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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Hill; Hillemacher; Hillingford; Hilverdink; Hinckley

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Hill - Hinckley.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Hilgers'

spätern Jahren: Abendlandschaft aus dem Harz, Eisgang des Rheins bei Kaub und mehrere nur »Winterlandschaft« betitelte.

Hill, Thomas, amerikan. Landschaftsmaler, geb. 1819 zu Birmingham in England, zog mit seinen Eltern 1841 nach Taunton (Massachusetts) und ging 1844 nach Boston, wo er sich der Malerei widmete. Später finden wir ihn in Philadelphia, wo er mit Ausnahme einiger Monate, die er in dem Atelier des damals in Paris lebenden Paul Meyerheim zubrachte, blieb, bis er 1861 nach San Francisco ging. Dann hielt er sich wieder vier Jahre in Cambridge (Massachusetts) auf und malte dort sein erstes bedeutendes Bild: das Yosemitethal, das später auf der Ausstellung in Philadelphia (1876) große Anerkennung fand. Unter seinen nachherigen Schöpfungen erwähnen wir nur: eine Partie aus den Weißen Bergen, den großen Cañon in den Sierras von Kalifornien und die Heimat des Adlers. 1871 zog er wieder nach San Francisco.

Hillemacher (spr. hil-măkär), Eugène Ernest, franz. Genremaler, geb. 1820 (nach andern 1818) zu Paris, Schüler von Léon Cogniet, behandelt in Bildern von großem technischen Geschick, aber ohne sonderliche Wärme und Tiefe des Gefühls häufig Scenen aus dem Leben großer Dichter, Künstler oder sonst hervorragender Männer, aber auch die Sitten unsres Jahrhunderts. Aus der überaus reichen Zahl derselben nennen wir nur: Andächtige um einen Beichtstuhl in St. Peter (1855, Museum des Luxembourg), die belagerten Einwohner von Rouen im Jahr 1418, Rubens das Porträt seiner Frau malend, Molière und seine Haushälterin, Boileau und sein Gärtner (1859), Poussin wird dem König Ludwig XIII. vorgestellt, Gutenberg und Faust machen die ersten typographischen Versuche (1860), Napoleon I. mit Goethe und Wieland, Philipp IV. und Velazquez; dazu aus den letzten Jahren: Einzug der Türken in die Sophienkirche zu Konstantinopel 1453 (1876), die schlafende Schönheit des Waldes, eine Familienmahlzeit in der Picardie u. a. Nach zahlreichen Medaillen erhielt er 1865 das Kreuz der Ehrenlegion. ↔

Hillingford (spr. -förd), Robert Alexander, engl. Genremaler, geb. 1828, ging schon 1841 nach Düsseldorf, wo er fünf Jahre Schüler der Akademie war, setzte dann seine Studien in München, Rom, Florenz und Neapel fort und kehrte 1864 nach England zurück. Während seines Aufenthalts in Rom malte er den letzten Abend des Karnevals (1859) und stellte nachher in der Akademie zu London und in Leeds viele Genrebilder aus, unter denen wir nur nennen: vor dem Turnier (1868), der Waffenschmied (1872), Münchhausen, auf der Wanderung des Prätendenten Karl Eduard, ein Ereignis aus dem Jugendleben Ludwigs XIV., die Flucht Jessicas, Evangeline, der Heiratskontrakt u. a. Er ist Ehrenmitglied der Akademie in Petersburg.

Hilverdink, 1) Eduard Alexander, holländ. Maler von Landschaften und Städtebildern, geb. 12. Mai 1846 zu Amsterdam, Sohn und Schüler des nachfolgenden, machte durch Holland und Deutschland verschiedene Studienreisen und ließ sich dann in seiner Vaterstadt nieder, wo er recht verdienstliche, wenn auch künstlerisch nicht hervorragende Bilder, häufig Stadtansichten aus Holland, malt.

2) Johannes, holländ. Marine- und Landschaftsmaler, geb. 28. Jan. 1813 zu Gröningen, war Schüler von A. J. (Anmerkung des Editors: Alexander Joseph) Daiwaille und der Akademie seiner Vaterstadt, besuchte Deutschland, Belgien sowie die Küsten des Mittelländischen Meers und malt seitdem sehr geschätzte Marinebilder, z. B. nach dem Sturm, das Y bei Seeburg u. a., die ihm mehrere Medaillen einbrachten.

Hinckley (spr. hínklĕ), Thomas Hewes, amerikan. Landschafts- und Tiermaler, geb. 1813 zu Milton (Massachusetts), erlernte nur das Zeichnen in einer Schule zu Philadelphia, bildete sich im übrigen ohne Lehrer aus, begann nachher in Boston die Porträt- und Landschaftsmalerei, machte aber seit 1843 die Tiermalerei zu seinem Hauptfach und ließ sich 1845 in seiner Vaterstadt nieder. 1851 machte er noch eine Studienreise nach England, um die Werke Landseers und andrer englischen und holländischen Meister zu studieren.