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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Gesang - Geschäft
städten, zugleich beglaubigt bei beiden Mecklenburg
(Hamburg); ä. .Hessen (Darmstadt); 6. Oldenburg,
zugleich beglaubigt bei Braunschweig, Lippe und
Schaum burg-Lippe (Oldenburg); t'. Königreich Sach-
sen, zugleich beglaubigt bei Anhalt, beiden Neuft
und Sachsen-Altenburg (Dresden); 3. Grosiherzog-
tum ^achsen-Weimar-Eisenach, zugleich beglaubigt
beiSachsen-Coburg-Gotha,Sachsen-Meiningenund
den beiden Schwarzburg (Weimar); k. Württem-
berg (Stuttgart); i.beidemPäpstlichenStuhl(Rom).
2) Bayern: ^. in Preußen (Berlin); d. König-
reich Sachsen (Dresden); 0. Württemberg, zugleich
beglaubigt in Baden und Hessen (Stuttgart); ä. Ita-
lien (Nom); 6. Österreich-Ungarn (Wien); l. beim
Päpstlichen Stuhl (Rom); 3. Rußland (Petersburg).
3) Sachsen: a. in Bayern, zugleich beglaubigt in
Baden,Hessen und Württemberg (München); d. Preu-
ßen (Berlin); c. Sachsen-Weimar-Eisenach, zugleich
beglaubigt bei Sachsen-Altenbnrg, Sachsen-Coburg-
Gotha, Sachsen-Meiningeil, beiden Neuß, beideil
Schwarzburg (Weimar); ä. Österreich-Ungarn
(Wien). 4) 3Üürttemberg: a. in Bayern, zugleich be-
d. Preußen (Berlin). 5) Baden: ^. in Preußen
(Berlin); d. in Bayern, Zugleich beglaubigt in
Württemberg (Müuchen). 0) Vraunschweig: in
Preußen (Berlin). ?) Die Hansestädte: in Preu-
ßen (Berlin). 8) Hessen: in Preußen (Berlin). 9)
Beide Mecklenburg: in Preußen (Berlin).
IV. Bei den deutschen Einzelstaaten sind durch
besondere G. vertreten: 1) Bei Preußen, Sitz in
Berlin: a. Baden; d. Bayern; c. Vraunschweig;
(I. die Hansestädte; 6. Hessen; f. beide Mecklenburg;
F. Königreick Sachsen; K. Württemberg. 2) Bei
Bayern, Sitz in München: n. Baden, zugleich be-
glaubigt in Württemberg; d. Italien; 0. Österreich-
Ungarn; ä. Preußen; e. Rußland, zugleich beglau-
bigt in Hessen; k. Königreich Sachsen, zugleich be-
glaubigt in Württemberg, Badeu, Hessen; ^. Würt-
temberg, zugleich beglaubigt in Hessen und Sachsen.
3) Bei wachsen, ^itz in Dresden: a. Bayern, zu-
gleich beglaubigt in Anhalt; d. Österreich-Ungarn;
c. Preußen, zugleich beglaubigt in Anhalt, beiden
Neuß und Sachsen-Altenburg. 4) Bei Württem-
berg, Sitz in Stuttgart: a. Bayern; I>. Österreich-
Ungarn, zugleich beglaubigt in Baden und Sachsen;
c. Preußen; 6. Rußland, zugleich beglaubigt in Ba-
den. 5) Bei Baden -.Preußen (Karlsruhe), l';) Bei den
Hansestädten, Sitz in Hamburg: Preußeu, auch
bei beiden Mecklenburg. 7)BeiHessen: a. Preußen;
d. Rußland. 8) Bei Oldenburg: Preußen,zugleich
beglaubigt bei Braunschweig, Lippe und Schaum-
burg-Lippe. 9) Bei ^achscn-Weimar-Eise-
uach: Ä. Preußen, zugleich beglaubigt bei Sachsen-
(5oburg-Gotha,Sachsen-Meiningen,beidenSchwarz-
burg; d. Königreich Sachsen, zugleich beglaubigt bei
Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg-Gotha, Sach-
sen-Meiningen, beiden Reuß, beiden Schwarzburg.
Gefang ist die Verbindung von musikalischen
Tönen der menschlichen Stimme, in der Regel ge-
stützt auf Dichtung und Wort. Über die Technik
des G. s. Stimme und Stimmbildung.
Gesangbücher, s. Kirchengesang.
