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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Mader; Madrāzo; Maffei; Magaud

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Mader - Magaud.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Mac Whirter'

Beifall, daß er 1864 Genosse der schottischen Akademie wurde. Die bedeutendsten derselben seit 1865 sind: der Tempel der Vesta in Rom, Altedinburg (1868, Mondscheinbild), zwei großartige romantische Bilder von der Insel Skye (1869 und 1872), der Tagesanbruch (1870), draußen in der Kälte (1874), Mondscheinlandschaft im Sommer, die Königin der Wälder (1876), flache Moorgegend bei Sonnenuntergang (1877) und die drei Grazien (Birken). 1877 bereiste er Nordamerika und namentlich das Yosemitethal.

Mader, Georg, Historienmaler, geb. 9. Sept. 1824 zu Steinach in Tirol, begann seine künstlerische Ausbildung im 17. Jahr in Innsbruck und ging drei Jahre später nach München, wo er auf der Akademie als Schüler von Heinrich Heß und Schraudolph ganz in deren Fußstapfen trat. Letzterer verwendete ihn auch bei seinen Fresken im Dom zu Speier. Nach mehreren Jahren der Sorge und Not erhielt er den Auftrag, die restaurierte Kirche zu Bruneck im Pusterthal mit Wandgemälden als dem Leben der heil. Jungfrau zu schmücken (vollendet 1866), die bald andre ähnliche Arbeiten zur Folge hatten, nämlich 1867-71 zwei Fresken an der Decke der Kirche zu Steinach, andre in den Kirchen zu Kematen im Pfitscher Thal und in Ischl, und ein treffliches Altarbild: Tod des heil. Joseph (in Innsbruck). Sehr verdient machte er sich um die Hebung der Glasmalerei in seinem Vaterland durch die Gründung der Anstalt in Innsbruck 1866 und wurde 1868 Mitglied der Akademie in Wien. Er starb 31. Mai 1881.

Madrāzo, span. Malerfamilie, deren Stammvater Don José y Agudo M. (geb. 1781, gest. 1859) war. Der als Maler bedeutendste seiner Söhne ist Don Federico M., geb. 12. Febr. 1815 zu Rom, empfing gründlichen Unterricht von seinem Vater und später in Paris von Winterhalter. In seiner korrekten Zeichnung und meisterhaften Ausführung ist er einer der namhaftesten spanischen Maler. Unter seinen historischen Bildern werden als die besten genannt: Gottfried von Bouillon zum König von Jerusalem ausgerufen ↔ (1839, im historischen Museum zu Versailles), Marie Christine als Nonne am Bett Ferdinands VII. (1843), die Frauen am Grab Christi und zahlreiche Porträte der spanischen Aristokratie. In den letzten Jahren malte er auch mehrere glänzende Genrebilder. Mit seinem Schwager Don Eugenio de Ochoa gründete er 1835 das Kunstblatt »El artista«. Auf den Ausstellungen erhielt er zahlreiche Medaillen, wurde Hofmaler und Professor an der Akademie zu Madrid, 1846 Ritter, 1860 Offizier u. 1878 Kommandeur der Ehrenlegion. - Ein zweiter Sohn Don Josés ist Don Juan M., Professor der Architektur in Madrid; ein dritter, Luis M., Schüler seines Vaters, erhielt 1848 den großen römischen Preis, ist als Historienmaler besonders bekannt durch sein Bild: Beisetzung der heil. Cäcilie in den Katakomben Roms. - Einer der Söhne Don Federicos ist Don Raimundo M., geb. 24. Juli 1841 zu Rom, Schüler seines Vaters, malt Genrebilder aus dem spanischen Volksleben und Porträte; durch beides reich vertreten auf der internationalen Ausstellung von 1878, z. B.: das Ende eines Maskenballs (infolgedessen er Ritter der Ehrenlegion ward). Ein zweiter Sohn Don Federicos, Don Ricardo M., ebenfalls Schüler seines Vaters, hat sich durch hübsche Aquarelle einen Namen gemacht.

Maffei, Guido von, Tier- und Jagdmaler, geb. 1. Juli 1838 zu München, widmete sich anfangs der Jurisprudenz und kam erst nach vierjährigem Universitätsstudium auf die dortige Akademie, wo er sich von 1865 an dem genannten Fach unter Otto Gebler widmete. Unter seinen seit 1869 sehr beliebt gewordenen Jagdbildern sind die bedeutendsten: bestrittene Jagdbeute (1869), eingegangener Hirsch von Sauen aufgefunden (1873 in Wien prämiiert), beim Fuchsriegeln (1877, angeschossener Fuchs von Dachshunden angepackt, lebensgroß) und sichere Beute (1879, Rehbock von zwei Hunden verfolgt).

Magaud (spr. magóh), Dominique Antoine, vielseitiger franz. Maler in der Historie, im Genre, im Porträt und in der Landschaft, geb. 4. Aug. 1817 zu Marseille, war anfangs Schüler der dor-

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 348.