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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Y33
Kalser ? Kammw.
Kaiser
Das Oberhaupt im römischen Reiche.
Ist es recht, daß man dem Kaiser Zins gebe; oder nicht? Matth. 22, 19. Luc. 20, 22.
So gebet dem Kaiser (wieder, nl» ein Zeichen seiner üdrr euch habenden Outmnßigkeit, drssen Miw;e ilir nicht freiiyilliy, ftn-dern nns Notli grdrnnchen nüUet), was des Kaisers ist, und GOtt, was GOtteZ ist (die Leiflunu der Untertlianpftichten hiu-dert nicht, GOtt die schuldige Verehrung und Gehorsam )U er-weisen), Matth. 22, 21.
Lässest du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht, Joh.
19, 12.
Wir haben keinen König, denn den Kaiser, ib. v. 15. Kaiser Augustus, Luc. 2, i. Tiberius, Luc. 3, i. Claudius, A.G. 11, 26. 25, 10. Phil. 4, 22.
Kalb, Kalben
F. 1. Mit Kälbern werden gewaltige, kühne, und durch das Vollauf geil und frech gewordene Leute, die ihrem Muthwillen folgen, verglichen,* Ier. 31, 18. c. 50, 11. (Kalben Hiob 21,10.)
Abraham ließ eins den drei Männern zubereiten, i Mos. 18, 7. 8. das Zauberweib dem Sanl, i Sam. 28, 24. der Vater dem verlernen Sohne, Lnc. 15. 23. 2?. zum Opfer gebraucht, 1 Sam. 16, 2. uon Aaron, 3 Mos. 9, 2. Mich. 6, 6. bei Einweihung des Tempels wurden 100 Kälber (Ochsen) geopfert, Esr. 6, 17.
Ihr esset die Lämmer aus der Heerde, und die gemästeten Kälber, Amos 6, 4.
Auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut ist Christus eingegangen Einmal in das Heilige, Ebr. 9, 12.
« Schilt das Thier im Rohr (den Antichrist), die Rotte der Ochsen unter (mit) ihren Kälbern, Pf. 68, 31.
Egypten ist (wie) ein sehr schönes Kalb, Ier. 46, 20. 21.
Ephraim ist ein Kalb, gewöhnt, daß es gerne drischet, Hos. 10,11. (S. Sgen ß. 2.)
z. 2. Das gegossene Kalb Aarons, 2 Mos. 32, 4. 5 Mos. 9,16. 21. Neh. 9, 18. A.G. 7, 41. hatte die Gestalt eines Kalbes oder Ochsen, Ps. 106, 19. 20. und war eine schändliche Abgötterei, dergleichen die Ggypter mit dem Ochsen Apis trieben. Das Kalb, Samaria, Hos. 8, 5. 6. c. 10, 5. 6. sind die beiden abgöttischen Kälber Ierobeams zu Vethel und Dan, 1 Kön. 12, 28. 32. 2 Chr. 11, 15. 2Kön. 10, 29.
z. 3. Ier. 34, 18. 19. zwischen des Kalbes Stücken ?c. Von dieser Gewohnheit bei aufgerichteten Bündnissen siehe 1 Mos. 15, 9 ff.
§. 4. Mit eines Andern Kalbe pflügen. Richt. 14, 18. Eines Andern Anschläge, Heimlichkeit, durch seine Vertranten erfahren. Die Philister hatten Simsons Räthsel durch Hülfe seines Weibes errathen.
Kalk
Falsche Propheten tünchen mit losem Kalk, Ezech. 13, 10. 11. 14. c. 22, 28. ungemengtem Klebwerk, das nicht fest halten kann, sondern 'bald wieder abfällt; d. i. sie weissagen ans ihrem Herzen, geben grundlose, verführerische Versprechungen, und helfen noch treulich dazu, daß das Volk in der fleischlichen Sicherheit gestärkt werde. Sonst ist Der Kalt bei dem Thurmbau zn Babel gebraucht, 1 Mos. 17, 3.
und die Denksteine der Israeliten sind damit getüncht worden,
5 Mos. 37, 2.
Kalmus
Wächst in nassen Orten und giebt einen starken Geruch, 2 Mos. 30, 23. Esa. 43, 24. Ezech. 27, 19. daher vergleicht Salomo Hohel. 4,14. die Kraft des Evangeliums oder die Früchte des Glaubens damit.
