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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Wharton; Whistler; Whitehorse; Whittredge; Widmayer; Widnmann

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Wharton - Widnmann.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Weysser'

Schloß zu Heidelberg, Partie bei Eßlingen und Partie aus Oberstein im Nahethal.

Wharton (spr. ŭáhrt'n), P. F., amerikan. Genremaler, geb. 1841 zu Philadelphia, erhielt seine Ausbildung auf der dortigen Pennsylvania-Akademie und ging dann nach Dresden und nach Paris, ließ sich später in Philadelphia nieder, wo er manche freilich nicht in weitern Kreisen bekannt gewordene, aber sehr gelungene Bilder malte, unter denen besonders genannt werden: Perdita bei dem Feste der Schafschur (nach Shakespeares »Wintermärchen«, 4. Akt) und die Erwartung der Parade (1878).

Whistler, James Abbott Mac Neil, amerikan. Landschaftsmaler und Radierer, geb. 1834 zu Lowell (Massachusetts), lebte als Knabe einige Jahre in Rußland, kehrte mit zwölf Jahren nach Amerika zurück und erhielt seine Ausbildung in Westpoint (New York). 1855 ging er nach England, war zwei Jahre Schüler von Gleyre in Paris und ließ sich dann in London nieder, wo er 1874 eine sehr interessante Ausstellung seiner Werke veranstaltete. Unter seinen Ölbildern, die sich besonders durch harmonisches Kolorit auszeichnen, aber in den Figuren weniger gelungen sind, werden genannt: Westminsterbrücke (1863), die alte Batterseabrücke (1865), Symphonie in Weiß, Nachtbild Schwarz und Gold (die Cremorne Gardens mit Feuerwerk), Nachtbild Blau und Silber, Variationen in Fleischfarbe und Grün und ähnliche sonderbare Zusammenstellungen. Daneben beschäftigt er sich viel mit Radieren und erhielt hierin eine goldne Medaille im Haag; eine Sammlung seiner Radierungen besitzt die Königin im Schloß Windsor, eine andre das Britische Museum.

Whitehouse (Anmerkung des Editors: richtig: Whitehorse) (spr. ŭeit-haus), James, amerikan. Porträtmaler, geb. 1803 zu Wallingford (Vermont), begann 1826 seine Kunststudien, empfing zwar einigen Unterricht von verschiedenen Malern, bildete sich aber mehr als Autodidakt aus. Schon 1833 wurde er Mitglied der Nationalakademie. Während einer langjährigen Thätigkeit in New York und in Washington malte er unzählige Bildnisse und stand seiner Zeit hierin in großem Ansehen. Von ↔ ihm ist die Zeichnung des in Amerika bekannten Mezzotintostichs: Henry Clays Anrede an den Senat.

Whittredge (spr. ŭíttriddsch), Warthington, amerikan. Landschaftsmaler, geb. 1820 zu Cincinnati, wo er anfangs Kaufmann werden wollte, aber zur Kunst überging und Bildnisse malte. 1850 ging er nach Europa, studierte in den Museen von London und Paris und war dann drei Jahre lang Schüler von Schirmer und Andr. Achenbach in Düsseldorf. Hierauf setzte er seine Studien in Belgien und Holland fort, verweilte 1855-59 in Rom und ließ sich zuletzt in New York nieder, wo er bald nachher Mitglied der Akademie und 1874-77 Präsident derselben ward. 1866 machte er eine Studienreise nach dem Westen der Vereinigten Staaten. Von seinen ersten Bildern, die noch ganz den Stempel der Düsseldorfer Schule an sich tragen, sind seine spätern, namentlich die aus Amerika, in denen besonders die Behandlung des Laubes sowie die Verteilung von Schatten und Licht gerühmt werden, wesentlich verschieden; unter diesen letztern z. B.: der Forellenbach, die Sangre di Christo-Berge in Colorado (1869), Abend am Delaware, am Hudson (1871), Weihnachtsabend in Italien (1872), nach dem Regen, Morgen in den Wäldern, Abend in den Wäldern, vor hundert Jahren, der Fluß Platte, der Waldbach u. a.

Widmayer, Theodor, Genre- und Porträtmaler, geb. 14. April 1828 zu Stuttgart, war Schüler der dortigen Kunstschule und nachher von Rustige, bildete sich auf der Akademie in Brüssel fünf Jahre lang weiter aus und kehrte in seine Vaterstadt zurück, wo er sich anfangs der Genremalerei widmete, später auch dem Bildnis in Öl wie in Aquarell.

Widnmann, Max, Bildhauer, geb. 16. Okt. 1812 zu Eichstätt, erlernte seine Kunst in München unter Eberhard und Schwanthaler, arbeitete dann in Rom 1836-39 nach der Antike, stand in näherm Verkehr mit Thorwaldsen und schuf hier besonders viele Werke mythologischen Inhalts. 1839 kehrte er nach München zurück und begann eine umfassende

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 556.