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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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muh verbraucht werdeu. Besonders gute und hochbezahlte Sorten wickelt man einzeln in seine Holzwolle, damit die Früchte sich nicht berühren.
Unreife, grüne Tomaten werden bei Eintritt des Frostes von den Stöcken geschnitten und in der Küche nahe an den Herd gelegt. Die Wärme in der Küche bringt sie zum Nachreifen. Außerdem lassen sich unreife Tomaten auch recht gut zum Einmachen ganz nach Art der ganzen Zwetschgen verwenden.
Die Zimmertanne gedeiht am besten m einem nicht zu stark geheizten Zimmer, wo etwa eine Temperatur von 2015 Grad R. möglichst gleichmäßig herrscht und wo man ihr einen hellen Platz nahe dem Fenster gibt, nach allen Seiten hin frei, damit sich die Etagen schön entwickeln können; hierbei muß man die Pflanze von Zeit zu Zeit drehen, sie wächst sonst leicht ungleich, indem die vom Fenster abgewandten Teile zurückbleiben. Groß^ Temperaturschwankungen hat sie nicht gern, sowie auch weder höhere Temperaturen, noch niedrige unter -^ 4 Grad R. Ferner verlangt sie ein möglichst gleichmäßiges Gießen, sie darf weder sehr naß, noch trocken stehen. Ein Ueberbrausen hat sie gern, aber mit Wasser von Zimmertemperatur; nur über-brause man nicht gerade stark, wenn die Erde im Topfe noch recht feucht ist, da sie sonst durch die herunterfallenden Tropfen leicht zuviel Näfse bekommt. Ein feines Ueberspritzen mittels eines Refraichisseurs kann man immer vornehmen. Der Topf sei mehr klein wie groß. Ein Umsetzen in eine neue Erdmischung, bestehend aus alter Mistbeeterde, etwas altem Lehm und Sand, ist nur etwa alle drei Jahre nötig.
Das Eingehen empfindlicherer Rosen im Winter hat seinen Grund meistens im Vermodern der Rinde der nicht hinlänglich äusge-reiften Herbsttriebe und ungeeignete Bedeckung. Man hüte sich darum vor der Anwendung von Deckmaterial, welches leicht dumpfig und modrig wird, Mäuse sowie anderes Ungeziefer anzieht. Vorerst werde d:e Krone hinreichend geschützt, doch ist es auch gut, den Stamm besonders an seiner Biegungsstelle, an welcher er sehr empfindlich ist, ebenfalls zu schützen, uud das geschieht in genügender Weise, wenn man ihn mit einer Rinne aus leichtem Brette ganz bedeckt.
Wermischtes.
Goldfische zu überwintern. Am besten geschieht die Ueberwinterung der Goldfische in einem Wasscrbassill, das sich in einem Glas-
haus befindet. Wer einzelne Fische im Glase überwintert, vermeide im Zimmer große Temperaturwechsel, behandele aber die Fische wie sonst im Sommer. Im Teich im Freien können sie nur dann überwintern, wenn der Teich nicht zufriert und keinem großen Temperaturwechsel unterliegt.
Oinmachkunst.
Quittenschnitze einzumachen. Tie Quitten
werden geschält und in 48 Teile geschnitten. Dann läutert man 1 Pfuud Zucker mit Vs Liter Wasser, und gibt alsdann 2 Pfund Quittenschnitze dazu, läßt sie langsam sieden bis sie weich sind und eine schöne Farbe bekommen haben, worauf sie heraus genommen werden. Einige davon besteckt man mit etwas ganzem Zimmt und einer Neite. Erkaltet legt man sie in die Einmachgläser, streut kleingeschnittene Zitronenschale dazwischen, läßt die Brühe noch dicklich einkochen und gießt sie alsdann lauwarm über die Schnitze. Die Gläser werden nach üblicher Weise verbunden und aufbewahrt.
El. E. in St.
«Kochrezepte.
Hagebutten-Sauce. An vier Löffel Hagebuttenmark wird ein Löffel Mehl, V4 Liter Wein nebst ötwas Wasser und Zucker gerührt, läßt dieses aufkochen, gießt die Sauce durch ein Sieb und serviert sie sofort. A.
Kartoffeln mit Häring. Kartoffeln werden gekocht, dann kalt in Scheiben geschnitten, hernach werden 34 Eier hart gelocht, das Weiße in Scheiben geschnitten, die Dotter mit dem Milchner vom Häring zerdrückt, ungefähr Vs Liter sauren Rahm, und der Häring fein gewiegt darunter gegeben. Nun wird eine Form gut mit Butter bestrichcn, hernach eine Lage Kartoffeln, dann Eiweiß und von der Fülle bis die Form voll ist, dann wird Butter darauf geschnitten und das Ganze im Ofen aufgezogen und noch ein wenig gesalzen.
El. E. in S.
Markschnitten. 60 Gr. Mark wird mit 60 Gramm abgezogenen Mandeln gewiegt und mit 60 Gramm gestoßenen Zucker tüchtig gerührt. Alsdann 1/4 Pfund Milchbrot in Schnitten schneiden, die Maße aufstreichen und in eine Schüssel legen; 1/4 Liter Milch mit 3 Eidottern gut verrühren, darüber gießen, mit Zucker bestreuen und im Ofen aufziehen. El. E. in St.
Quitten-Kuchen. Man nimmt hierzu ein Kuchenblech mit abnehmbarem Rand, legt es gut mit Butterteig aus und bestreicht diesen mit Quitten-Marmelade. Dann rührt man 100 Gr. Zucker, 125 Gr. geriebene Haselnüsse,