Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Zona; Zuber; Zuber-Bühler; Zügel; Zumbusch

575

Zona - Zumbusch.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Zocchi'

1835, machte sich durch mehrere ideale Bildwerke und Tierfiguren vorteilhaft bekannt, z. B.: Michelangelo meißelt den Kopf eines Satyrs, die Treue, die Unschuld (Mädchen) lacht ob der Zwietracht (Katze und Hund), der junge Bacchus, Benjamin Franklin in seiner Jugend, Columbus in seiner Jugend. Er ist Professor an der Akademie in Florenz.

Zona, Antonio, ital. Historien- und Porträtmaler, geb. 1810, wurde auf der Akademie in Venedig gebildet. Seine Historienbilder wie seine Porträte, die er ganz nach dem Stil der Venetianer des 16. Jahrh. ausführt, werden wegen ihres strengen Stils und ihrer gediegenen Technik sehr gerühmt; z. B.: Mariä Verkündigung (1844), Raffaels Unterricht bei seinem Vater, Begegnung Tizians und Paolo Veroneses, die ein gründliches Studium der Venetianer zeigende, sehr fein charakterisierte Befreiung des Admirals Pisani durch das venetianische Volk, eine Verirrte, das Blumenmädchen Glycera etc. Er lebt in Venedig.

Zuber, Jean Henri, franz. Landschafts- und Genremaler, geb. 24. Juni 1844 zu Rixheim (Elsaß), widmete sich anfangs dem Dienst auf der Marine, ging aber 1868 in Paris unter Gleyre zur Malerei über und malte seitdem reich staffierte Landschaften, die wegen ihrer Naturwahrheit und ihres Kolorits sehr gerühmt werden, z. B.: chinesische Dschonke im Hafen von Ting-Hae, das Bad der Nymphen, Saum eines Waldes im Elsaß (1875), die Mergelsucher bei Dinard, Abend auf der Heide (1876), die Ufer der Ill im Elsaß, Herbstabend (1878) u. a.

Zuber-Bühler, Fritz, Genremaler, geboren zu Locle (Kanton Neuenburg), ging nach Paris, wo er Schüler Picots u. seines Landsmanns Grosclaude wurde. Seine Genrebilder sowie einige mythologische Darstellungen zeigen viel Anmut und eine treffliche Technik, z. B.: der Morgenspaziergang, die Karnevalskönigin, die Geburt der Venus, der Tau etc.

Zügel, Heinrich Johann, Tiermaler, geb. 22. Okt. 1850 zu Murrhard (Württemberg), besuchte die Fortbildungsschule in Schwäbisch-Hall, war 1½ Jahr auf der ↔ Kunstschule in Stuttgart, 1873 einige Zeit in Wien und ließ sich dann in München nieder, wo er sich ohne Lehrer weiter bildete. Seine Bilder zeigen eine treffliche Charakteristik der Tiere und ein allmählich immer saftigeres und kräftigeres Kolorit. Hauptbilder von ihm sind bis jetzt: die Schafwäsche, Ochsengespann (1875), vor dem Gewitter flüchtende Herde, pflügende Ochsen mit Schafen und der durchgehende Stier.

Zumbusch, Kaspar, Bildhauer, geb. 23. Nov. 1830 zu Herzebrock (Regierungsbezirk Minden), zeigte schon früh Talent zur Plastik und ging 1848 nach München, wo sich dies Talent unter Halbigs Leitung bis 1853 bedeutend entwickelte. Als er für einen seiner Gönner die Flora Canovas kopiert und des Gönners Büste modelliert hatte, wurde er von diesem in den Stand gesetzt, nach Italien zu gehen, wo er sich besonders an Martin Wagner anschloß, dessen Umgang für ihn sehr förderlich wurde. Um 1860 begann er seine Thätigkeit in München, wo er sich zunächst bei den neuen Altären der Frauenkirche beteiligte und einige Jahre später bei der Konkurrenz für das Denkmal Friedrich Wilhelms IV. in Köln einen trefflichen, freilich nicht zur Ausführung gekommenen Entwurf einlieferte; dagegen hatte er bald nachher die Genugthuung, daß sein meisterhafter Entwurf für das Denkmal König Max' II. in München prämiiert und zur Ausführung bestimmt wurde. Bevor diese geschah, begab er sich 1867 abermals nach Rom und Neapel, modellierte dort zahlreiche Statuetten und Büsten, namentlich für König Ludwig II. die Statuetten der Hauptpersonen aus den Wagnerschen Opern, schuf die Kolossalstatue des Grafen von Rumford auf dem Forum der Maximiliansstraße in München, das Denkmal der Freifrau von Frauenhofen und das des Prinzen von Preußen im Park des Schlosses Bellevue bei Berlin. Dann erfolgte die Ausführung des ersten seiner beiden bedeutendsten Werke: des Bronzedenkmals des Königs Max II. mit den den Sockel verzierenden Figuren: Friede, Aufklärung, Gerechtigkeit und Stärke (1875 enthüllt). Dazu kamen in den letzten Jah-

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 576.