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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Beschneidung Christi; Beschreiben

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Beschneidung Christi - Beschreiben.

ter den Juden die Fleischeslust als etwas Unreines ansehen und bezähmen.

Die Meinung, daß Abraham die Beschneidung von den Egyptern angenommen habe, ist nicht so gewiß, als jetzt gemeiniglich angenommen wird. Ungerechnet, daß Abraham nach der Schrift sie ausdrücklich auf GOttes Befehl annahm, und von Heiden nicht entlehnt haben würde, war sie ja in Egypten nicht allgemein, sondern nur den Priestern eigen; und diese haben sie nach dem Artapanus bei Eusebius, Praep. Evang. IX. c. 27. S. 433. von den Aethiopiern, unter welchen Moses in großem Ansehen stand, angenommen. Und konnte sie auch nicht durch den Joseph bei den Priestern bekannt werden? Das stärkste Argument aber, was schon Theodoret, Quaest. 3. in Exod. gebraucht, ist nach Ernesti's Theol. Biblioth. X. 137. dies, daß die Tochter Pharao's, welche den Moses sogleich für ein hebräisches Knäblein erkannte, ihn an keinem andern Zeichen als der Beschneidung erkennen konnte. Die griechischen Historiker konnten wohl bezeugen, daß die Beschneidung in Egypten war, nicht aber, daß sie die Israeliten von ihnen hatten.

Da ließ er ab von ihm. (v. 24.) Sie sprach aber Blutbräutigam (Mann), um der Beschneidung willen, 2 Mos. 4, 26. (weil diese ihr zuwider war).

Moses hat euch darum (daß dem Menschen geholfen werde) gegeben die Beschneidung etc., Joh. 7, 22.

Und gab ihm den Bund der Beschneidung, A.G. 7, 8.

Die Beschneidung ist wohl nütze, wenn du das Gesetz hältst. Hältst du aber das nicht, so ist deine Beschneidung schon eine Vorhaut geworden, Röm. 2, 25. (d. i. so bist du, obgleich beschnitten, vor GOtt ebenso unrein, ungeheiligt, wie ein unbeschnittener Heide.)

Was nützt die Beschneidung? zwar fast viel, Röm. 3, 1. 2.

Das Zeichen aber in der Beschneidung empfing er zum Siegel in der Gerechtigkeit des Glaubens, Röm. 4, 11.

Ich sage aber, daß JEsus Christus sei ein Diener gewesen der Beschneidung, Röm. 15, 8.

Die Beschneidung ist nichts, und die Vorhaut ist nichts, sondern GOttes Gebote halten, 1 Cor. 7, 19.

In Christo JEsu gilt (vor GOtt) weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe thätig ist, Gal. 5, 6.

In Christo gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern eine neue Kreatur, Gal. 6, 15.

§. 2. Es bedeutet auch das Wort Beschneidung die Juden selbst, weil sie beschnitten waren, A.G. 11, 2. Gal. 2, 7. 8. 9. 12. Eph. 2, 11. Col. 3. 11. c. 4, 11. Tit. 1, 10.

Und die Gläubigen aus der Beschneidung (geborne Juden, die Christen waren), A.G. 10, 45.

§. 3. Die Beschneidung ist ein Sacrament A. T. 1 Mos. 17, 7-13. Röm. 4, 11. und von GOtt im Jahre der Welt 2098 mit vielen Verheißungen gestiftet worden, 1 Mos. 17, 15. 16. Sie mußte, damit erst das Kind ein wenig zu Kräften kam, am 8. Tage, 1 Mos. 17, 12. wenn es auch Sabbath, Joh. 7, 22. bei Strafe der Ausrottung, 1 Mos. 17, 24. geschehen; außer wenn das Kind sehr krank, und GOtt verstattete sogar 40 Jahre während der Reise der Israeliten aus Egypten in Canaan, Jos. 5, 2 ff. Anfangs verrichteten sie die Patriarchen, hernach ordentlich die Priester, doch im Fall der Noth auch eine Weibsperson, 2 Mos. 4, 24. 1 Macc. 1, 63. mit einem Messer oder geschärften Stein, Jos. 5, 2. und gaben dabei dem Kinde einen Namen, Luc. 1, 58. c. 2, 21.

