Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

Schlagworte auf dieser Seite: Fort Vogelsang; Fort Wayne; Fort William; Fort Worth; Fortune de mer; Fortuny; Forum

1017

Fortune de mer – Forum

Fortune de mer (frz., spr. -tühn dĕ mähr), s. Schiffsvermögen.

Fortūny, Mariano, span. Maler, geb. 11. Juni 1839 in Rëus in Catalonien, begann auf der Akademie in Barcelona seine Studien und wandte sich dem direkten Naturstudium zu. Im Genuß eines Stipendiums reiste er 1850 nach Italien und gab sich hier mit Eifer dem Studium des Volkslebens hin. Er begleitete dann den General Prim auf seinem Zuge gegen Marokko 1859–60, wobei er Gelegenheit hatte, das bunte und bewegte Kriegerleben zu studieren. Erst in Paris sollte F. die seinem Naturell zusagende Kunstwelt finden; hier leuchtete ihm Meissonier mit seiner feinen, geistreichen und lebenswahren Auffassung als hohes Muster vor. Er begab sich darauf nach Spanien zurück, wo auch Goya nicht ohne Einfluß auf ihn geblieben, ging 1866 aber wieder nach Rom, wo er bis zu seinem Tode, 21. Okt. 1874, eine eifrige Thätigkeit entfaltete. Seit 1869 zählte F. zu den beliebtesten und gesuchtesten Malern. Unter seinen Ölgemälden errangen: Der marokk. Schlangenbändiger und Die Hochzeit in der Vicaria zu Madrid den bedeutendsten Erfolg. Von seinen vorzüglichen Aquarellen sind zu nennen: Der marokk. Teppichhändler, Das Schwalbencafe; ausnahmsweise malte er auch eine religiöse Darstellung für eine Kirche zu Barcelona. F. hat auf die moderne Schule seines Vaterlandes einen großen Einfluß ausgeübt, ohne jedoch in seinen Vorzügen realistischer Wahrheit und vornehmer Auffassung erreicht zu sein. F.s Originalradierungen sind ebenfalls sehr geschätzt. – Sein Leben beschrieben Davillier (Par. 1875) und Yriarte (ebd. 1886).

Fort Vogelsang, s. Deutsch-Südwestafrika (Bd. 5, S. 225b).

Fort Wayne (spr. wehn), Hauptstadt des County Allen im nordamerik. Staate Indiana, 150 km westsüdwestlich von Toledo, liegt auf einem Plateau am Zusammenfluß des Saint Mary und Saint Joseph, die sich hier zum Maumee vereinigen, an neun Eisenbahnen und am Wabash-Erie-Kanal, hat (1890) 35393 E. (1860: 10388), ein schönes Gerichtsgebäude,3 große Parks, 2 Theater und 7 höhere Unterrichtsanstalten. Unter den Zeitungen ist eine deutsche. Die Flüsse liefern gute Wasserkraft. Die Industrie erstreckt sich auf Herstellung von Eisen- und Messingwaren, Gasmaschinen, Pflügen, Rädern und Wagen, Möbeln, Orgeln, Seife, Papier, Wollwaren, Arbeitsanzügen, Zigarren, Bier und Mehl. Auch befinden sich hier große Werkstätten der ↔ Pittsburgh-F. W.-Chicago-(Pensylvania-) Bahn. Die Umgebung besitzt Holzindustrie und Sägemühlen.

Fort William (spr. williämm), Dorf in der schott. Grafschaft Inverneß, am obern Ende des Loch Eil oder Loch Linnhe, am Nordwestfuße des Ben Nevis, hat (1891) 856 E. Das jetzt zu Wohnhäusern benutzte Fort, einst ein Schlüssel der westl. Hochlande, wurde von General Monk erbaut und wies 1715 und 1745 die Angriffe der für die Stuarts aufgestandenen Hochländer zurück.

Fort Worth (spr. wörth), Hauptstadt des County Tarrant im nordamerik. Staate Texas, am West-Fork des Trinity-Flusses, zählt (1890) 23076 E. (gegen 6663 in 1880), die zumeist aus dem Norden eingewandert sind. F. W. ist wichtiger Eisenbahnknotenpunkt (Texas-Pacific, Atchison-Topeka-Santa Fé und F. W.-Denver-Citybahn) und Handelsplatz für die im W. und NW. gelegenen Vieh- und Baumwolldistrikte (Pan Handle). Die Ausfuhr erstreckt sich hauptsächlich auf Vieh, Baumwolle (1889: 93000 Ballen), Leder und Häute; eingeführt werden Ackerbaugeräte und Maschinen. Die eigene Industrie (Mühlenbetrieb, Schlächterei) entwickelt sich schnell; die zwei Hauptstraßen sind Main- und Houstonstreet.

Forum Romanum (rekonstruiert)
Textfigur: Forum Romanum (rekonstruiert)

Forum, bei den Römern ein für den Marktverkehr, die Haltung der Gerichte und die Versammlung des Volks bestimmter freier Platz, der Markt. In Rom, wo dergleichen Markt- und Gerichtsplätze in größerer Anzahl als anderswo vorhanden waren, unterschied man zwischen Gerichtsforen (fora civilia) und Marktforen (fora venalia). Das ursprüngliche F. zu Rom, in der Gegend, die jetzt den Namen Campo vaccino führt, das Forum Romanum (s. nachstehende Abbildung), ist eine geebnete Vertiefung in der Mitte der Stadt, von viereckiger Form, die sich von Nordwesten nach Südosten von dem Fuße des Kapitolinischen Hügels nach der Höhe des Titusbogens, der Velia, in einer Länge von 210 m er-

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 1018.