Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

Schlagworte auf dieser Seite: Brown-Inseln; Brown-Séquard; Brown stout; Brownisten; Brownlow; Brownsville; Broye

592

Brown-Inseln - Broye (Fluß)

1849 (2 Bde.), 1863 (3), 1868 (6), 1888-89 (16); "Selections from B.'s works" 1862, 1865, 1872-80 u. ö. - Vgl. Furnivall, How the B. Society came into being. With some words on B.s early and late work (1884)- Mrs. Orr, A handbook to the works of R. B. (1886); Corson, Introduction to the study of R. B.'s poetry (Boston 1886); Fotheringham, Studies in the poetry of R. B. (1887); Sharp, Life of R. B. (1890); E. W. Gosse, R. B., Personalia (Lond. 1890); Jacobs, Essays and reviews (ebd. 1891), Nr. 3; Orr, Life and letters of R. B. (ebd. 1891); H. Jones, B. as a philosophical and religious teacher (1891); E. Berdoe, The Browning Cyclopædia. A Guide to the Study of the Work of R. B. (Lond. 1891).

Seine Gattin, Elizabeth Barrett-Browning, geb. 6. März 1806 zu Carlton Hall (Durham), erwarb gleichfalls einen rühmlichen Namen in der Litteratur. 1833 gab sie eine Übersetzung von Äschylus' "Der gefesselte Prometheus" heraus, die sie später umarbeitete. Originelles Gepräge tragen die Dichtungen "Romaunt of Margaret" (1836), "The Seraphim and other poems (1839) und "Romuant of the Page“ (1839). 1844 erschienen "Poems", das bezeichnende Gedicht "The cry of the children" enthaltend, 1850 eine neue Sammlung "Poems" und die formvollendeten "Portuguese sonnets". Als sie 1846 Robert B. geheiratet hatte, ließ sie sich in Italien nieder, dessen nationale Bestrebungen ihr die wärmste Teilnahme einflößten, wie "Casa Guidi windows" (1851) und "Poems before Congress" (1860) kundgaben. Ihr Hauptwerk ist "Aurora Leigh" (1857 und öfter), ein philos.-erzählendes Gedicht, das die Leiden einer edeln weiblichen Natur im Kampfe mit den gesellschaftlichen Formen schildert. Sie starb 30. Juni 1861 zu Florenz. Aus dem Nachlaß erschienen 1862 "Last poems", 1863 "Greek Christian poets and the English poets" (Aufsätze aus dem "Athenaeum" von 1842). Ihre "Poetical works" (8. Aufl., 5 Bde., Lond. 1870) erschienen in zahlreichen Ausgaben; ihre Briefe an R. H. Horne gab Mayer heraus (1876). - Vgl. Bayne, Two great English women (Lond. 1881); Ingram, Elizabeth Barrett B. (ebd. 1888).

Brown-Inseln (spr. braun) oder Eniwetok, Inselgruppe im Großen Ocean, 11° 40' nördl. Br. und 162° 30' östl. L. von Greenwich, etwa 30 durch ein Korallenriff verbundene niedrige Inseln, welche eine runde Gruppe von 125 bis 150 km Umfang und etwa 6 qkm Fläche bilden. Sie sind dicht mit Grün bedeckt, tragen aber weder Kokospalmen noch Brotfruchtbäume, und sind von etwa 200 Eingeborenen bewohnt. Die B. wurden 1794 von Butler entdeckt und 1828 von Lütke wieder aufgefunden. Seit 1885 stehen sie unter deutschem Schutz und zwar gehören sie zum Gebiete der Marshallinseln.

Brownisten, die von Rob. Brown (s. d.) gestiftete Sekte.