§. 4. Dieses Sacrament A. T. war ein Vorbild der heil. Taufe. Durch jene wurde 1) ein Kind der israelitischen Kirche einverleibt; durch diese der christlichen. 2) Durch jene wurde ein Kind in den Bund, welchen GOtt mit Abraham gemacht, aufgenommen; durch diese in den Gnadenbund GOttes. 3) Durch jene äußerliche wirkte GOtt die innerliche; Getaufte sollen den Sünden absterben.

§. 5. Die Mägdlein zu beschneiden, hat GOtt nicht befohlen, weil 1) die Beschneidung ein Zeichen sein sollte, den Samen Abrahams von allen Völkern zu unterscheiden, um zu sehen, daß daraus der Heiland der Welt kommen sollte. Die Geschlechter aber werden von Männern fortgesetzt. 2) Wegen der Schwachheit des weiblichen Geschlechts, die ohnehin viel Schmerzen empfinden müssen, 1 Mos. 3, 16. 3) Wegen der geheimnißvollen Geburt Christi, welcher von einem Weibe ohne Hinzuthun eines Mannes sollte geboren werden. Und darum wären die Männer, als zu diesem Werk unnöthig, beschnitten worden; abgesehen davon, daß durch den Samen die Sünde, deren Abscheulichkeit GOtt durch die Beschneidung anzeigen wollen, in der leiblichen Geburt fortgepflanzt worden wäre. Um der Maria willen habe GOtt das weibliche Geschlecht verschont. Genug, GOtt wollte es nicht haben. Dessen ohngeachtet standen die Weiber in dem Bund der Gnade, welcher beide Geschlechter anging. Die Weiber aßen mit vom Osterlamm, 2 Mos. 12, 47. das kein Unbeschnittener genießen durfte. Judith beruft sich auf den Gnadenbund, c. 9, 15. Paulus rühmt der Sara Glauben, Ebr. 11, 11. S. auch 1 Petr. 3, 5. 7. etc.

§. 6. Die geistliche Beschneidung ist eine Hinwegnehmung der Vorhaut des Herzens, daß man allen bösen Neigungen, Gedanken, Worten und Werken widersteht, sie unterdrückt und ablegt. S. abhauen §. 3. und beschneiden n, b.

§. 7. Beide sind einander a) gleich. 1) Jene ist von GOtt gestiftet; diese hat GOtt zum Urheber. 2) Jene geschah nicht ohne Schmerzen; diese soll mit Schmerz, Reue und Leid über die Sünde geschehen. 3) Jene mit Blutvergießen; bei dieser ist die gläubige Darstellung des Blutes Christi. 4) Jene mit einem scharfen Stein; diese durch die Schärfe des Gesetzes, welches in Stein gebildet. 5) Beide Endursach ist die Gnade GOttes und Vergebung der Sünden, b) Ungleich. 1) Jene geschah an der Vorhaut des Fleisches; diese am Herzen. 2) Jene nur an Einem Glied; diese erstreckt sich auf alle Kräfte der Seele. 3) Jene erstreckte sich nur auf das männliche Geschlecht, diese auf beide. 4) Jene geschah mit, diese ohne Hände, Col. 2, 11. 5) Jene gilt in Christo nichts; Gal. 6, 15. aber diese, indem der Widergeborne durch den Glauben an Christum, wenn er beharret, selig wird.

Beschneidung Christi

Luc. 2, 21. Dieser unterwarf sich Christus, um zu beweisen, 1) daß er wahrhaftiger Mensch; 2) daß er aus dem Stamm Abrahams; 3) daß die Juden keine Ursache hätten, ihn zu verwerfen; 4) damit er die Beschneidung als eine göttliche Ordnung gut heißen möge; 5) um den Anfang seiner Erlösung, welche durch Blutvergießen geschehen, zu machen; 6) um sich dem Gesetz unterthänig zu machen; Gal. 4, 4. 5. 7) um ein Beispiel der Demuth zu geben, indem er damit ein Bildniß der sündigen Menschen an sich genommen; 8) um damit zu lehren, daß wir uns geistlicher Weise beschneiden sollten. S. Beschneidung §. 6.

Beschreiben

§. 1. a) Etwas genau aufschreiben, b) nach Art der Feldmesser abzeichnen, c) Bücher schreiben, Joh.