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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Székely; Tabacchi; Tacke; Tadĕma; Tafel; Tait

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Székely - Tait.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Sylvestre'

das für Britannicus bereitete Gift versucht, ein zwar krasser, aber mit großer Bravour behandelter Gegenstand (Museum des Luxembourg), der ihm den großen römischen Preis einbrachte. 1878 folgten noch die letzten Augenblicke des Vitellius und einige Bildnisse.

Székely (spr. sche-), J. Bertalen (Anmerkung des Editors: richtig: Bertalan) (Bartholomäus) de, ungar. Historienmaler, geb. 1835 zu Klausenburg, Schüler von Karl Piloty in München und später von Gallait in Brüssel, machte sich seit dem Anfang der 60er Jahre durch einige Bilder ↔ aus der Geschichte seines Vaterlands bekannt, die von bedeutendem Talent zeugen und eine stilvolle Behandlung sowie eine große Kraft der Farbe entwickeln, z. B.: Auffindung der Leiche Ludwigs II. von Ungarn, Dobozy gibt seiner Gattin den Tod, um sie vor Entehrung zu bewahren (Museum in Pest), die Frauen von Erlau verteidigen ihre Stadt gegen die Türken, Ladislaus V. und dessen Oheim Ulrich Cilly (Museum in Pest), Flucht Emmerich Tökölys aus der Festung Lika und Porträt von Franz Deák.

T.

Tabacchi, Odoardo, ital. Bildhauer, geboren zu Mailand, widmete sich anfangs der monumentalen Skulptur und schuf mehrere Denkmäler, die ihm einen bedeutenden Namen machten, z. B.: die eherne Cavour-Statue in Mailand (1865) mit der am Postament befindlichen Italia von Tantardini, die Statuen Dantes und Lanzones in der Galleria Vittorio Emanuele, das Denkmal des Ingenieurs Paleocapa bei der Einweihung des Mont Cenis-Tunnels, ein Werk, in welchem besonders die Schönheit des Kopfes gerühmt wird, und die meisterhafte Gruppe: Foscolo und Teresa. In den letzten Jahren warf er sich mehr auf die Darstellung pikanter, oft etwas lüsterner weiblichen Gestalten, die er mit Anmut, Grazie und großem Raffinement der Technik ausführt, z. B. die im Motiv überspannte, künstlerisch unwahre Märtyrerin Hypatia und eine kokette Taucherin (Tuffolina), die, mit Schwimmtricot angethan, im Begriff ist, sich ins Wasser zu stürzen.

Tacke, Ludwig, Architekturmaler, geb. 6. Dez. 1823 zu Braunschweig, war anfangs Dekorations- und Theatermaler und ergriff erst 1848 die Ölmalerei, besuchte 1849-51 die Akademie in Düsseldorf und trat dann zu München in das Atelier Karl v. Pilotys. Unter seinen auch wegen der Staffage meistens sehr gerühmten Architekturbildern (gewöhnlich Innenansichten) nennen wir: die gotischen ↔ Arkaden des Altstadt-Rathauses in Braunschweig, den Dom in Halberstadt (1850), das durch malerische Wirkung hervorragende Innere des Doms zu Köln (1851), ein Interieur (Gallerie in Darmstadt), Ratsversammlung im Dreißigjährigen Krieg (1856), das Chor der romanischen Klosterkirche in Riddagshausen bei Braunschweig (1867), eins seiner Hauptbilder: der Prager Fenstersturz 23. Mai 1618 (1869, Museum in Königsberg) und neuerdings Nürnberg zur Zeit Albrecht Dürers, das freilich in seinen Baulichkeiten viel eher das heutige Nürnberg ist.

Tadĕma, s. Alma-Tadema.

Tafel, Emil Otto, Architekt, geb. 1838 zu Öhringen (Württemberg), 1854-59 Schüler der polytechnischen Schule in Stuttgart unter Egle und Leins, war mehrere Jahre beim Bau der österreichischen südlichen Staatsbahnen beschäftigt, nahm einen längern Aufenthalt in Paris und bereiste 1867-68 Italien, baute zu Rom in den Sallustischen Garten die Villa Spithöver, wandelte das auf einer Insel gelegene Dominikanerkloster zu Konstanz in das prächtige Inselhotel um und errichtete zahlreiche größere Privatgebäude und Villen in Stuttgart und den umliegenden Städten.

Tait (spr. teht), 1) Arthur Fritz William (Anmerkung des Editors: richtig: Fitzwilliam), englisch-amerikan. Tiermaler, geb. 1819 zu Liverpool, ließ sich 1850 in New York nieder, wo er sich als Autodidakt nur

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 515.