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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Fuchs ? Führen.
Fuchs
z. 1. I) Ein KstigeS, räuberisches Thier. Im Griechischen hat er seinen Namen entweder vom Hernmschwcifen oder vom Betrügen. Weil in Ca-naan viele Füchse waren, Ps. 63, 11. Hohel. 2, 15. Neh. 4, 3. Klage!. 5, 18. Ezech. 13, 4. und Sim-son von GOtt zum Werkzeug, den Philistern zu schaden ausersehen war, so hat er mit Beihülfe Anderer wohl 300 Richt. 15, 4. zusammen bringen können; und die Verwandlung der Füchse in Strohwische (Odsorv. Halyn8. VIII. 383.) ist ganz unstatthaft. (S. V^Iinx Ods. 8aoi-. I. 109.)
Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester, aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hinlege, Matth. 8, 20. Luc. 9, 53.
8. 2. II) Ein listiger Mensch, welcher mit öffentlicher Gewalt nichts vornimmt, sondern sich heimlicher Nachftelluug befleißigt, wie Herodes, der tückische Fürst, Luc. 13, 32.
z. 3. III) Die Feinde der Kirche, falsche Propheten, Ps. 63, 11. Klagel. 5, 18. Ezech. 13, 4. IV) Ketzer und Ketzereien, welche bei dem ersten Flor der Kirche am schädlichsten waren und sein konnten, Hohel. 2, 15.
Fugen
Bänder, wodurch etwas zusammengehalten wird. Diese Muskelbänder am Leibe sind ein treffendes Bild aller der Bindungsmittel, wodurch die Gläubigen , als Glieder unter dem Haupt der Kirche, nämlich Christo, zusammen halten, und sich in Liebe verknüpfen, Col. 2,19.
, Fugen
Zusammen haltend machen, 2 Mos. 26, 9. Neh. 4, 6. Ezech. 41, 21. einmüthig zusammen halten, Ier. 50, 5. Von der Kirche; sie gleicht einem Bau - Eph. 2, 21. wie hier die Steine, seft zusammengemauert, das Gebäude bildeu, und ihm Festigkeit geben: so bilden die Gläubigen nur in ihrem innern geistigen Zusammenhalten eine Bestand habende Kirche: sie gleicht einem Leibe, Eph. 4, 16. wo der gliedliche Organismns Bild ist der engen Gemeinschaft, in der die Gläubigeu vereinigt sind, wo jedes Glied sein Verhältniß zum Ganzen und Alle gegenseitig auf einander Einfluß haben; was recht evident zeigt, wie wenig eine blos allgemeine, weite kirchliche Vereinigung zum christlichen Leben hinreicht, sondern wie unentbehrlich dazu enge, bis inS Einzelne gehende Verbindungen sind.
Füglich
Marc. 14, 11. Luc. c. 22, 6. giebt es ohue Nnmor, Aufstaud.
Fühlen
Empfinden, 2 Kön. 4, 31. Dan. 5, 23. Weish. 15, 15. Die Sünden fühlen, heißt, sie er- und bekennen und herzliche Neue und Leid darüber haben, Esa. 59, 12. Gideon ließ es die Leute zu Sucoth fühlen, Richt. 8, 16. (wies
ihnen, was zn wtisen mnr.) Denn er fühlet das Schrecken der Finsterniß (das Wse Gewissen),
Hiob 24, 17. Man muß dem Bösen wehren ? mit ernsten Schlägen, die man
fühlet (die er im Innersten seines Herzens empfindet), Sprw.
20, 30.
Sie klopfen mich, aber ich fühle es nicht, Sprw. 23, 35. Dann wird dein Herz fühlen, wie deine Bosheit fo groß ist,
Ier. 4, 18. (so wirds aussehen mit deinem tlnMck, vmw5
recht bitter wird sti«, wenn dirs recht wird an die Seele
yeh«v.)
Ich will sie ängstigen, daß sie es fühlen sollen, Ier. 10, 18. Du schlagest sie, aber sie fühlen es nicht, Ier. 5, 3. ses schmerzet
lie der Schlag, aber die Sünde, warum fte geschlagen werden,
nicht.) Laß ihnen das Herz erschrecken und deinen Fluch fühlen, Klagel.
3, 65. Das Weib fühlete an ihrem Leibe, daß sie von ihrer Plage
gesund geworden, Marc. 5, 29. Denn ich fühle llmde es wohl gewußt), daß eine Kraft von mir
gegangen, Luc. 8, 46. Marc. 5, 30. Fühlet mich und sehet, Luc. 24, 39. Daß sie den HErrn suchen sollten, ob sie doch ihn (gleichsam im
Dunkeln mit Händen) fühlen (erkennen) und finden möchten,
A.G. 17, 27. WeiZH. ii, 14.
