 32. 23. c) Abiam, c. 15, 3. d) Joram, 2 Kon. 8, 18. e) Ahasia, ib. v. 27. f) Ahas,

2 Kön. 16, 2?4. g) Manasse, c. 21, 3. 6. h) Amon, c. 21,21. i) Jojakim, c. 23, 37. k) Jojachin, c. 24, 9. l) Zedekias, c. 24, 19. 7) die Könige in Israel: a) Jerobeam, der Sohn Nebat, 1 Kön. 12, 28. 30. b) Nadab, 1 Kön. 15, 26. c) Baesa, c. 15,33. d) Amri, 1 Kön. 16,19. e) Ahab, c. 16, 31 ff. f) Ahasia, 2 Kön. i, 2. 4. g) Joram, 2 Kön. 3,3. h) Jehu, 2 Kön. 10, 31. i) Joahas, 2 Kön. 13, 2. k) Jerobeam, Joas Sohn, c. 14, 24. l) Sacharia, c. 15, 9. m) Menahem, ib. v. 18. n) Pekahia, ib. v. 23. o) Hosea, c. 7, 12. 6) Heidnische Könige, a) Nebucadnezar, Dan. 3, 1?3. b) Belsazer, c. 5, 24. c) Antiochus Epiphanes, 1 Macc. 1, 43. 2 Macc. 5, 16. 17.

§. 5. Der andern Art, nämlich der subtilen Abgötterei macht sich ein Mensch verdächtig, wenn er sich auf seinen Witz, Stärke, Reichthum etc. auf andere Menschen, Patrone oder Creaturen verläßt, und auf diese Dinge mehr Vertrauen, als auf GOtt selbst setzt. Man kann sie demnach begehen.

a) An sich selbst.

5 Mos. 8,17. Röm. 2,22. wie 1) Nebucadnezar, Dan. 4, 26. 27. 2) alle Gottlosen, Ps. 73. 3) Die Pharisäer und Schriftgelehrten, Matth. 23, 6 ff. 25 f.

b) An andern Menschen.

Jer. 17, 5. Klagel. 4, 17. Ps. 118, S. Ps. 146, 3.

c) An andern Creaturen, z. B. Gold, Silber, Reichthum.

Hiob 31, 24. Ps. 52, 9. 1 Tim. 6,17. Eph. 5, 5. Matth. 6, 24. Marc. 10, 24.

d) An Essen und Trinken. Allwo der Bauch solcher Wohllüstler ihr GOtt ist.

Röm. 16, 18. Phil. 3, 19. 2 Tim. 3, 4.

e) An dem Teufel, durch Aberglauben, und überhaupt, wenn man sich in Lastern herum wälzt.

Esa. 8, 19. Röm. 6, 16. wer Sünde thut, ist der Sünde Knecht und nicht Gottes Kind, Joh. 8, 41. 1 Cor. 10, 20.

§. 6. Diejenigen, welche dergleichen geistlichen Hurerei unbesonnen nachlaufen, belegt die heil. Schrift nach Verdienst mit vielen schändlichen Namen. Denn sie werden genannt:

1) Diebe, Mörder, Ehebrecher, Meineidige, Jer. 7, 9. 2) Ehebrecher, Jer. 9, 2. Hosea 7, 4. 3) Hurenkinder, Hos. 2, 4.

4) Hurer, 1 Kön. 14, 24. 2 Kon. 23, 7. 5) ein blind Volk, Esa. 42, 16. 6) ein bös Volk, Jer. 4, 22. 7) toll und thöricht Volk, 5 Mos. 32, 6.

§. 7. Und die Sünde der Abgötterei selbst wird wegen ihrer Abscheulichkeit mit den häßlichsten Farben in heiliger Schrift abgemalt, und dadurch sattsam angezeigt, wie sich ein Mensch, welcher sich in dem Koth der Abgötterei herum wälzt, vor dem allein wahren und einigen GOtt, als dem reinsten Wesen, stinkend mache. Sie heißt aber 1) Aergerniß, WeisH. 14, 11. 2) Anfang alles Bösen, v. 27. 3) Arglist und Tücke, Sir. 19, 19. 4) Betrug, WeisH. 14, 21. 5) Brunst, Jer. 2, 24. 6) Ehebruch, Ezech. 23, 37. 7) falscher Gottesdienst, Jer. 6,13. c. 6, 5. 8) Geiz, Col. 3, 5. 9) Gräuel, 5 Mos.7, 25. 26. c. 13, 14. c. 17, 4. c. 20,18. c. 27, 15. c. 29, 17. c. 32, 16. 1 Kön. 11, 5. 7. c. 14, 24. c. 21, 26. 2 Kön. 16, 3. c. 21, 2. 11. c. 23, 4.15. 24. 2 Chr 15, 8. c. 28, 3. c. 33, 2. c. 34, 33. c. 36, 9.14. Esa. 1,13. Jer. 4, 1. c. 7,10.30. c. 18, 27. c. 16, 18. c 44, 4. 22. Ezech. 5, 9. 11. c. 8,6.9.13. 17. c. 11, 18. 21. c. 16, 2. 22. c. 20, 30. c. 44, 6. 7. Dan. 9,27. c. 11, 31. Mal. 2, 11. Weish. 12, 23. c. 14, 11. Tob. 1, 5. Sir. 15, 13. Tit. 1,16. und an andern Orten mehr. 10) Hu-^[folgende Seite]