Kalt, Kälte
a) Im physikalischen Verstande, wo keine Wärme, Joh. 18, 18. A.G. 28, 2. b) im moralischen, wo
kein Eifer für die Gottesfurcht, gottlos, wo Liebe und Glaube erkaltet sind.
Von Mitternacht kommt Kälte, Hiob 37, 9.
Um der Kälte willen will der Faule nicht pflügen, so muß er in
der Ernte betteln und nichts kriegen, Sprw. 20, 4. Zu der Zeit (lns Christus wird wieder kommen, und gegen seiue
Zl'.lluufy wird lein Licht sein (wegen Verführungen, besonders
des Antichrists Irrthümer), fondern Kälte (auch in der Liebe,
Mntth. 24, 12.) und Frost (daß Alles gleichsam wird zusammen
frieren), Zach. 14, 6. Ich weiß deine Werke, baß du weder kalt noch warm bist, ach
daß du kalt oder warm wärest! Offb. 3, 15. Weil du aber lau bist, und weder kalt noch warm, werde ich
dich ausspeien aus meinem Munde, ib. v. 16.
Kameel
8- 1. Dieses große, mit kleinem Kopfe, Höckerich-tem Nucken und langen Beinen versehene Thier hat seinen Namen von Vergelten, weil keines mehr auf Rache bedacht ist, als dieses.
War unrein, 3 Mos. 11, 4.
Gehörte zum Reichthum der Altväter, Abrahams, 1 Mos. 12, 16.
Isaacs, i Mos. 24, 10. 11.14. 20. 35. 64. Jacobs, c. 30, 43.
c. 32, 7. 15. Hiobs, c. 1, 3. Wurden gebraucht zum Reiten, 1 Mos. 31, 17. von Kaufleuten,
c. 37, 25. im Kriege, Nicht. S, 5. c. 7, 12. Esa. 60, e. zum
Tragen, i Chr. 13, 40. Bagage und Privatwagen zu ziehen,
Efa. 21, 7. 400 Jünglinge sielen auf die Kameele und flohen, i Sam.
30. 17. Es ist leichter, baß ein Kameel durch ein Nadelöhr gehe, denn
daß ein (solcher, der sein Herz nn das Zeitliche hängt) Reicher
ins Reich GOttes komme, Matth. 19, 24. Marc. 10, 25. Luc.
18, LS.
§. 2. Dieses ist ein Sprichwort, welches die Juden nicht nur von unmöglichen, sondern auch sehr schweren Sachen, nur daß sie statt eines Ka-meels einen Elephanten nennen, gebrauchen. Man darf also gar kein Schiffseil erdichten; noch viel weniger aber wird man behanpten können, daß die kleine Pforte zn Jerusalem, welche das Nadelöhr geheißen, gemeint sei; denn es hat nie eine solche gegeben.
z. 3. Mücken feigen und Kameelc verschlucken, Matth. 23, 24. bedeutet den Klcinigkcitsgeist, der auf abergläubige und heuchlerische Weise in geringfügigen und werthlosen Dingen sorgfältig und skrupulös, in wichtigen Pflichten dagegen nachlässig und gewissenlos ist (s. dahinten §. 2.), vergl. Reinhard über den Kleinigkeitsgeist in der Sittenlehre. Meißen 1801.
Kameelhaar
Johannes, Matth. 3, 4. Marc. 1, 6. trug ein kameelharnes Kleid mit einem Gürtel, wie auch Elias, sein Vorbild, 2 Kön. 1, 8. mit einem rauchen Gewand bekleidet war.
Kameelm
Besser ein Waldesel, welche man in ihrer Vrnnst leicht fangen kann, Ier. 2, 24.
Kammer, Kämmerlein
z. 1. I) Besondere Behältnisse, Zimmer 2c., wo man sich anfhalten, Esr. 10, 6. 1 Chr. 29, 11. schlafen, als Ehelente, Joel 2, 16. Tob. 3, 12. etwas verwahren, Esr. 7, 20. Esth. 3, 9. c. 4, 7. sonst sicher sein, 2 Ehr. 18, 24. Ezech. 21, 14. oder etwas Anderes verrichten will, Nicht. 3, 24. (Bilderkammer, Ezech. 8, 12.) II) Ein verborgner Ort."
Noah machte Kammern in dem Kasten, i Mos. 6, 14. Joseph ging in seine Kammer und weinete, i Mos. 43, 30. Frösche sollten in die Kammern oer Egypter kommen, 2 Mos.
8, 3. Ps. 105, 30.
Man hielt auf ihn (Simftn) in der Kammer, Nicht. 16, 9.