Führen
§. 1. I) Einen aus einem Ort zn einem andern bringen; einen leiten. (Gewaltsam in die Gefangenschaft, 2 Kön. 25, 7. Ier. 27, 18. c. 28, 4. Ezech. 19, 4. 9. Offb. 13,10 )c.) S. ausführen.
Hagar den Knaben an der Hand, i Mos. 21, 16.
Laban den Jacob in sein Haus, c. 29, 13.
IEsum vom Geist in die Wüste, Matth. 4, 1. in die heilige
Stadt, v. 5. auf einen hohen Berg, v. 8. von Andern ins
Hohenpriesters Haus, Luc. L2, 54. vor Pilatus, Luc. 23, 1. Paulus vor den Richtstuhl, A.G. 16, 12 lc. ic. Laß dich nicht einen jeglichen Wind (Gunst oder Ungunst,
Nutzens oder Schadens 2c. führen, Sir. 5, 11. (unbeständig
mnchen.) Ierobeam führet« Ephraim in Sünde, Sir. 47, 29. vergl.
i Kön. 12, 28. Und die Pforte ist enge, und der Weg ist schmal, der zum Leben
führet, Matth. 7, 14.
F. 2. II) Von andenn Thun und Verrichtungen.
Henoch sührete ein göttliches Leben, 1 Mos. 5, 24. c. a, 9.
i hatte GOtt stets vor Augen, veral. c. 17, i.) Neige mein Herz nicht auf etwas Böses, ein gottloses Wesen zu
führen mit den Uebelthätern, Pf. 141, 4. Viele werden gereinigt, geläutert und bewähret werden, und die
Gottlofen werden gottloses Wesen führen, Dan. 12, 10. Und was nützet es, daß wir sein Gebot halten, und hartes
Leben vor dem HErrn Zebaoth führen, Mal. 3, 14. (daß wir
möchten schwnr; werden.) Ihr führet euer Amt nicht sein, Weish. 6, 5. Wer ein heiliges Leben führet, der ist GOtt nahe, Weish.
6, 20. Ich ermähne euch ? daß ihr allemal einerlei Rede führet,
1 Cor. 1, 10. (nicht wie v. 12.) Welcher auch uns tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen deZ
N. T., 2 Cor. 3, 6. Auf daß wir ein geruhiges und stilles Leben führen mögen,
1 Tim. 2, 2. Führet euren Wandel, fo lange ihr hie wallet, mit Furcht,
1 Petr. 1, 17. Führet einen guten Wandel unter dm Heiden, i Petr. 2, 12.
§. 3. III) Vom Schwert und Bogen, 1 Chr. 6, 18. c. 13, 8. Ps. 78, 9. Ier. 6, 23. Ezech. 38, 4. H
§. 4. GOtt süyrel a) mit seinem Arm: bezeichnet die väterliche Fürsorge für die Seinen, die ihm kindlich treu crgcdcn sind, wornach er ihren Lebensgang ordnet, ihnen mit Nath und Hülfe beisteht, sie wie der treuestc Hirte seine Schafe anf die beste Weide leitet, d. h. Alles zu ihrem Seelenheile Nöthige ihnen schenkt, und sie gegen die Anfälle und Macht des Feindes schützt, und so endlich in die Seligkeit bringt, Ps. 136, 11. Ps. 142, 8. Ps. 143, 11. Esa. 58, 11. Hos. 14, 9. Ion. 2, 7.
Abrahams Knecht, i Mos. 24, 27. 43.
Abraham aus Ur, 1 Mos. 11, 31. c. 15, 7.
Israel aus Egypten, 1 Mos. 50, 24. 2 Mos. 12, 17. 51. c.
13, 14. c. 18, 1. c. 29, 46. 3 Mos. 11, 45. 9 Mos. 4, 20.
c. 6, 12. Amo5 2, 10. Mich. s, 4. A.G. 13, 17. Gbr. 8,
9. S. Ps. 77, 2:. c. 78, 52. Ich bin der HErr, dein GOtt, der dich aus Egypten, aus dem
Diensthause, geführet, 2 Mos. 20, 2. S Mos. S, 6. Der HErr tö'dtet und machet lebendig, führet in die Hölle und
wieder heraus, 1 Sam. 2, 6. WeiZH. 16, 13. vergl. 5 Mos.
32, 39. tzwb 5, 18. Hos. 6, 1. 2. Erkennet doch, baß der HErr seine Heiligen wunderlich führe,
Ps. 4, 4. Er weidet mich auf einer grünen Au, und führet mich zum
frifchen Wasser, Ps. 23, 2, Er führet mich auf rechter
Straße, v. 3.