Brownlow (spr. braunloh), William Gannaway, amerik. Journalist und Politiker, geb. 29. Aug. 1805 in der Grafschaft Whyte in Virginien, war 1828-39 Reiseprediger der Methodistenkirche und gründete den "Knoxville Whig" in Tennessee. B. war kein Abolitionist, trat aber mannhaft für die Erhaltung der Union ein, sodaß er den Beinamen "The fighting parson" erhielt. Als Tennessee sich beim Ausbruch der Unruhen der Secession anschloß, wurde B. im März 1862 nach dem Norden ausgewiesen. Hier schrieb er "Sketches of the rise, progress and decline of secession with a narrative of personal adventures among the rebels" (1862) und hielt heftige Reden gegen die Secession. Nach Tennessees Rückkehr in die Union (1865) wurde er für zwei Perioden (1865-69) zum Gouverneur des Staates gewählt. 1869-75 vertrat er diesen als Senator und starb bald nach seinem Rücktritt 29. April 1877.

Brown-Séquard (spr. braun ßekahr), Charles Edouard, Arzt und Physiolog, geb. 1818 auf der Insel Mauritius, kam 1838 zur Vollendung seiner mediz. Studien nach Paris, promovierte daselbst 1840 und widmete sich dann ausschließlich experimentell-physiol. Untersuchungen, sowie der Erforschung und Behandlung der Nervenkrankheiten. Nachdem er sich längere Zeit in Nordamerika und in London aufgehalten hatte, an welch letzterm Orte er Arzt des Hospitals für Paralytische war, erfolgte 1869 seine Ernennung zum Professeur agrégé an der mediz. Fakultät zu Paris; 1878 wurde er zum Professor der Experimentalphysiologie am Collège de France ernannt. Er starb 2. April 1894 in Paris. Die Wissenschaft verdankt ihm eine Reihe höchst scharfsinniger Forschungen über die Zusammensetzung des Blutes, über die animalische Wärme, über das Rückenmark und seine Erkrankungen, über das Muskel-, Nerven- und Gangliensystem; die Zahl seiner teils englisch, teils französisch geschriebenen Publikationen sind namentlich hervorzuheben: "Experimental researches applied to physiology" (Neuyork 1853), "Deux mémoires sur la physiologie des la moëlle épinière" (Par. 1855), "Experimental and clinical researches on the physiology and pathology of the spinal cord" (Richmond 1855), "Recherches expérimentales sur la physiologie des capsules surrénales" (Par. 1856), "Researches on epilepsy: its artificial produtcion in animals and its etiology, nature and treatment in man (Boston 1857), "Course of lectures on the physiology and pathology of the central nervous system" (Philad. 1860), "Lectures on the diagnosis and treatment of functional nervous affections" (ebd. 1868), "Dual character of the brain" (Washingt. 1877), "Two lectures on convulsions and paralysis as effects of the base of the brain" (Philad. 1878). Auch gab er seit 1858 das "Journal de la physiologie de l'homme et des animaux", seit 1868 im Verein mit Charcot und Vulpian die "Archives de physiologie normale et pathologique" sowie seit 1873 die amerik. "Archives of scientific and practical medicine and surgery" heraus. - Vgl. Notice sur les travaux scientifiques de C. E. B. (Par. 1883).

Brown stout (spr. braun staut), s. Porter.

Brownsville (spr. braunswill), Hauptstadt des County Cameron im nordamerik. Staat Texas, am linken Ufer des Rio Grande, etwa 56 km von seiner Mündung gegenüber der mexik. Stadt Matamoros, ist ein bedeutender Handelsplatz und hat (1890) 6134 E., darunter viele Mexikaner. - Im mexik. Kriege hatten die Amerikaner hier Erdwerke aufgeworfen, die im Mai 1846 hart beschossen, von den Belagerten aber gehalten wurden. Dem bei der Verteidigung gefallenen Major Brown zu Ehren ward die Stadt später B. genannt. Am 12. und 13. Aug. 1880 wurde die Stadt von einem Orkan fast vollständig zerstört.

Broye (spr. brŏá), rechter Zufluß des Neuenburgersees in der Schweiz, entspringt mit mehrern