Gesäß oder Hinterbacken (lat. naws oder cln-
N68), die hintere Gegend des Beckens (s. d.), besteht
außer den Aeckentnochen aus mehrern dicken Mus-
telschichten, den sog. Gesäßmuskeln (inn8cuU
!>-ww0i), die vom Hintern Veckenumfang entsprin-
gen und Zum Oberschenkelknochen verlaufen (s. G!u-
täen), und einem mehr oder minder reichlichen Fett-
polster des Unterhautzellgewebes, das beim Sitzen
die ganze Last des Körpers trägt und namentlich
beim weidlichen Geschlecht stark entwickelt ist.
Gefätzfchwielen, die nackten, oft lebhaft gefärb-
ten, größeren oder kleinern Stellen am Gesäß vieler
altweltlichen Affen (s. 0.). Solche Affen sind die
Gibbons, Schlankasfen, Meerkatzen und Paviane,
die man als I^Ioi))^ den Affen mit behaartem
Gesäß, den va^p)^ (Gorilla, Schimpanse, Orang-
Utan) gegenüberstellt.
Gesättigt, in der Physik der Ausdruck für einen
gewissen Grenzznstand einer Lösung (s. d.) sowie
eines Dampfes (s. d.). Mhane (s. d.).
Gesättigte Kohlenwasserstoffe, soviel wie
Gesättigte Verbindungen, alle solche chem.
Verbindungen, in denen die sämtlichen Wertigkeiten
(s. d.) der sie zusammensetzenden Elementaratome
durch Bindung anderer so vollständig beschäftigt
sind, daß neue Atome nicht mehr einfach nur hinzu-
treten können. Die G. V. können daher keine einfache
chem. Verbindung mit weitern Elementaratomen
eingehen,sondern nur zersetzt oder durch Umsetzungen
oder Substitutionsvorgänge verändert werden.
Gesänge, in der Jägersprache das Milcheuter
der wilden Tiere und Hunde.
Gefäuse, der oberste, westöstlich gerichtete Teil
des Durchbruchsthales der Enns durch die nördl.
Kalkalpen, zwischen Admont und Hieflau, ist 14 kni
lang und führt den Namen von dem faufenden Ton
des Wassers, das mit 123 m GeMe in ileinen
Windungen zwischen den Felswänden dahinbraust.
Der schönste Puukt ist Gstatterboden; westlich davon
mündet von (^. her, zwischen den Felsmassen des
Ödstem (2335 m) und Reichenstein 12247 m), das
romantische Johnsbachthal. Die Linie St. Valentin-
Tarvis der Österr. Staatsbahn durchzieht das G. -
Vgl. Heß, Specialführer durch das G. (2. Aufl.,
mit Nachtrag, Wien 1892).
Geschabte Manier, s. Kupferstechkunst.
Gefchacht (frz. ödiilinLte), in der Heraldik die
den Schild durch mehrere senkrechte und wagerechte
Linien schachbrettartig in gleich große Stücke zer-
legende Schildcszeichnuug. (S.Tafel: Heraldische
Typen 1, Fig. 21.) Bei Zerlegung des Schildes
durch Diagonalen und diesen parallel laufende Li-
nien entsteht das schräg G. (Gerautet).
Geschäft, jede uützliche, durch ein Amt oder einen
Beruf geboteue Thätigkeit; sodann eine innerhalb
eines werbenden Betriebes, oder der Verwaltung
eigenen Vermögens vorgenommene wirtschaftliche
Handlung, welche dazu bestimmt ist, etwas Nützliches,
Gewinnbringendes für sich oder andere zu schaffen,
Vermögen umzusetzen oder zu erhalten. G. dieser
Art können Rechtsgeschäfte (s. d.) sein, wie der Kauf,
die Dienstmiete, das Darlehn, die Kommission, die
Wechseldiskontierung u. s. w., und die innerhalb
eines kaufmännischen Betriebes geschlossenen G. sind
zum größten Teil Rechtsgeschäfte. Der Bergmann,
der Handwerker, der Landwirt, der Fabrikant, der
Künstler und der Schriftsteller treiben aber auch G.,
indem sie in ihrem Berufe neue Güter produzieren
oder vorhandene bearbeiten. In einem andern
Sinne bezeichnet G. die Summe des gewerblichen,
berufsmäßigen Betriebes der G. jener ersten Klasse.
Ein kaufmännisches oder gewerbliches G. wird er-
richtet, betrieben, vererbt, veräußert. Die Veräuße-
rung eines G. befchräntt sich selten bloß darauf,
daß dem Erwerher die Möglichkeit eröffnet wird,